Schweiz
Luftfahrt

Swiss sieht langfristig keine Perspektive für A220 in der Flotte

Der Swiss Airbus A220 HB-JCD landet nach einem Flug aus Graz am Flughafen Zuerich Kloten, am Donnerstag 9. Januar 2025 in Zuerich Kloten. Der Airbus A220 HB-JCD der Swiss war am 23. Dezember mit 74 Pa ...
Die Airline Swiss nimmt bis Ende nächsten Jahres ihren kleinsten Flugzeugtyp ausser Betrieb.Bild: keystone

Swiss sieht langfristig keine Perspektive für A220 in der Flotte

03.11.2026, 14:0903.11.2026, 14:09

Die Swiss sieht langfristig keine Perspektive mehr für den Airbus A220 in ihrer Flotte. Die Airline will den kleinsten Flugzeugtyp A220-100 bis Ende nächsten Jahres ausser Betrieb nehmen. Und das Ende der grösseren Variante A220-300 steht mittelfristig ebenfalls an.

Nachdem die Swiss vor einem Jahr wegen der Probleme mit der Triebwerkswartung und dem Ersatzteilmangel die Reissleine bei der A220-100 gezogen hatte, werden mittlerweile zwei der insgesamt neun Maschinen als Ersatzteillager für die restliche Flotte ausgeschlachtet.

Drei weitere Flugzeuge sind schon oder werden gerade ausgeflottet, um die Triebwerke für andere Maschinen nutzen zu können, wie Finanzchef Dennis Weber am Dienstag in einer Telefonkonferenz zum Neun-Monatsergebnis erklärte. «Die verbleibenden vier Flugzeuge werden noch im Sommerflugplan 2027 für uns in Betrieb sein.»

Aus für A220-300 im nächsten Jahrzehnt

Die 21 Maschinen der grösseren Variante A220-300 sollen auf jeden Fall weiter in Betrieb bleiben. Allerdings denkt die Swiss auch bei diesen über das Ende nach. Denn man wolle die Komplexität der Europaflotte reduzieren, also auch die A220-300 ausser Betrieb nehmen, sagte Weber: «Da sprechen wir aber über die 2030er Jahre.»

Denn unterschiedliche Flottentypen bedeuten auch immer einen höheren Trainingsaufwand für das fliegende Personal und die Mechaniker. Zudem brauche man mehr Ersatzteile, was die Wartung aufwendiger mache, sagte Weber weiter. Und die Swiss beabsichtige die Reduktion der Flottenkomplexität.

Es gebe diverse Überlegungen, wohin denn die A220-300 gehen könnten. «Sie sind auf jeden Fall noch nicht in einem Alter, wo sie ausgeflottet werden müssten», sagte Weber: «Die können noch weiter betrieben werden.» Es stelle sich die Frage, ob anderswo im Lufthansa-Konzern oder bei anderen Airlines.

«Das müssen wir uns mittel- und langfristig anschauen», sagte der Swiss-Finanzchef weiter. Gegebenenfalls würde man prüfen, weitere Airbus A320 dazuzunehmen.

Auch Langstreckenflotte komplex

Auch bei der Langstreckenflotte ist die Swiss mit mehreren Typen unterwegs. Zunächst würden die Airbus A340 ausser Dienst genommen. Auch die A330, die derzeit eine neue Kabine erhielten würden «auch nicht unendlich lang für uns fliegen», sagte Weber.

Erst danach sei die Reihe an der Boeing 777. Diese sei aber bei den Triebwerken zuverlässiger als gedacht. Die B777 «ist das absolute Rückgrat unserer Langstreckenflotte. Wir werden die Triple Seven noch sehr lange bei uns haben», sagte der Finanzchef. (awp/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Flug MH370 – Funde am Strand
1 / 13
Flug MH370 – Funde am Strand

Er suchte während Jahren unermüdlich nach Trümmerteilen von Flug MH370. Im Gegensatz zu den staatlichen Suchaktionen konzentrierte sich Blaine Gibson auf angeschwemmtes Strandgut.

quelle: epa blaine alan gibson / blaine alan gibson / handout
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Hier streift ein Flugzeug einen Lastwagen
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Lukas Reimann will das Söldnerverbot verschärfen
• Schweizer Jihadisten kämpfen im syrischen Bürgerkrieg mit. Sicherheitspolitiker wollen jetzt das Söldnerverbot verschärfen.
Zur Story