Schweiz
Klima

Rekordtemperatur im Jura: 21 Grad im Februar

Eine Frau mit einem Schirm laeuft neben eingeschneiten Autos, aufgenommen am Mittwoch, 10. Februar 2016 in Zuerich. (KEYSTONE/Ennio Leanza)
Die milden Temperaturen locken die Menschen an die SonneBild: KEYSTONE

Frühling im Winter: Im Jura ist es 21 Grad warm

Nach dem Orkan «Sabine» klettern die Temperaturen in der Schweiz auf über 20 Grad. Im Norden Europas braut sich derweil der nächste Sturm zusammen.
16.02.2020, 16:13
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Das milde Wochenende lässt die Temperaturrekorde purzeln. In Delsberg kletterte das Thermometer um die Mittagszeit bis auf 21 Grad. So warm war es im jurassischen Kantonshauptort noch nie im Februar.

Bisher betrug die Höchsttemperatur 20.5 Grad, wie MeteoSchweiz am Sonntag auf dem Kurznachrichtendienst Twitter bekanntgab. Sehr mild war es auch im Berner Oberland. In Adelboden wurden 16.3 Grad gemessen. Der bisherige Rekord mit 15.5 Grad stammt aus dem Februar 1978.

20 Grad im Februar sind aussergewöhnlich. Der absolute Rekord für die Messstation Basel-Binningen liegt bei 22 Grad. In Chur beträgt der Rekord gar 22.7 Grad.

Grossbritannien wurde derweil das zweite Wochenende in Folge von einem schweren Sturm heimgesucht. Hunderte Flüge wurden gestrichen, Soldaten mobilisiert, im Süden von Wales wurde wegen starker Regenfälle die höchste Warnstufe ausgerufen.

Bis Sonntagmittag zählte das Umweltamt eine Rekordzahl von fast 600 Flutwarnungen. Sturm- und Flutwarnungen gab es vom Süden Schottlands bis Wales im Südwesten von England. In Aberdaron, im südlichen Wales, wurden Windgeschwindigkeiten von 150 Stundenkilometern gemessen.

Wegen heftiger Regenfälle im Gefolge von «Dennis» rief der Wetterdienst für die Region Alarmstufe Rot aus. Dort fiel an einem Staudamm binnen 24 Stunden soviel Regen wie normalerweise in mehr als einem Monat.

British Airways und die Billigfluglinie Easyjet strichen am Sonntag hunderte Flüge. Am Vortag hatte Easyjet bereits rund 230 Flüge annulliert. Mehrere Sportveranstaltungen wurden ebenfalls vorsorglich abgesagt.

Möglicherweise kamen mehrere Menschen wegen der Unwetter ums Leben. Vor der Südküste Englands wurden am Samstagmorgen bei rauer See zwei Leichen geborgen. Bei einem der Toten handelt es sich womöglich um einen Mann, der Stunden zuvor von einem Tanker gefallen war. Im englischen Seebad Brighton suchten Polizisten nach einer jungen Frau, die Augenzeugen am frühen Sonntagmorgen am Strand gesehen hatten. (sda/afp)

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