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Mann will SBB-Kondukteur mit 20 Franken bestechen – das ist die Strafe

Eine Person zieht waehrend eines Marktes auf dem Hevetiaplatz in Zuerich Schweizer Banknoten aus ihrem Portemonnaie, fotografiert am Freitag, 16. Februar 2024. (KEYSTONE/Gaetan Bally)
Mit 20 Franken wollte ein Fahrgast einen SBB-Kontrolleur bestechen. (Symbolbild)Bild: KEYSTONE

Mann will SBB-Kondukteur mit 20 Franken bestechen – das ist seine Strafe

An einem Dienstagnachmittag im Mai versuchte ein Fahrgast, einen SBB-Kondukteur zu bestechen. Nun muss der 61-jährige Zürcher ein Vielfaches des ursprünglichen Zuschlags bezahlen.
14.08.2026, 10:4317.08.2026, 11:37

Der 61-jährige Mann aus Zürich war auf dem Weg von Schlieren nach Glattbrugg, als er von einem SBB-Kondukteur kontrolliert wurde. Dieser stellte dabei fest, dass die Anschlusszone beim Billett fehlte. Der Passagier widersprach und sagte, er habe alle notwendigen Zonen gelöst.

Als der Kontrolleur auf seiner Sicht beharrte und die persönlichen Daten aufnehmen wollte, griff dieser laut Strafbefehl, der blue News vorliegt, zum Portemonnaie und bot dem Kondukteur 20 Franken an. «Komm, beruhige dich und vergiss das Formular. Hol dir einen Kaffee», soll er gemäss Strafbefehl gesagt haben.

«Huere Mafia-Verein»

Der Zugbegleiter habe die Banknote abgelehnt und geantwortet, dass Bestechung eine Straftat sei, heisst es weiter. Daraufhin habe der Passagier begonnen, auf Italienisch zu fluchen. Er sei an der Hardbrücke ausgestiegen und habe dem Kontrolleur sowie seinen Kollegen «huere Mafia-Verein» nachgerufen.

Die Bundesanwaltschaft hielt laut «blue News» fest, dass es sich um eine Bestechung handelte. Der Zürcher erhielt einen rechtskräftigen Strafbefehl über 30 Tagessätze zu 120 Franken, also insgesamt 3600 Franken, bei einer Probezeit von zwei Jahren. Hinzu kommen 500 Franken Verfahrenskosten, die in jedem Fall fällig werden.

In der Schweiz wird laut Polizei nur selten bestochen, schreibt «blue News». In den vergangenen Jahren seien nur ein Dutzend Personen pro Jahr wegen Bestechung polizeilich erfasst. (hkl)

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124 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Militia... is back!
14.08.2026 11:10registriert August 2025
Die Ironie, dass die Bestechung nicht funktioniert hat und man die Kontrolleure dann der Mafia-Methoden bezichtigt hat mich einigermassen zum Schmunzeln gebracht.
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bokl
14.08.2026 11:15registriert Februar 2014
"In der Schweiz wird laut Polizei nur selten bestochen. In den vergangenen Jahren seien nur ein Dutzend Personen pro Jahr wegen Bestechung polizeilich erfasst."
Herrlich naiv. Vielleicht wird in der Schweiz einfach sehr "erfolgreich" bestochen und wenig angezeigt.
22017
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derEchteElch
14.08.2026 10:56registriert Juni 2017
Bedingte Geldstrafen gehören abgeschafft!

Es kann nicht sein, dass Bussen immer fällig sind und bezahlt werden müssen (Übertretungen), während Vergehen mit bedingten Geldstrafen, verbunden mit einer lächerlichen Busse, abgehandelt werden und so sich sogar noch lohnen!
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