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Porrentruy JU: Badi lässt Ausländer wieder rein – zum doppelten Preis

Badi in Pruntrut lässt Ausländer wieder rein – aber zum doppelten Preis

24.05.2026, 16:3424.05.2026, 16:34
CAPTION CORRECTION: KORREKTS TO FRENCH SPELLING OF THE LOCATION PORRENTRUY NOT PRUNTRUT - View of the public outdoor swimming pool in Porrentruy, Switzerland, Friday, July 4, 2025. The municipality of ...
Das Freibad von Pruntrut: Auch dieses Jahr ist der Zutritt für Ausländer beschränkt.Bild: keystone

Vergangenen Sommer hatte die Badi im jurassischen Pruntrut (Porrentruy) schweizweit für Schlagzeilen gesorgt. Der Grund: Badegäste aus dem nahen Frankreich wurden nicht mehr hereingelassen, weil diese nach Angaben der Gemeinde in der Vergangenheit mehrfach ungebührliches Verhalten an den Tag gelegt hätten.

Nun hat die Badi Pruntrut für diese Saison die Pforten wieder geöffnet – aber diesmal mit anderen Massnahmen, wie 20min.ch am Sonntag berichtet. So haben Nichtansässige wieder Zutritt, sie bezahlen jedoch den doppelten Preis. Erwachsene werden 15 statt 7.50 Franken berappt, Jugendliche müssen neu 10 statt 5 Franken bezahlen. Als Nichtansässige gelten Menschen, die weder in der Schweiz wohnen, noch in der Schweiz arbeiten, noch Touristen sind.

Weiter müssen Nichtansässige ihr Billet online kaufen und sich zwingend bei der Kasse ausweisen. Die Möglichkeit, ein Saisonabonnement zu kaufen, bleibt ihnen verwehrt. Im März hatte das Gemeindeparlament von Pruntrut der Exekutive explizit die Kompetenz zugewiesen, Massnahmen zur Regelung des Zugangs zum städtischen Schwimmbad zu ergreifen, um die öffentliche Sicherheit, Ruhe und Gesundheit zu gewährleisten.

Die Reaktionen sind, wie schon im vergangenen Sommer, gemischt. Während einige Besucher gegenüber «20 Minuten» ihren Unmut über die «unfairen» Massnahmen kundtun, berichten andere, dass nun tatsächlich weniger «Unruhestifter» die Badi besuchen würden. Die Mitarbeitenden des Freibads konnten wegen eines ihnen auferlegten Redeverbots keine Kommentare gegenüber dem Newsportal abgeben.

(cpf)

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Dave Hawtin
24.05.2026 16:43registriert Dezember 2021
Man hat es letztes Jahr gesehen. Direkt nach der Verbannung haben die verkauften Saisonkarten einen neuen Rekord erreicht und alle Gäste haben bestätigt, dass danach eine neue lange nocht mehr gesehene komplett friedliche Stimmung im Freibad war, die bis zum Saisonende andauerte. Besser kann man gar nicht bewiesen, wie es wäre, wenn man eben auf Rechte hören würde und endlich mal ein 0 Toleranz Linie fahren würde. Aber es braucht jetzt wohl noch eine zweite Bestätigung. Danach können die Lehren gesamtschweizerisch übernommen werden.
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