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Guy Parmelin empfängt Staatschefs vor G7-Gipfel

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Bundespräsident Guy Parmelin begrüsst die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni.Bild: keystone

Parmelin empfängt in Genf Staats- und Regierungschefs vor G7-Gipfel

15.06.2026, 21:0115.06.2026, 21:01

Im Vorfeld des G7-Gipfels von Evian hat Bundespräsident Guy Parmelin anreisende Staats- und Regierungschefs am Montag am Flughafen Genf empfangen. Neben den G7-Staaten nehmen zahlreiche weitere Länder am Gipfel teil. Längere Gespräche führte Parmelin in Genf mit EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sowie mit dem brasilianischen Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva.

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Hier schüttelt Parmelin die Hand von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen.Bild: keystone

Themen des Treffens mit den Spitzen der Europäischen Union, neben von der Leyen mit EU-Ratspräsident António Costa, waren der Ausgang der Abstimmung vom Sonntag über die Volksinitiative «Keine 10-Millionen-Schweiz! (Nachhaltigkeitsinitiative)» sowie die nächsten Schritte beim Paket Schweiz–EU (Bilaterale III), wie die Landesregierung am Montagabend mitteilte.

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Brasiliens Präsident Luiz Inácio Lula da Silva (l.) posiert mit Parmelin.Bild: keystone

Mit dem brasilianischen Präsidenten Lula da Silva besprach Parmelin die nächsten Schritte auf dem Weg zu einer Ratifizierung des Freihandelsabkommens zwischen der Europäischen Freihandelsassoziation Efta und den Mercosur-Staaten Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay.

Für Montagabend war ein Treffen Parmelins mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj geplant unter anderem zum Angebot Guter Dienste und zu Beiträgen der Schweiz zum Wiederaufbau im von russischen Angriffen stark zerstörten Land.

Treffen mit Carney, Starmer, Trump möglich

Am Dienstag dürfte Parmelin in Evian mit dem kanadischen Premierminister Mark Carney über die Erneuerung des Freihandelsabkommens mit Kanada sprechen können. Ebenfalls am Dienstag wird er mit Sicherheit den britischen Regierungschef Keir Starmer treffen. Es könnten zudem kurze Gespräche mit weiteren Staats- und Regierungschefs, darunter US-Präsident Donald Trump, stattfinden.

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Pamelin heisst den britischen Premierminister Keir Starmer und dessen Frau, Victoria Starmer, willkommen. Bild: keystone

Vor den Medien hatte sich Parmelin zuvor «stolz» gezeigt, «sechs Staats- und Regierungschefs der G7 in Genf empfangen zu dürfen» bevor sie nach Evian weiterreisen. Der Bundespräsident hatte diese am Flughafen begrüsst.

Swiss Federal President Guy Parmelin, left, welcomes Germany's Chancellor Friedrich Merz and his wife Charlotte Merz at the Geneva Airport, Switzerland, prior the G7 summit, Monday, June 15, 2026 ...
Parmelin spricht mit dem deutschen Bundeskanzler Friedrich Merz und dessen Frau, Charlotte Merz.Bild: keystone

Parmelin verurteilte die Ausschreitungen vom Sonntag in Genf auf das Schärfste. Die Verantwortlichen müssten sich vor Gericht verantworten, so Parmelin.

Kosteneinigung mit Frankreich in der Schwebe

Zur Frage einer Kostenteilung mit Frankreich im Falle von Schäden hatte der Bundespräsident vor zwei Wochen erklärt, dass eine Lösung gefunden werde. Seitdem schien der Delegierte des Bundesrats für den G7-Gipfel, Botschafter Alain Gaschen, die Erwartungen an dieses Szenario gedämpft zu haben, was auch die Genfer Staatsrätin Carole-Anne Kast bestätigte.

«Wir stehen weiterhin in engem Kontakt» mit Frankreich, und die Situation müsse nach dem Gipfel in Evian bewertet werden, erklärte Parmelin. Er lobte hingegen bereits die Zusammenarbeit im Sicherheitsbereich, die seiner Meinung nach gut funktioniert habe.

Vereinbarung USA-Iran in Genf?

Nach Evian könnte Genf das Scheinwerferlicht auf sich ziehen. Denn Trump zufolge soll dort nach wochenlangen Verhandlungen ein Rahmenabkommen zur Beilegung des Krieges zwischen den USA und dem Iran stattfinden.

Unterzeichnet werden soll die Vereinbarung am Freitag. Sie soll den Grundstein für Verhandlungen etwa über Teherans Atomprogramm legen. (sda)

Hier ist Trump zwei Minuten auf Schweizer Boden

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