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Matterhorn in Welt-Hitliste des geologischen Erbes aufgenommen

epa06830571 The moonset on the iconic Matterhorn mountain, peaking at 4478m, is pictured from the Riffelsee Lake in the Riffelberg area above the alpine village of Zermatt, Switzerland, 22 June 2018.  ...
Das Matterhorn spiegelt sich im Riffelsee.Bild: EPA/KEYSTONE

Matterhorn neu in Welt-Hitliste des geologischen Erbes aufgenommen

Das Matterhorn gehört neu zu den weltweit herausragendsten Stätten des geologischen Erbes. 2022 wurden bereits die Blockgletscher des Engadins und 2024 die Glarner Hauptüberschiebung in diese Liste aufgenommen.
06.11.2026, 01:0006.11.2026, 06:33

Die Internationale Union der Geowissenschaften (IUGS) baut seit 2022 in einem breit abgestützten Prozess eine Liste der weltweit bedeutenden und einzigartigen Geo-Erbe-Stätten auf, wie die Akademie der Naturwissenschaften Schweiz mitteilte. Am Freitag wurde das Matterhorn in die Liste «IUGS Geological Heritage Sites» aufgenommen, die mittlerweile 300 Stätten umfasst.

Den Antrag hatte die Schweizerische Geo-Erbe-Kommission der Akademie der Naturwissenschaften Schweiz (SCNAT) gestellt.

Das ikonische Matterhorn gelte seit langem als «Idealberg», wird Jürg Meyer, Geologe, Bergführer und Mitglied der Schweizerischen Geo-Erbe-Kommission der SCNAT in einer Mitteilung zitiert. Der Tourismusmagnet mit seiner eindrücklichen und eleganten Form sei auch «geologisch einzigartig interessant».

Die äussere Form des Matterhorns sei während der letzten grossen Eiszeiten durch die Gletschersysteme um den Berg herausgearbeitet worden. Davon zeugten die auf allen vier Seiten heute noch vorhandenen Gletscherreste.

Afrika trifft Europa

Auch der «innere Gehalt» des Berges ist laut Meyer einmalig und erzählt überraschende geologische Geschichten: Das Matterhorn steht als tektonische Halbklippe am Nordost-Ende der riesigen Dent Blanche/Mont Mary-Decke, die sich via Dent d’Hérens, Dent Blanche bis ins Aostatal fortsetzt.

Diese Decke gehörte zum afrikanischen Grosskontinent und liegt über zwei Decken des ehemaligen Piemont-Ozeans. Die verschiedenen tektonischen Einheiten sind an der Ost- bis Nordseite des Matterhorns anhand der unterschiedlichen Farben und Erosionsformen der Gesteine zu erkennen.

Weiter nördlich, im tief eingeschnittenen Mattertal, tritt laut Meyer die unter allem liegende Mischabel-Siviez-Decke an die Oberfläche, die ein Stück des ehemaligen europäischen Kontinentalrandes darstellt. Damit seien übereinander Krustenteile sichtbar, die ursprünglich viele hundert Kilometer voneinander entfernt lagen. (sda)

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Riffelsee mit Blick auf das Matterhorn
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Riffelsee mit Blick auf das Matterhorn
quelle: gornergrat bahn
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Reto muss das «Matterhorn» erklimmen
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