Eskaliertes Schulfest in Goldach: Neue Erkenntnisse nach Grosseinsatz
Doch keine Schüsse, dafür aber ein Messer: Die Kantonspolizei St.Gallen teilte am Montagnachmittag neue Informationen zum Grosseinsatz in der Nacht von Freitag auf Samstag. Bisher gebe es keine Hinweise, dass Schüsse abgegeben worden seien. Die wahrgenommenen Knallgeräusche stammten von Böllern. Gleichzeitig habe die Polizei einen Jugendlichen ermitteln können, welcher am Schulfest ein Messer bei sich gehabt habe.
Die Kantonspolizei St.Gallen habe umfangreiche Ermittlungen aufgenommen, heisst es in einer Mitteilung am Montag. Die Knallgeräusche könne man nun mit grösster Sicherheit auf pyrotechnische Gegenstände zurückführen.
Ausserdem wurde ein 15-jähriger Schweizer ermittelt, der am besagten Abend im Umfeld des Schulfestes mit einem Messer aufgetaucht sei. Inwieweit er mit dem Messer Personen bedroht oder erschreckt habe, werde nun abgeklärt. Es lägen aber keine Hinweise vor, dass der Jugendliche jemanden habe verletzen wollen.
Bisher kein Zusammenhang zwischen Messer und Böllern
Der 15-Jährige wurde nicht festgenommen. Bisher habe die Polizei auch keinen Zusammenhang zwischen dem Jungen mit dem Messer und den praktisch gleichzeitig wahrgenommenen Knallgeräuschen herstellen können.
Am Freitagabend war ein Schulfest im Oberstufenzentrum Goldach eskaliert. Kurz nach 20.20 Uhr gingen bei der Polizei verschiedene Meldungen von angeblichen Schüssen ein. Zeitlich wurde gemeldet, dass eine Person mit einem Messer in der Hand gesichtet worden sei.
Dies löste einen Grosseinsatz der Kantonspolizei St. Gallen aus. Rund 300 Schülerinnen und Schüler sowie Lehrpersonen wurden in die Aula des Schulhauses geführt und um 01.30 Uhr morgens evakuiert. Der Grosseinsatz wurde gegen 02.00 Uhr morgens beendet. (leh)
