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Tod von sechs Schweizern in Schweden: Lastwagen war illegal unterwegs

16.01.2022, 09:57
Das Unfallfahrzeug im schwedischen Kiruna.
Das Unfallfahrzeug im schwedischen Kiruna.Bild: zvg

Ein schwedisches Gerichtsurteil wirft ein neues Licht auf den Unfall von Anfang 2019, bei dem sechs junge Schweizer ums Leben kamen. Der in die Frontalkollision verwickelte Lastwagen war demnach illegal auf der fraglichen Strasse unterwegs.

Das geht aus dem Urteil hervor, über das der TV-Sender «TeleZüri» am Freitagabend berichtete und das sich zusammengefasst auch auf der Website des Gerichts findet. Ein Minibus mit einer Gruppe von Schweizern war am 12. Januar 2019 auf einer Landstrasse in Nordschweden frontal mit einem Lastwagen zusammengestossen.

Der 90-Tönner gehört einer Firma, die in der Nähe Eisenerz abbaut. Schon 2018 hatte das schwedische Umweltamt bemängelt, die Firma halte sich bei der Transportroute nicht an die Betriebsbewilligung. Zu diesem Schluss kommt nun auch das zuständige Gericht. Die gewählte Route sei «nicht durch die Genehmigung gedeckt», heisst es in der Pressemitteilung.

Allerdings verliert die Firma nicht die Betriebsbewilligung. In der Mitteilung des Gerichts ist bloss die Rede von einer Einschränkung bei der Menge des abgebauten Eisenerzes.

Die umstrittene Transportroute darf einstweilen weiter genutzt werden. Allerdings ist der Rechtsstreit nach Einschätzung von Beobachtern noch nicht abgeschlossen.

Wenige Tage nach dem Unfall von 2019 hatte die schwedische Polizei mitgeteilt, alle Minibus-Insassen seien angegurtet gewesen. Einen technischen Defekt am Unfallfahrzeug habe sie nicht entdeckt. Was die damals angekündigten weiteren Ermittlungen ergeben haben, ist nicht bekannt.

Sechs der sieben Minibus-Insassen kamen bei dem Unfall in einer als gefährlich geltenden Kurve ums Leben. Fünf der getöteten jungen Männer stammten aus Adelboden BE, das sechste Todesopfer aus dem Kanton Aargau. (sda)

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8 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Mareko
16.01.2022 11:39registriert Juli 2020
An diesen tragischen Unfall erinnere ich mich noch gut. Der Schock und die Trauer bei den Hinterbliebenen und die Betroffenheit vorallem in Adelboden waren riesig. Gibt es nun ein Gerichtsurteil, welche die Schuld des Lastwagenlenkers und/oder seines Auftraggebers festgestellt hat? Wird darin eine angemessene Genugtuungssumme den Angehörigen zugesprochen? Ich verstehe, das macht diese jungen Männer nicht wieder lebendig, doch ein eindeutiges Urteil und eine Genugtuung hilft den lebenslangen Schmerz der Betroffenen ein wenig einfacher überwinden zu können.
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