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Gesundheit

Immer mehr Meldungen: Diese Raupen beschäftigen Fachleute

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Die Brennhaare der Eichen-Prozessionsspinner können Hautausschläge, Juckreiz, Augenreizungen und Beschwerden der Atemwege auslösen. Bild: www.imago-images.de

Unsichtbare Bedrohung: Achtung vor dieser Spinner-Raupe!

Die Eichenprozessionsspinner-Raupe sorgt für deutlich mehr Alarmmeldungen als sonst. Erstmals haben Fachleute in der Ostschweiz einen mehrere Hektaren grossen Befall festgestellt. Einzelne Badis im Kanton Zürich mussten wegen der Raupe Bereiche absperren.
07.07.2026, 12:5007.07.2026, 12:50

WAS IST DER EICHENPROZESSIONSSPINNER ÜBERHAUPT?

Der Eichenprozessionsspinner ist ein heimischer Nachtfalter. Problematisch sind seine Raupen: Sie leben auf Eichen und bilden winzige Brennhaare, die bei Menschen und Tieren allergische Reaktionen auslösen können.

Nest von Eichenprozessionsspinnern an einer Eiche in Düsseldorf, Deutschland Düsseldorf Nordrhein-Westfalen Deutschland *** Nest of oak processionary moths on an oak tree in Düsseldorf, Germany Düssel ...
Nest von Eichenprozessionsspinnern an einer Eiche.Bild: www.imago-images.de

WARUM BREITEN SICH DIE TIERE DERZEIT SO STARK AUS?

Die Art gilt als wärmeliebend. Fachleute vermuten deshalb, dass die steigenden Temperaturen im Zuge des Klimawandels die zunehmende Häufigkeit und Intensität der Befälle begünstigen. Gleichzeitig profitieren die Tiere von günstigen Witterungsbedingungen und können sich in manchen Jahren massenhaft vermehren. Von einer solchen Massenvermehrung spricht Waldschutz Schweiz, die Fachstelle der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL), in diesem Jahr.

MÜSSEN WIR UNS AUF MEHR EICHENPROZESSIONSSPINNER EINSTELLEN?

Das lässt sich nicht mit Sicherheit vorhersagen. Die hohe Zahl an Meldungen im Jahr 2026 zeigt aber, dass die Art derzeit von günstigen Bedingungen profitiert. Fachleute empfehlen deshalb, bekannte Eichenbestände künftig noch genauer zu überwachen.

SIND DIE RAUPEN NEU IN DER SCHWEIZ?

Nein. Der Eichenprozessionsspinner ist einheimisch. Bis etwa zur Jahrtausendwende trat er vor allem in der Genferseeregion, im Wallis und auf der Alpensüdseite auf. Seither werden zunehmend auch Befälle in nördlicheren Regionen registriert.

WORAN ERKENNT MAN EINEN BEFALL?

Typisch sind die dichten Gespinstnester an Stämmen und stärkeren Ästen. Sie können bis zu einem Meter lang werden. Nachts ziehen die Raupen in langen Kolonnen – den sogenannten Prozessionen – zu den Baumkronen, um dort die Blätter zu fressen.

Großes Gespinstnest des Eichenprozessionsspinners an Eichenstamm Large web nest of the oak processionary moth on an oak trunk Copyright: imageBROKER/MichaelxClaushallman ibxmcl14149207.jpg Bitte beach ...
Grosses Gespinstnest des Eichenprozessionsspinners an einem Eichenstamm.Bild: www.imago-images.de

WIE GEFÄHRLICH SIND DIE RAUPEN FÜR MENSCHEN?

Die Brennhaare können Hautausschläge, Juckreiz, Augenreizungen und Beschwerden der Atemwege auslösen. In seltenen Fällen sind auch schwere allergische Reaktionen bis hin zum allergischen Schock möglich.

MUSS MAN DIE RAUPEN BERÜHREN, UM BETROFFEN ZU SEIN?

Nein. Die Brennhaare werden mit dem Wind verbreitet und können sich in der Umgebung von befallenen Bäumen ablagern. Deshalb können Beschwerden auch ohne direkten Kontakt mit den Raupen auftreten. Die Brennhaare bleiben über Jahre hinweg wirksam. Auch alte Gespinstnester sowie Brennhaare im Unterholz oder auf dem Boden können noch gesundheitliche Probleme verursachen.

WAS SOLLTEN SPAZIERGÄNGER JETZT BEACHTEN?

Gespinstnester und Raupen sollten nicht berührt werden. Besonders aufmerksam sollte man an Waldspielplätzen, Grillstellen, Vitaparcours sowie entlang von Wegen in Eichenbeständen sein. Bei Verdacht auf einen Befall sollten die zuständigen Behörden oder Forstdienste informiert werden. (sda)

22.06.2026, Warnschild vor Eichenprozessionsspinner bei Bad Wörishofen, Ort: Wassertretanlage beim Kurpark an der Strasse nach Schöneschach. 22.06.2026, Eichenprozessionsspinner 22.06.2026, Eichenproz ...
Bei Verdacht auf einen Befall sollten die zuständigen Behörden oder Forstdienste informiert werden.Bild: www.imago-images.de

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2 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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KleinerOtte
07.07.2026 13:25registriert August 2018
Vor einigen Jahren war ich im Wald an einer Grillparty, danach hatte ich eine fiesen, massiv juckenden Hautausschlag an den Beinen, Armen und am Hals. Es hat sich herausgestellt, dass die Härchen des Prozessionsspinners der Auslöser waren - wohl mit dem Wind mitgetragen, da keine Raupen sichtbar waren. Der Ausschlag war noch Wochen später zu sehen. Akut half nichts gegen den üblen Juckreiz, nicht einmal Antihistaminika. Der Rat, die Gebiete um die Raupen zu meiden, ist also mehr als angebracht!
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