Badi in Pruntrut lässt Ausländer wieder rein – aber zum doppelten Preis
Vergangenen Sommer hatte die Badi im jurassischen Pruntrut (Porrentruy) schweizweit für Schlagzeilen gesorgt. Der Grund: Badegäste aus dem nahen Frankreich wurden nicht mehr hereingelassen, weil diese nach Angaben der Gemeinde in der Vergangenheit mehrfach ungebührliches Verhalten an den Tag gelegt hätten.
Nun hat die Badi Pruntrut für diese Saison die Pforten wieder geöffnet – aber diesmal mit anderen Massnahmen, wie 20min.ch am Sonntag berichtet. So haben Nichtansässige wieder Zutritt, sie bezahlen jedoch den doppelten Preis. Erwachsene werden 15 statt 7.50 Franken berappt, Jugendliche müssen neu 10 statt 5 Franken bezahlen. Als Nichtansässige gelten Menschen, die weder in der Schweiz wohnen, noch in der Schweiz arbeiten, noch Touristen sind.
Weiter müssen Nichtansässige ihr Billet online kaufen und sich zwingend bei der Kasse ausweisen. Die Möglichkeit, ein Saisonabonnement zu kaufen, bleibt ihnen verwehrt. Im März hatte das Gemeindeparlament von Pruntrut der Exekutive explizit die Kompetenz zugewiesen, Massnahmen zur Regelung des Zugangs zum städtischen Schwimmbad zu ergreifen, um die öffentliche Sicherheit, Ruhe und Gesundheit zu gewährleisten.
Die Reaktionen sind, wie schon im vergangenen Sommer, gemischt. Während einige Besucher gegenüber «20 Minuten» ihren Unmut über die «unfairen» Massnahmen kundtun, berichten andere, dass nun tatsächlich weniger «Unruhestifter» die Badi besuchen würden. Die Mitarbeitenden des Freibads konnten wegen eines ihnen auferlegten Redeverbots keine Kommentare gegenüber dem Newsportal abgeben.
(cpf)
