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Schweizer Klimastreiker organisieren grösste Klima-Konferenz ever – doch eine Person fehlt

Es ist die grösste Konferenz der Klimastreik-Bewegung, die es je gegeben hat: Aus 30 europäischen Ländern strömen im August Klima-Aktivisten und -Aktivistinnen nach Lausanne. Das steckt dahinter.
16.05.2019, 11:52

Am Genfersee steigt diesen Sommer der grosse Klima-Gipfel. Vom 5. bis 9. August treffen sich in Lausanne bis zu 600 Delegierte der Klimastreiker*innen aus über 30 europäischen Ländern, wie watson-Recherchen zeigen. Es ist die grösste Konferenz der Klimastreik-Bewegung, die es weltweit je gegeben hat. Teilnehmende reisen unter anderem aus Russland, der Türkei, Ukraine, Finnland und Griechenland an.

Warum findet das Treffen in der Schweiz statt?

Lausanne setzte sich in der Ausmarchung unter anderem gegen Grenoble (Frankreich) durch. Warum machte die Schweiz das Rennen? «Die Klimastreik-Bewegung in der Schweiz und insbesondere in Lausanne ist sehr motiviert und hat die nötige Erfahrung und Grösse, so einen Event auf die Beine zu stellen», sagt Mitinitiant Jonas Kampus (17). Zudem liege Lausanne im Herzen Europas und sei für alle Teilnehmenden gut erreichbar. «Alle reisen selbstverständlich mit dem Zug oder Bus an», so der Zürcher Kantischüler.

Die Klimastreiker treffen sich auf dem Gelände der Uni Lausanne. Die Hochschule stellt den Klimastreikern Räume gratis zur Verfügung. Dort finden Workshops, Vorträge und Diskussionen statt. Zum Abschluss ist am Freitag, 9. August ein grosser Klimastreik geplant.

Was ist das Ziel?

Es geht primär darum, dass sich die Klimastreiker aus ganz Europa besser vernetzen und die künftige Strategie diskutieren. «Wir wollen die Basis für eine europäische Klima-Bewegung schaffen», führt Kampus aus. Zudem sollen die Aktionen der Klima-Aktivisten zwischen den Ländern besser koordiniert und lokale Organisationen unterstützt werden.

Ist Greta mit dabei?

Ausgerechnet die Ikone der Klimastreiker fehlt in Lausanne: «Greta Thunberg wäre sehr gerne ans Treffen gekommen», so Kampus. Aus terminlichen Gründen sei sie jedoch verhindert.

Die schwedische Schülerin streikt seit August 2018 jeden Freitag die Schule, um gegen den Klimawandel zu demonstrieren. Sie ist der Auslöser der weltweiten Klimastreik-Bewegung.

Wer bezahlt den Anlass?

Klima-Aktivisten demonstrierten im April «schlafend» an der Uni Lausanne.
Klima-Aktivisten demonstrierten im April «schlafend» an der Uni Lausanne.Bild: KEYSTONE

Die Organisatoren rechnen mit Kosten von rund 150'000 Franken (Essen und Reisespesen der Teilnehmer). Man sei in Kontakt mit Interrail und Flixbus, um möglichst günstige Tickets zu erhalten. Die Klimastreiker haben ein Crowdfunding gestartet, um Geld für den Anlass zu sammeln. Ebenso suchen sie Übernachtungsmöglichkeiten für die Konferenzteilnehmenden.

Wie geht es in der Schweiz weiter?

Nach den schweizweiten Schülerstreiks vom 15. März und 6. April mit zehntausenden Teilnehmern ist es relativ ruhig geworden um die Klimastreik-Bewegung. Das dürfte sich bald ändern: Am 24. Mai steigt der nächste weltweite Klimastreik. In der Schweiz gehen die Schülerinnen und Schüler in über 20 Städten auf die Strasse.

Weiter ist am 28. September eine nationale Grosskundgebung in Bern geplant.

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