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Crans-Montana: Gericht bestätigt U-Haft für Barbesitzer Moretti

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Gericht bestätigt U-Haft für Barbesitzer Moretti + Ehefrau befürwortet Entscheid

Im Walliser Wintersportort Crans-Montana kam es in der Nacht auf Neujahr zu einem verheerenden Brand in einer Bar, bei dem 40 Menschen ums Leben kamen, 116 wurden verletzt. Die aktuellsten Entwicklungen im Live-Ticker.
12.01.2026, 12:4512.01.2026, 14:55

Die wichtigsten Informationen

  • Während einer Silvesterfeier in Crans-Montana kam es zu einem Brand im Untergeschoss der stark besuchten Bar «Le Constellation» im Zentrum des Walliser Wintersportorts.
  • 40 Menschen aus mehreren Ländern sind bei dem Brand ums Leben gekommen. 116 wurden verletzt. Die Mehrheit der Brandopfer ist zwischen 14 und 24 Jahre alt.
  • Die Ermittlungen laufen. Der Besitzer der Bar, Jacques Moretti, zeigt sich kooperativ. Er befindet sich derzeit in Untersuchungshaft.
  • Bundespräsident Guy Parmelin (SVP) sprach am Abend des Neujahrstag in Sion von einer der «schlimmsten Tragödien» in der Geschichte der Schweiz. Am 9. Januar fand ein nationaler Trauertag statt.
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14:32
Jessica Moretti reagiert auf Inhaftierung ihres Mannes
Das Walliser Zwangsmassnahmengericht hat heute offiziell bestätigt, dass sich Jacques Moretti in Untersuchungshaft befindet. Nun hat sich auch Morettis Ehefrau, Jessica Moretti, dazu geäussert.
Die Anwälte von Jessica Moretti veröffentlichten ein Schreiben, in dem steht, dass sie die vorübergehende U-Haft für eine gute Idee halte.

Sie sei der Ansicht, dass das Zwangsmassnahmengericht ihrem Mann seine Freiheit wiedergeben werde, sobald dies sicher möglich ist. Jessica Moretti ist der Meinung, dass das Gericht mit der vorläufigen Inhaftierung ihres Mannes die richtige Entscheidung getroffen habe. (nib)
12:42
Gericht bestätigt Untersuchungshaft für Barbesitzer von «Le Constellation»
Das Walliser Zwangsmassnahmengericht hat am Montag Untersuchungshaft für den Barbesitzer Jacques Moretti in der Folge des Brandes in Crans-Montana angeordnet. Diese Entscheidung gilt zunächst für einen Zeitraum von drei Monaten, wie das Gericht am Montag mitteilte.

Das Gericht bestätigte damit den Antrag auf Untersuchungshaft der Staatsanwaltschaft. Die Walliser Generaltsaatsanwältin Beatrice Pilloud hatte die Festnahme am Freitag beantragt und mit Fluchtgefahr begründet. Morettis Frau hingegen bleibt auf freiem Fuss.

Das Zwangsmassnahmengericht (ZMG) erklärte sich in der Mitteilung «bereit, die Untersuchungshaft aufzuheben, sofern verschiedene von der Staatsanwaltschaft beantragte Massnahmen - darunter insbesondere die Hinterlegung von Sicherheiten - getroffen werden.» Diese Massnahmen erschienen als angemessen, um der Fluchtgefahr entgegenzuwirken. In der Zwischenzeit müsse die Freiheitsentziehung bestehen bleiben.

Weiter erinnerte das ZGM daran, «dass die Untersuchungshaft eine verfahrensrechtliche Haft ist, die ausschliesslich dazu dient, den ordnungsgemässen Ablauf der Ermittlungen zu gewährleisten». Für Jacques Moretti gilt weiterhin die Unschuldsvermutung. (sda)
12:40
Mailand kontrolliert Clubs
Nach der Brandkatastrophe von Crans-Montana hat der Mailänder Bürgermeister Giuseppe Sala eine sofortige Kontrolle von sämtlichen Vergnügungslokalen angeordnet. Das sagte er am Rande einer Gedenkfeier für einen verstorbenen Polizisten.

«In der Schweiz waren die Sicherheitsmassnahmen und der Brandschutz nicht ausreichend, aber wir müssen auch auf unsere eigenen Fälle schauen», sagte Sala laut einer Meldung der italienischen Nachrichtenagentur Ansa vom Montag. Er fügte hinzu, dass diese Räumlichkeiten «sehr oft» im Untergeschoss liegen würden.

Die Notausgänge müssten heute schon vorhanden sein, damit das Brandschutzzertifikat erteilt werde. Aber man müsse auch sicherstellen, dass sie geöffnet und das Personal geschult seien. «Es gibt also auch bei uns noch viel zu tun.» (sda/ansa)
7:48
Strafanzeige gegen Karikatur von Charlie-Hebdo eingereicht
Eine Karikatur der französischen Zeitung Charlie-Hebdo sorgte am Wochenende für Aufregung.
Die Zeichnung zeigte die verbrannten Opfer des Infernos, die Skifahren gehen.
Eine Autorin und ein Anwalt reichen daraufhin eine Strafanzeige bei der Walliser Justiz ein.
Für sie fällt die Karikatur unter Artikel 135 des Strafgesetzbuches, diese ahndet die Verbreitungen gewalttätiger Inhalte, die die Menschenwürde verletzt. (nib)
6:18
Bericht: 34 von 40 Toten starben auf der Treppe
Laut Informationen der italienischen Zeitung Il Giornale kam der Grossteil der Todesopfer von Crans-Montana auf der Treppe in der Bar, die vom Unter- ins Erdgeschoss führt, ums Leben. Die Zeitung beruft sich auf Dokumente der Römer Staatsanwaltschaft sowie auf Berichte von italienischen Polizisten, die am Tatort waren. Beim Unglück waren auch sechs junge Italiener verstorben. Die römische Staatsanwaltschaft hat ebenfalls ein Verfahren eingeleitet.

Die Treppe, die vom Eigentümer Jacques Moretti im Zuge eines Umbaus deutlich verkleinert worden war, verkam laut den Dokumenten für 34 der 40 Opfer zum Todesort. Die Barbesucher konnten das Untergeschoss, wo das Feuer blitzartig um sich Griff nicht rechtzeitig verlassen. Drei weitere Opfer schafften es zwar ins Freie, allerdings brachen sie dort zusammen und verstarben vor der Bar. (con)
20:28
80 Verletzte von Crans-Montana sind weiterhin in Spitalpflege
80 Verletzte befinden sich nach der Brandkatastrophe von Crans-Montana noch immer in Spitälern in der Schweiz und im Ausland. Das sagte der Walliser Staatsrat Mathias Reynard am Sonntag im Westschweizer Fernsehen RTS. Zehn von ihnen seien in Walliser Gesundheitseinrichtungen untergebracht.

Für das medizinische Personal sei die Situation «kompliziert und schwierig», sagte Reynard. Er dankte den Pflegepersonal für dessen Engagement.

In einigen Wochen würden die Verletzten die Verbrennungszentren verlassen und in die Spitäler zurückkehren, insbesondere im Wallis. Es sei daher wichtig, sich auch um das Pflegepersonal zu kümmern.

Für die Familien und Personen, die von der Tragödie betroffen sind, soll eine Hotline eingerichtet und direkte finanzielle Hilfe gewährt werden, kündigte er an.

Reynard betonte, dass es die Aufgabe der Justiz sei, nach den Verantwortlichen für das Drama von Crans-Montana zu suchen. Es müssten aber auch auf allen politischen Ebenen Massnahmen ergriffen werden. (sda)
16:21
Bar-Betreiber: Wunderkerzen waren «nie ein Problem»
Der Betreiber der Unglücksbar in Crans-Montana, Jacques Moretti, soll bei der Befragung durch die Staatsanwaltschaft erklärt haben, dass er Tischfeuerwerke als Brandursache für wenig wahrscheinlich erachte. Wie die französische Zeitung «Le Monde» unter Berufung auf Ermittlungsunterlagen schreibt, erklärte er, dass er die Entflammbarkeit der Schaumstoffdecke persönlich getestet habe.

Demnach erklärte Moretti, dass die in der Bar verwendeten Fontänen nicht genügend Kraft gehabt hätten, um den Kunststoff in Brand zu setzen. Zudem soll er ausgesagt haben, dass die Partyfontänen in der vergangenen Silvesternacht keine Neuheit gewesen seien: «Wir machen das seit zehn Jahren, es gab noch nie ein Problem.»

Weiter sagte Moretti, es sei seiner Ansicht nach «nicht unmöglich», dass die Kerzen den Brand verursacht hätten. Allerdings glaube er, «es muss noch etwas anderes geben». (t-online/dab)

18:05
Weitere Trauerbekundungen für Opfer von Crans-Montana
Auch nach dem nationalen Gedenken gab es weitere Zeichen der Anteilnahme. Beim Ski-Weltcup in Adelboden wurde vor dem Riesenslalom der Männer eine Schweigeminute für die Opfer des Brandes in Crans-Montana abgehalten. In Lutry wurden Blumen und Botschaften für sieben verstorbene Mitglieder des FC Lutry niedergelegt. Laut dem Schweizerischen Fussballverband kamen insgesamt neun junge Fussballspieler aus der Westschweiz ums Leben.

Die Walliser Staatsanwaltschaft äusserte sich auf Anfrage von Keystone-SDA nicht zu Berichten über den Barbetreiber. In der Schweiz kündigte der Waadtländer Staatsrat an, die Brandschutzkontrollen in öffentlichen Lokalen zu verschärfen und den Einsatz von Pyrotechnik zu verbieten.

In der norditalienischen Skidestination Livigno wurde Pyrotechnik in Bars, Restaurants und Diskotheken verboten. Auch Italiens Regierung prüft ein landesweites Verbot. (mke/sda)
14:27
Barbetreiber gibt zu: Servicetür war von innen verschlossen
Der Betreiber der Bar «Le Constellation» hat gegenüber Ermittlern zugegeben, dass eine Servicetür im Erdgeschoss in der Silvesternacht geschlossen war. Das berichtet RTS.

Jacques Moretti habe in der Nacht des Unglücks festgestellt, dass die Servicetür von innen verschlossen war. Er sei nach dem Brand am Ort des Geschehens angekommen und habe die Tür selbst von aussen geöffnet. Er habe mehrere leblose Körper vor der Tür gefunden. Ebenso sagte Moretti, dass er nicht wisse, warum der Ausgang verschlossen war.

Ausserdem räumte er ein, dass die Schaumstoffverkleidung an der Decke, die Feuer fing, selbst ausgetauscht zu haben. Er habe den alten Akustikschaum entfernt und durch Schaumstoff ersetzt, den er im Baumarkt gekauft hatte.

In einer ersten Version dieses Eintrags war von einer Notausgangstür im Untergeschoss statt von einer Servicetür im Erdgeschoss die Rede. (hkl/mke)
12:30
Italienischer Skiort verbietet Pyrotechnik in Lokalen
Nach der Brandkatastrophe in Crans-Montana VS erwägt Italien ein Verbot für Sprühkerzen in Lokalen. Die bekannte norditalienische Skiortschaft Livigno geht nun voran: Bürgermeister Remo Galli erliess eine Verordnung, die Pyrotechnik aus den Lokalen der lombardischen Gemeinde verbannt, wie Medien am Samstag berichteten.

Mit der Verordnung wird die Verwendung von Wunderkerzen und anderen Gegenständen mit offener Flamme in Bars, Restaurants, Diskotheken sowie Unterkünften verboten. Bei Verstössen sind Bussgelder zwischen 75 und 500 Euro vorgesehen.

«Wir haben die Pflicht, alles zu tun, um Touristen, Bürger und junge Leute zu schützen», erklärte der Bürgermeister, der auch gezielte Kontrollen durch die örtliche Polizei angeordnet hat. Der Gebrauch von Pyrotechnik habe sich in Lokalen in Berggemeinden stark verbreitet – und zwar nicht nur bei Partys, sondern auch bei Geburtstagsfeiern in Restaurants.

Die italienische Regierungschefin Giorgia Meloni hatte bereits am Freitag betont, sie wolle Pyrotechnik in Lokalen verbieten. «Die italienischen Vorschriften sind strenger als jene in der Schweiz, aber ich denke, dass man, wenn solche Dinge passieren, immer überlegen sollte, was man daraus lernen kann. Wir müssen über die Möglichkeit nachdenken, Pyrotechnik in Innenräumen zu verbieten», so die italienische Ministerpräsidentin bei der traditionellen Jahresabschluss-Pressekonferenz am Freitag in Rom.

Sechs italienische Teenager sind beim Brand in der Bar «Le Constellation» ums Leben gekommen. Weitere elf Personen werden wegen schwerer Brandwunden im Mailänder Krankenhaus Niguarda behandelt. (sda/apa)
11:51
Blumen und Botschaften für Brandopfer des FC Lutry VD
Im Stadion des FC Lutry sind am Samstag Blumen und Botschaften zu Ehren der beim Brand von Crans-Montana VS ums Leben gekommenen Vereinsmitglieder platziert worden. Der Waadtländer Fussballverein trauert um sieben junge Mitglieder.

Am vergangenen Freitag hatte der Schweizerische Fussballverband (SFV) mitgeteilt, dass insgesamt neun junge Schweizer Fussballspieler aus drei regionalen Westschweizer Vereinen bei dem verheerenden Brand in der Silvesternacht ums Leben gekommen waren. Mehrere weitere Spieler seien bei dem Brand in der Bar «Le Constellation» zudem verletzt worden.

Sieben der neun verstorbenen Spieler waren Mitglieder des FC Lutry. Die jungen Menschen seien «Teil unserer Familie» gewesen, schrieb der Verein auf seiner Website. (sda)

11:03
Schweigeminute an Ski-Weltcup in Adelboden für Crans-Montana VS
Zahlreiche Menschen haben vor dem ersten Lauf des Riesenslaloms der Männer am Ski-Weltcup in Adelboden BE am Samstag um 10.21 Uhr eine Schweigeminute für die Opfer der Brandkatastrophe in Crans-Montana VS abgehalten.




Bereits am Vortag waren die Feierlichkeiten zur Eröffnung des Ski Weltcups aus Respekt vor den 40 Toten und 116 Verletzten der Neujahrsnacht bewusst klein gehalten worden. Die Veranstalter wollten damit ein Zeichen der Solidarität setzen und Raum für Besinnung schaffen, wie sie bereits im Vorfeld mitteilten.

Auch wurde beim Weltcup-Gelände in der Kapelle im Boden ein Ort der Stille eingerichtet. Die Betriebe und Restaurants im Berner Oberländer Dorf blieben derweil offen. Das Rennprogramm findet am Wochenende wie geplant statt, wird aber von Gedenkmomenten begleitet. (sda)
17:25
Jugendliche aus Waadt erzählt, wie sie den Trauertag erlebt hat
Die 17-jährige Clara Fitzner gehört zur «Commission des jeunes» des Kantons Waadt. Sie wurde eingeladen, weil es unter den Opfern und Betroffenen der Brandkatastrophe in Crans-Montana auch junge Menschen aus ihrem Kanton gibt.
16:55
Schweigeminute in Kloten ZH
Die Stützpunktfeuerwehr Kloten, der Rettungsdienst Bülach und die Stadtpolizei Kloten haben ebenfalls mit einer Schweigeminute der Opfer von Crans-Montana gedacht.

14:55
Das sagt Augenzeugin Aline Morisoli
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Unglück in der Silvester-Nacht in Crans-Montana

Während einer Silvesterfeier ins Neujahr 2026 in Crans-Montana VS kam es zu einer Explosion und einem Brand in der Bar «La Constellation».

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Unglück in der Silvester-Nacht in Crans-Montana
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Unglück in der Silvester-Nacht in Crans-Montana

Während einer Silvesterfeier ins Neujahr 2026 in Crans-Montana VS kam es zu einer Explosion und einem Brand in der Bar «La Constellation».

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Dutzende Tote nach Brand und Explosion bei Silvesterparty in Crans-Montana
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Chill Dude
01.01.2026 08:34registriert März 2020
Der Kanton VS ruft dazu auf, keine unnötigen Risiken einzugehen, um die Spitäler nicht noch zusätzlich zu belasten.
Müssten da nicht einfach mal ein Tag die Skipisten geschlossen werden.
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kusel
01.01.2026 08:06registriert Januar 2015
Mein Beileid. So sollte Silvester nicht starten.
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Turicensis
01.01.2026 07:24registriert Januar 2021
Über Zürich fliegen im Halbstundentakt Rettungshelis aus SW an. Hab mich gefragt, was da los sein könnte.
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