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Mailand-Reisende aufgepasst: Die Astoro-Flotte der SBB ist derzeit stark reduziert

Mailand-Reisende aufgepasst: Die Astoro-Flotte der SBB ist derzeit stark reduziert

Aktuell können sechs Astoro-Züge nicht eingesetzt werden. Die Federn in den Drehgestellen weisen nicht die geforderte Dauerfestigkeit auf und müssen ersetzt werden. 
26.09.2018, 14:4826.09.2018, 15:11
Zwei gekuppelte Astoro-Züge. (Bild: SBB)
Zwei gekuppelte Astoro-Züge. (Bild: SBB)

Die Verfügbarkeit der internationalen Astoro-Flotte der SBB ist derzeit stark reduziert. Aufgrund von fehlerhaft produzierten Federn stehen zurzeit vier von total 19 Fahrzeugen nicht zur Verfügung. Zwei weitere Astoro-Züge befinden sich in der Revision, wie die SBB am Mittwoch in einer Medienmitteilung schreiben. 

Die Astoro werden für den internationalen Verkehr zwischen Frankfurt–Basel–Mailand, Zürich–Mailand–Venedig und Genf–Mailand eingesetzt.

Angespannte Situation

Bis zum Austausch aller betroffenen Federn bleibt die Situation über die nächsten zwei bis drei Monate «angespannt», heisst es in der Medienmitteilung.  Die SBB bedauere diese Situation und entschuldigt sich für mögliche Unannehmlichkeiten. 

So kann es vorkommen, dass an Stelle von zwei gekuppelten Astoro-Zügen nur ein einzelner Zug eingesetzt werden kann und damit deutlich weniger Sitzplätze zur Verfügung stehen. Alternative Zugverbindungen für den nationalen Verkehr finden Fahrgäste im Onlinefahrplan www.sbb.ch/fahrplan.

Kein Sicherheitsrisiko

Die Federn in den Drehgestellen der ersten acht Astoro der zweiten Serie weisen nicht die geforderte Dauerfestigkeit auf und brechen daher frühzeitig. Der Hersteller übernimmt die Garantie und hat eine geprüfte Ersatzlösung bereitgestellt. 

Die betroffenen Federn müssen durch neue ersetzt werden. Bei gebrochenen Federn besteht kein Sicherheitsrisiko – das Fahrzeug muss jedoch ausgesetzt werden. Die SBB hat die Federn zusammen mit dem Hersteller überprüft und tauscht die defekten Federn laufend aus.

Nicht betroffen von diesem Problem sind die Astoro-Fahrzeuge der ersten Serie sowie auch die letzten vier produzierten Fahrzeuge der zweiten Serie. Auch Trenitalia verfügt über eine Flotte von sieben nahezu baugleichen ETR 610, welche in der Schweiz eingesetzt werden. Diese sind nicht von den fehlerhaften Federn betroffen.

Aufwändige Arbeiten

Für den Tausch der Federn müssen die Drehgestelle der Fahrzeuge aus- und wieder eingebaut werden. Dieser Prozess ist aufwändig. Trotz rascher Reaktion, kann die SBB nicht verhindern, dass es aktuell auf der Nord-Süd-Achse in Richtung Mailand zu Angebotseinschränkungen kommt. 

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