Frau fährt mit Microcar in S-Bahn – Passagiere verärgert
Kuriose Szenen aus der S1: Mitten im Wagen stand am Dienstagnachmittag ein Microcar. Doch wie kam es dazu?
Wie 20minuten berichtet, sei die Lenkerin des Microcars auf der Strecke zwischen Bern und Freiburg am Bahnhof Bümpliz Süd zugestiegen – oder, besser gesagt, zugefahren. Ihr «Autöli» sei zu langsam, deshalb fahre sie nun mit dem Zug, zitiert ein Augenzeuge die Lenkerin gegenüber dem Portal.
Dass die Dame mit ihrer Aktion nicht nur Wohlwollen bei den anderen Passagierinnen und Passagieren einheimste, versteht sich von selbst. Das Auto habe so viel Platz verbraucht, dass man kaum noch aus dem Zug gekommen sei, sagt eine Passagierin gegenüber 20minuten. Und:
Die BLS, die Betreiberin der Bahn, sieht das ähnlich. Auf Anfrage von 20minuten heisst es, dass der Microcar für den Transport im öffentlichen Verkehr nicht zugelassen sei. Denn mit dem Abstellen oder Mitführen eines solchen Fahrzeugs im Einstiegsbereich blockiere man die Fluchtwege und den Ein- und Ausstieg anderer Fahrgäste.
«Sollten unsere Mitarbeitenden eine Person mit einem nicht zugelassenen Fahrzeug im Zug antreffen, weisen sie diese konsequent, aber mit dem nötigen Fingerspitzengefühl auf das Beförderungsverbot hin», heisst es weiter von Seiten der BLS. Insbesondere bei Passagieren mit eingeschränkter Mobilität oder Behinderungen gehe man sensibel und lösungsorientiert vor.
(cpf)
