Schweiz
Islam

Islamischer Zentralrat zeigt umstrittenen Dokfilm – ausgerechnet in Winterthur

Islamischer Zentralrat zeigt umstrittenen Dokfilm – ausgerechnet in Winterthur

06.12.2015, 05:1006.12.2015, 09:07

Der Islamische Zentralrat Schweiz (IZRS) hat ausgerechnet Winterthur als Premierenort für einen umstrittenen Dokumentarfilm gewählt. Auf gestern Samstag lud der IZRS ins Hotel Römertor zu einer Vorführung des Streifens, den ein Vorstandsmitglied in Syrien gedreht hatte. Das berichtet die «NZZ am Sonntag».

Bereits im Vorfeld zu reden gegeben hatte ein vorab veröffentlichtes Interview aus dem Film mit einem Dschihadisten, der Verbindungen zur Terrororganisation Al-Kaida haben soll.

Naim Cherni, der einen Al-Kaida-Mann interviewt haben soll während eines Gesprächs für den Film.
Naim Cherni, der einen Al-Kaida-Mann interviewt haben soll während eines Gesprächs für den Film.
Bild: Screenshot Youtube

Nach den Schlagzeilen um Dschihad-Reisende aus Winterthur und die örtliche An'Nur-Moschee wirkt die IZRS-Filmpremiere wie eine Provokation.

Zentralrats-Sprecher Qaasim Illi sagt in der «NZZ am Sonntag», dem IZRS liege es fern, bei diesem Thema mit dem Feuer zu spielen. Für Winterthur habe man sich entschieden, «weil dort der Kampf gegen die IS-Ideologie mit besonderem Nachdruck geführt werden muss». Im Hotel Römertor war der Saal für das Vorführen einer Reisedokumentation gebucht worden, wie die Betreiber sagen. Das sei bereits vor den Anschlägen von Paris geschehen. (dwi)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
1 Kommentar
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1
«Die krasseste Erfahrung war, Leute in meinen Sachen rumlaufen zu sehen»
Mit gerade einmal 20 Jahren gründete Luna Hefti aus Stäfa ZH ihr eigenes Kleiderlabel. Sie druckt Shirts und Pullis mit Sprüchen in Schweizerdeutsch und ging damit auf TikTok viral. Heute, mit 23 Jahren, hat sie ihren eigenen Laden in Zürich. Wie sie es geschafft hat, ihren Brand aufzubauen, und was sie heute anders machen würde, verrät sie im Interview mit watson.
Luna, du hast dein Kleiderlabel vor 2 Jahren gegründet. Die Modebranche ist hart umkämpft, es gibt extrem viele Marken, warum hast du den Schritt trotzdem gewagt?
Luna Hefti: Meine Mutter hat tatsächlich immer gesagt, mach es nicht! (lacht) Sie sagte, es mache keinen Sinn, es gebe so viele Kleider und da hat sie natürlich recht. Aber ich wollte einfach Kleider machen, die ich selbst gerne trage, davon gab es nicht viele. Das war eigentlich meine Idee, von Anfang an, nicht irgendein Businessplan, sondern ich habe es aus Freude gewagt.
Zur Story