Traurige Gewissheit: Vermisster Bub (5) tot in der Reuss gefunden
Seit dem Unglück vom Samstag hatten Polizei, Rettungskräfte und zahlreiche Freiwillige den Fluss und die Uferbereiche nach dem vermissten Buben abgesucht. Wie 20 Minuten berichtet, beteiligten sich zeitweise bis zu 200 Helfer an der Suchaktion. Zum Einsatz kamen unter anderem Boote, Drohnen, Taucher, Unterwasserkameras und Suchhunde.
Die Kantonspolizei Aargau bestätigte am Dienstagabend den Fund einer Kinderleiche bei Merenschwand AG. Gemäss Mediensprecher Dominic Zimmerli deuten erste Hinweise darauf hin, dass es sich um den vermissten Fünfjährigen handelt. Die formelle Identifikation stand zunächst noch aus.
Familie von Solidarität überwältigt
Die Anteilnahme war während der Suchaktion riesig. Freunde, Angehörige und zahlreiche Freiwillige aus der ganzen Region schlossen sich der Suche an. Ein Familienmitglied sagte gegenüber 20 Minuten, die Solidarität gebe der Familie «extrem viel Kraft». Der Verlust des Jungen hinterlasse «ein riesiges Loch».
Die Polizei hatte Freiwillige gleichzeitig vor den Gefahren der Reuss gewarnt. Starke Strömungen, Schwemmholz und die psychische Belastung eines möglichen Fundes stellten erhebliche Risiken dar.
Der Bub war am Samstag vermisst worden, nachdem ein Schlauchboot seiner Familie auf der Reuss mit einem Baumstamm kollidiert und gekentert war. Während sich die übrigen Insassen retten konnten, wurde der Fünfjährige von der Strömung mitgerissen. (mke)
