Schweiz
Rassismus

«Muslime, die Nazis von heute»: Autor der «Basler Zeitung» wegen Rassissmus verurteilt

«Muslime, die Nazis von heute»: Autor der «Basler Zeitung» wegen Rassissmus verurteilt

23.08.2015, 09:5623.08.2015, 10:14

David Klein, Jazzmusiker und Gastautor der «Basler Zeitung» wurde vom Basler Strafgericht zu einer bedingten Geldstrafe verurteilt. Das berichtet die «NZZ am Sonntag». Klein hatte auf Facebook ein Video veröffentlicht, das zeigt, wie arabische Jugendliche gewaltsam gegen orthodoxe Juden vorgehen. Dazu hatte er geschrieben, was während des Dritten Reichs auf deutschen Strassen die Regel gewesen sei, gebe es jetzt in Jerusalem. Muslime seien «Abschaum», ein «verkommenes Pack» und «die Nazis von heute».

Das Strafgericht sieht in diesem Eintrag eine «gegen die Menschenwürde verstossende Herabsetzung der Muslime»: «Jemanden oder eine ganze Gruppe von Menschen als Nationalsozialisten zu verunglimpfen» wiege schwer. Da Klein als Jude selbst Familienangehörige im Holocaust verloren habe, sei er «verständlicherweise sehr empört» über den Film gewesen, was sein Verschulden etwas relativiere, schreibt das Gericht.

Der Autor zieht das Urteil, dessen Publikation er zu verhindern versucht hat, weiter. In der «Basler Zeitung» schreibt er regelmässig über Rassismus und Antisemitismus. Er hat zudem den Komiker Massimo Rocchi wegen mutmasslicher Rassendiskriminierung angezeigt. (pru)

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Bilaterale III: 59 Prozent Ja könnten nötig sein – die Sonntagsnews
Eine Hochrechnung der benötigten Ja-Stimmen zur Annahme des EU-Pakets, Swiss Steel plant einen Stellenabbau in Deutschland sowie eine Bilanzsanierung und der NDB-Direktor warnt vor chinesischen Tech-Firmen: Das und mehr findet sich in den Sonntagszeitungen.
Eine unveröffentlichte Analyse im Auftrag von Economiesuisse hat gemäss «SonntagsBlick» die Hürde für die Annahme der «Bilateralen III» bei einem obligatorischen Referendum beziffert. Demnach wären 59 Prozent Ja-Stimmen nötig, um neben dem Volksmehr auch das Ständemehr zu erreichen. Beim Wert handelt es sich um eine statistische Hochrechnung und nicht um eine Prognose, wie die Zeitung schrieb. Der Wirtschaftsdachverband Economiesuisse habe das Institut Sotomo mit der Untersuchung beauftragt, um die Ausgangslage zu kennen. Sotomo wertete laut «SonntagsBlick» dafür die wichtigsten Schweizer Europaabstimmungen seit dem EWR-Nein im Jahr 1992 aus.
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