Schweiz
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Schweizer Klimastreiker organisieren grösste Klima-Konferenz ever – doch eine Person fehlt

Es ist die grösste Konferenz der Klimastreik-Bewegung, die es je gegeben hat: Aus 30 europäischen Ländern strömen im August Klima-Aktivisten und -Aktivistinnen nach Lausanne. Das steckt dahinter.



Am Genfersee steigt diesen Sommer der grosse Klima-Gipfel. Vom 5. bis 9. August treffen sich in Lausanne bis zu 600 Delegierte der Klimastreiker*innen aus über 30 europäischen Ländern, wie watson-Recherchen zeigen. Es ist die grösste Konferenz der Klimastreik-Bewegung, die es weltweit je gegeben hat. Teilnehmende reisen unter anderem aus Russland, der Türkei, Ukraine, Finnland und Griechenland an.

Warum findet das Treffen in der Schweiz statt?

Lausanne setzte sich in der Ausmarchung unter anderem gegen Grenoble (Frankreich) durch. Warum machte die Schweiz das Rennen? «Die Klimastreik-Bewegung in der Schweiz und insbesondere in Lausanne ist sehr motiviert und hat die nötige Erfahrung und Grösse, so einen Event auf die Beine zu stellen», sagt Mitinitiant Jonas Kampus (17). Zudem liege Lausanne im Herzen Europas und sei für alle Teilnehmenden gut erreichbar. «Alle reisen selbstverständlich mit dem Zug oder Bus an», so der Zürcher Kantischüler.

Die Klimastreiker treffen sich auf dem Gelände der Uni Lausanne. Die Hochschule stellt den Klimastreikern Räume gratis zur Verfügung. Dort finden Workshops, Vorträge und Diskussionen statt. Zum Abschluss ist am Freitag, 9. August ein grosser Klimastreik geplant.

Was ist das Ziel?

Es geht primär darum, dass sich die Klimastreiker aus ganz Europa besser vernetzen und die künftige Strategie diskutieren. «Wir wollen die Basis für eine europäische Klima-Bewegung schaffen», führt Kampus aus. Zudem sollen die Aktionen der Klima-Aktivisten zwischen den Ländern besser koordiniert und lokale Organisationen unterstützt werden.

Ist Greta mit dabei?

Ausgerechnet die Ikone der Klimastreiker fehlt in Lausanne: «Greta Thunberg wäre sehr gerne ans Treffen gekommen», so Kampus. Aus terminlichen Gründen sei sie jedoch verhindert.

Die schwedische Schülerin streikt seit August 2018 jeden Freitag die Schule, um gegen den Klimawandel zu demonstrieren. Sie ist der Auslöser der weltweiten Klimastreik-Bewegung.

Wer bezahlt den Anlass?

Des personnes sont couchees dans le restaurant Geopolis de l'UNIL (Univerite de Lausanne) pour protester contre l'inaction du gouvernement contre le changement climatique, lors d'une manifestation organisee par des membres

Klima-Aktivisten demonstrierten im April «schlafend» an der Uni Lausanne. Bild: KEYSTONE

Die Organisatoren rechnen mit Kosten von rund 150'000 Franken (Essen und Reisespesen der Teilnehmer). Man sei in Kontakt mit Interrail und Flixbus, um möglichst günstige Tickets zu erhalten. Die Klimastreiker haben ein Crowdfunding gestartet, um Geld für den Anlass zu sammeln. Ebenso suchen sie Übernachtungsmöglichkeiten für die Konferenzteilnehmenden.

Wie geht es in der Schweiz weiter?

Nach den schweizweiten Schülerstreiks vom 15. März und 6. April mit zehntausenden Teilnehmern ist es relativ ruhig geworden um die Klimastreik-Bewegung. Das dürfte sich bald ändern: Am 24. Mai steigt der nächste weltweite Klimastreik. In der Schweiz gehen die Schülerinnen und Schüler in über 20 Städten auf die Strasse.

Weiter ist am 28. September eine nationale Grosskundgebung in Bern geplant.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Cpt. Jeppesen 16.05.2019 20:29
    Highlight Highlight Liebe Klimaaktivesten, lernt von AOC, lernt reden, lernt die Massen zu begeistern, geht wählen, geht in die Politik. Macht dem Establishment die Hölle heiss, mit Fakten! Es muss ein Wechsel passieren.
    Play Icon
  • Smile1nce 16.05.2019 16:52
    Highlight Highlight Haben es nicht begriffen. Eigentlich sollte man von jungen Menschen erwarten können, dass man mal weiterdenkt. Warum muss die Konferenz in Lausanne physisch stattfinden? Warum keine Web-Konferenz wo Millionen zuschauen können.. (ist überhaupt so viel Intresse da?) Was ist das Ziel? Zusammen kommen und austauschen? vernetzten? Ernsthaft? Für mich Wischiwaschi ohne Konsequenzen.
  • SteveLaCroix 16.05.2019 13:38
    Highlight Highlight Wenn ich schon nur lese, dass mit Flixbus über günstige Preise verhandelt wird. Also erstens ist Flixbus ja schon drecksbillig und zweitens wäre es ein Widerspruch in sich, mit einer Dieselschleuder à la Flixbus zu einer Klima-Konferenz zu reisen... Aber diese Widersprüche sind ja das Normale, wenn man sieht, wie die Klimademonstranten die Plätze danach verlassen oder wie viele von denen dann im Sommer oder Herbst kurz nach Malle jetten...
    • noname666 16.05.2019 14:05
      Highlight Highlight war bei der letzten Klimademo in Bern dabei mit mehreren tausend Leuten. Der Helvetiaplatz wurde übrigens genau so hinterlassen wie er angetroffen wurde:)
      Und das Malle-Argument ist genau so aus der Luft gegriffen wie Substanzlos.
    • Garp 16.05.2019 14:30
      Highlight Highlight Die Klimademonstranten hatten eine eigene Putzequippe, die auch nicht wahnsinnig viel zu tun hatte. Spionierst du den Leuten hinterher, dass Du weisst, dass sie nach Malle fliegen?

      Ich würde schätzen, Ballermann ist eher Deins.
    • Klimapapi 16.05.2019 14:35
      Highlight Highlight Siehst Du, darum solltest Du Dich gut informieren. In Ländern wie Polen, wo die Bahn mehrheitlich mit Kohlestrom oder Diesel betrieben wird, schneidet ein vollbesetzter Car situativ ökologisch besser ab.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Hasek 16.05.2019 13:14
    Highlight Highlight Die Jugend organisiert sich für die grösste Bedrohung ihrer Zukunft. Das macht sie demokratisch von unten. Greta ist ein bekanntes Gesicht, sie ist aber nicht die "Führerin" der Jugendbewegung. Deshalb finde ich es deplatziert, dass dies scheinbar in den Titel muss. Wichtig ist, dass sich die Jugend bewegt und Stellung bezieht. Respekt dafür an die Jugendlichen!
  • TheRealDonald 16.05.2019 13:14
    Highlight Highlight Zum Glück ist Greta nicht dabei. Es soll um die Bekämpfung der Klimaerwärmung gehen und nicht um die Glorifizierung eines Kindes. Die Aktionen von Greta haben etwas losgetreten, aber sie darf jetzt nicht weiter im Zentrum des Geschehens stehen. Sonst wirkt das Ganze nur noch lächerlich. Und dafür ist die Situation definitiv zu ernst.
  • neutrino 16.05.2019 12:42
    Highlight Highlight Gute Idee, aber der falsche Weg. Bringt doch nichts, wenn Menschen mit gleichem Gedankengut und gleicher Lebenssituation sich in ihrer Blase austauschen, etc. Es braucht doch die Interaktion mit anderen Interessengruppen, mit der Bevölkerung, etc. Sonst kommen so "Visionen" zustande, ideologisch geprägt und realitätsfremd. Wie an einer SVP-Tagung oder an einer Juso-Veranstaltung. Grenzen sollen geschlossen werden, der Kapitalismus überwunden werden, etc...Ideen, die so nie umgesetzt werden können.
    • loquito 16.05.2019 12:58
      Highlight Highlight Warum. Denkst du echt, dass die Ideen und der Blickwinkel. Aus Südspanien der gleich wie aus Neorddeutschland odrr Schweden ist...
    • D_M_C 16.05.2019 13:10
      Highlight Highlight Genau das wird erreicht, wenn Menschen aus verschiedenen Ländern und verschiedenen Ideen und Ansätzen zusammen kommen.

      Die einzige Gemeinsamkeit, welche alle Klimastreiker gemein haben ist, dass sie den Klimawandel als das anerkennen, was er ist.
      Ein schwerwiegendes, aber lösbares Problem.
    • Rolf Meyer 16.05.2019 13:10
      Highlight Highlight Artikel nicht verstanden? Es geht darum eine Strategie und das weitere Vorgehen zu planen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Karl Marx 16.05.2019 12:38
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte beachte die Kommentarregeln.
    • almlasdn 16.05.2019 14:29
      Highlight Highlight Der Kommentar, auf den du Bezug nimmst, wurde bereits entfernt.
  • D_M_C 16.05.2019 12:33
    Highlight Highlight Nice, I like :)
  • Hierundjetzt 16.05.2019 12:29
    Highlight Highlight Tamy Glauser fehlt.
    • dmark 16.05.2019 13:20
      Highlight Highlight Ich kann da auch nicht kommen...
  • carajillo 16.05.2019 12:23
    Highlight Highlight Bei allem Respekt vor Greta Thunberg, so schlimm ist das ja nicht, dass sie dort nicht dabei sein kann. Das spannende an der Klimabewegung ist ja, dass sie - im Gegensatz zu den Medien - eben nicht diesem Personenkult huldigen. Viel wichtiger sind die Basisgruppen die sich selber organisieren und dann vernetzen und austauschen.
    Wäre Greta dort, wäre das natürlich schön, aber ich denke, die Medien würden sich hauptsächlich auf sie konzentrieren.
  • Ricardo Tubbs 16.05.2019 12:16
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte formuliere deine Kritik sachlich und beachte die Kommentarregeln.
    • Sigmund Gabriel (1) 16.05.2019 12:28
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    • Why-not? 16.05.2019 12:30
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    • D_M_C 16.05.2019 12:32
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