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Ein paar Wünsche aus dieser Box kann sich die Familie Schnyder bald erfüllen.
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Bild: watson

«Die Hölle ist nur ein Vorort» – Artikel über Walliser Mutter löst grosse Solidarität aus

24.07.2020, 16:5625.07.2020, 16:22

Fünf Jahre lang trug Katrin Schnyder* den Kummer in der Brust, kämpfte gegen immer wieder aufkommende Schuldgefühle. Gegenüber watson öffnete sich die Walliserin und sprach darüber, wie sie als Mutter verarbeitet, dass sich ihr Ex-Partner an ihren Kindern sexuell vergangen hat. Am Freitag vor einer Woche erschien der Artikel auf watson.

Von den vielen positiven Reaktionen auf ihre Geschichte wurde die Mutter völlig überrascht. In der Kommentarspalte sprachen Hunderte ihre Unterstützung für Schnyder aus. Da sie sich nach der Scheidung verschuldet hatte, wollten viele watson-Leserinnen und -Leser Geld spenden. Die Autorin des Textes erhielt in den vergangenen sieben Tagen 650 E-Mails von Personen, die den Artikel gelesen hatten und eine Spende tätigen wollten. Auf das kurzfristig organisierte Konto wurde bis zum Freitagabend eine Summe im fünfstelligen Bereich eingezahlt. Das Geld wird Schnyder in den kommenden Tagen überwiesen.

«Es tut unfassbar gut, zu lesen, wie sich die Leute an meine Seite stellen.»
Katrin Schnyder

Die Freude bei der Walliserin ist riesig. Nicht primär über das viele Geld. Am Telefon sagt sie: «Seit einer Woche schlafe ich durch. Das ist mir in den letzten fünf Jahren nie mehr passiert.» Endlich alles zu erzählen und endlich den Druck von der Brust zu lassen, das habe besser gewirkt als alle Antidepressiva, die sie bisher geschluckt habe. «Es tut unfassbar gut, zu lesen, wie sich die Leute an meine Seite stellen.» Für diese Solidarität wolle sie sich bei der watson-Community herzlich bedanken.

Und natürlich auch für den grossen Spendenbeitrag. Seit neun Jahren sei sie nicht mehr in den Ferien gewesen. «Meine Kinder wünschen sich schon so lange, dass wir einmal alle gemeinsam ans Meer fahren. Das können wir jetzt endlich wahr werden lassen. Unglaublich!» Und auch den einen oder anderen Zettel aus der Wunschbox werde sie ihren Kindern erfüllen können. «Das ist ein kleiner Luxus, den wir uns schon sehr lange nicht mehr erlaubt haben», sagt sie hörbar gerührt.

*Name der Redaktion bekannt

(sar)

Künftige Spenden können gerne an eine Opferhilfe gerichtet werden, die sich um gewaltbetroffene Frauen und Kinder kümmert. Zum Beispiel die Lantana in Bern oder die Opferberatung in Zürich.

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