Zürich: Islamisten planen Referendum gegen Kopftuchverbot
Für die SVP war es ein grosser Erfolg: Am Montag entschied der Zürcher Kantonsrat ein Kopftuchverbot an Zürcher Schulen. Der Entscheid fiel mit 87 zu 82 Stimmen.
Der Zürcher Regierungsrat hat nun zwei Jahre Zeit, ein entsprechendes Gesetz auszuarbeiten. Bereits jetzt formiert sich Widerstand gegen das Verbot. Der Islamische Zentralrat (IZR) will das Referendum lancieren. Darüber berichtet der «Sonntagsblick».
«Wir sind daran, ein Komitee gegen dieses islamfeindliche Verbot zu gründen», sagt Ferah Ulucay. Sie war bis 2024 Generalsekretärin des IZR. Gemäss ihrer Aussage hätten sich schon knapp 1000 Unterstützende gemeldet. 3000 Unterschriften sind nötig, um eine kantonale Volksabstimmung zu erzwingen.
Jeder und jede, die sich gegen das Kopftuchverbot engagieren wolle, sei willkommen, sagt Ulucay. Es sei wichtig, dass sich die islamische Gemeinschaft zur Wehr setze.
Hinter dem IZR stehen die schweizweit bekannten Salafisten Qaasim Illi und Nicolas Blancho. Ulucay sagt, dass der IZR «Teil des Komitees» sei und dieses «logistisch und organisatorisch» unterstütze. Die Führung des IZR wurde in der Vergangenheit wegen Terrorpropaganda verurteilt.
(her)
