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Kispi soll vorübergehend als Asylunterkunft genutzt werden

Mitarbeiter des Pflegepersonals verlegen junge Patienten mit Krankenwagen vom alten Kinderspital im Zuercher Stadtteil Hottingen zum neuen Kinderspital in den Lengg, waehrend Umzugsarbeiter das Spital ...
Das alte Kinderspital in Zürich: Am Samstag wurde gezügelt.Bild: keystone

Kispi soll vorübergehend als Asylunterkunft genutzt werden

06.11.2024, 11:3906.11.2024, 11:39

Der Zürcher Regierungsrat soll prüfen, ob das seit dem Umzug leerstehende alte Kinderspital (Kispi) im Stadtteil Hottingen vorübergehend als Asylunterkunft genutzt werden kann. Dies fordern SVP-Kantonsräte in einem am Mittwoch veröffentlichten Vorstoss.

Mit dem Umzug des Kinderspitals nach Zürich-Lengg entstehe die «einmalige Gelegenheit», die Gemeinden im Kanton Zürich in den kommenden Jahren bei der Schaffung von neuen Asylunterkünften zu entlasten, schreiben die Kantonsräte in der Anfrage.

Für zwei Jahre als Asylunterkunft nutzen

Denn neue Asylunterkünfte zu schaffen, stelle die Gemeinden nicht nur finanziell vor grosse Herausforderungen. Sondern auch der gesetzlich vorgeschriebene Prozess verhindere ein schnelles und effizientes Handeln, heisst es im Vorstoss.

Deshalb soll die Regierung prüfen, ob die Gemeinden mit einer Zwischennutzung des alten Kinderspitals als Asylunterkunft für die kommenden 24 bis 26 Monate entlastet werden könnten. Weiter wollen die Parlamentarier wissen, ob die Regierung noch weitere Möglichkeiten sehe, leerstehende Räumlichkeiten, die im Besitz des Kantons sind, als Asylunterkünfte zwischenzunutzen.

150 Jahre am alten Standort

Das Kinderspital zog am vergangenen Samstag nach über 150 Jahren in Hottingen an seinen neuen Standort in Zürich-Lengg. Was mit dem alten Standort passiert, ist derzeit unklar. Er steht leer.

Der Bau des neuen Kispis dauerte sechs Jahre. Die Kosten liefen völlig aus dem Ruder und betrugen schliesslich stolze 761 Millionen Franken, worauf der Kanton dem Kispi finanziell unter die Arme greifen musste. (sda)

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