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Noëlle, Mattia und Martin gehören trotz jungen Alters zur Risikogruppe. bild: watson

«Die Solidarität kam für viele zu spät»: 3 junge Risikopatienten erzählen von ihrem Alltag

Sie sind unter 30 und gehören zur Risikogruppe: Für Noëlle, Mattia und Martin könnte das Coronavirus tödlich sein. Im Video erzählen sie, warum sie keine Angst haben, was sie sich vom Bund gewünscht hätten und warum sie sich dennoch privilegiert fühlen.



Noëlle, 22, Chemotherapie

Im vergangenen September bekam die 22-jährige Noëlle die Diagnose Lymphdrüsenkrebs. Nach monatelanger Chemotherapie hat sie Ende Februar den Krebs erfolgreich bekämpft und ist geheilt. Kurz nach dieser guten Nachricht musste sie sich isolieren; ihr Immunsystem ist immer noch stark geschwächt, weshalb das Coronavirus besonders gefährlich für sie sein könnte. Im Video erzählt sie, warum sie sich dennoch privilegiert fühlt und sich mehr Solidarität wünscht:

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Video: watson/Jara Helmi, Emily Engkent

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Mattia, 22, Muskeldystrophie

Wegen der Krankheit «Muskeldystrophie Typ Duchenne» bilden sich beim 22-jährigen Mattia die Muskeln zurück. Auch der Herz- und Lungenmuskel ist davon betroffen. Deshalb gehört Mattia zur Risikogruppe und muss sich mit der Isolation vor dem Coronavirus schützen. Im Video appelliert er an die «Deppen», die sich immer noch nicht an die Vorschriften des Bundes halten:

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Video: watson/Jara Helmi, Emily Engkent

Martin, 28, Morbus Crohn

Seit 15 Jahren nimmt Martin täglich immunsuprimierende Medikamente und seit sieben Jahren eine entzündungshemmende Infusion. Er leidet an der Morbus-Crohn-Krankheit, einer chronischen Darmerkrankung, und gilt deshalb als Risikopatient. Obwohl er sich eigentlich schon früh hätte vor dem Virus schützen müssen, wurde er anfangs nicht genug ernst genommen. Im Video erklärt er, warum für gewisse Angehörige der Risikogruppe die Massnahmen des Bundes zu spät kamen:

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Video: watson/Jara Helmi, Emily Engkent

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    Alle Leser-Kommentare
  • Name_nicht_relevant 27.03.2020 09:29
    Highlight Highlight Ich finde es bewundernswert wie viele Risikogruppen sich verhalten in dieser schwehren Zeit, jedoch sollten eure Bespile zeigen das es leider genug Risikomenschen gibt die genau dies nicht machen, trotzdem weiter Einkaufen und sich Frei bewegen. Wir die Arbeiten und auf euch Achten sind die Bösen wenn wir sie darum bitten abstand oder Zuhause zu bleiben. Ich wünschte mir es würden mehr sich so verhalten wie ihr und ich. Dies muss leider auch gesagt werden, auch wenn ein Paar Leuten dies nicht passt. Bleibt einfach Zuhause auch wenn es hart ist, ich kann nicht Garantieren das ich Gesund bleibe.
    • Deckardcain 27.03.2020 12:42
      Highlight Highlight <<trotzdem weiter Einkaufen>> Sind Sie einer der Hamstereinkäufe macht?
    • Name_nicht_relevant 27.03.2020 12:55
      Highlight Highlight @deckardcain ich musste von meiner Arbeitkollegin und vom Geschäft WC Papier mitnehmen und wir haben Seit 6 Monaten genau 2 Pack geholt. Wir kaufen alle 2 Wochen, das Nötigste und je nachdem mal Brot oder Aufschnitt fürs Wochenende. Alles in Allem sind wir bestimmt keine Hamsterkäufer, für das Arbeite ich zu viel und wenn ich im Laden bin ist alles schon weg.
    • Deckardcain 27.03.2020 14:06
      Highlight Highlight Ich find es Ehrenhaft das Ihr euch so bemüht eure Umgebung zu schützen, dennoch finde ich falsch Leute zu kritisieren weill Sie kurz einkaufen gehen.
  • Frausowieso 26.03.2020 22:31
    Highlight Highlight Ich bin ebenfalls eine junge Risikopatientin. Mein Arbeitgeber lies mich als Erste ins Homeoffice umziehen. In meinem Umfeld haben alle Verständnis und mehr Angst um mich, als ich selbst. Zur Zeit nehme ich keine Immunsups, jedoch weiss man bei Autoimmunerkrankten nie, wie der Körper reagiert. Meine grösste Angst ist jedoch, dass ich jetzt einen Schub bekomme und ein Organ versagt. Das wäre ein richtig blöder Moment. Danke an alle, die zu Hause bleiben.
  • Pjoter Lindowski 26.03.2020 22:08
    Highlight Highlight Speziell während der Chemotherapie kann schon eine normale Grippe fatal sein.
    Für die 3 Fälle also kein Neuland, sie wissen selber wie sich schützen, sind aber natürlich besonders auf Solidarität angewiesen, denn das liegt nicht bei ihnen.

Interview

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