Schweiz
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Der Zug aus Zürich konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen und prallte in den Prellbock.

Bild: KEYSTONE

Zug fährt in Prellbock im Luzerner Bahnhof – zwölf Verletzte



Bei einem Zugunfall im Bahnhof Luzern am Montagmorgen kurz vor 10 Uhr sind zwölf Passagiere leicht verletzt worden. Ein aus Zürich kommender Interregio konnte nicht rechtzeitig abbremsen und prallte in einen Prellbock.

Der Lokführer blieb unverletzt, wie Polizeisprecher Simon Kopp vor den Medien sagte. Die zwölf Leichtverletzten wurden vor Ort medizinisch betreut, und Ambulanzen brachten sie in umliegende Spitäler. Zur Art der Verletzungen konnte Kopp keine Angaben machen. Sie seien alle ansprechbar gewesen und konnten den Zug selbständig verlassen. In Einsatz stand auch die Feuerwehr.

Der Bahnverkehr war wegen des Unfalls in Luzern aber nicht beeinträchtigt.

Bild: KEYSTONE

Beim Unfallzug handelt es sich um den Interregio-Zug, der Zürich am Montagmorgen um 09.04 verlassen hatte. Der Aufprall im Bahnhof Luzern ereignete sich kurz vor 10 Uhr auf Gleis 6. Laut SBB-Sprecher Raffael Hirt fuhr der Zug mit «normalem Einfahrtstempo» in den Bahnhof ein, also mit 10 bis 15 km/h. Wie viele Personen im betroffenen Zug sassen, sei noch unklar, sagte Hirt.

Der Unfall führte zu keinen grösseren Beeinträchtigungen im Bahnverkehr. Da der Unfallzug an Ort und Stelle stehen blieb, mussten einige Gleisänderungen vorgenommen werden. Am Prellbock entstanden laut Hirt «minime Schäden».

Die Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle (Sust) wurde aufgeboten, um die Unfallursache zu untersuchen. Wie lange die Abklärungen dauern, ist unklar. Kopp sprach von mehreren Wochen oder Monaten.

Das Gleis 6 war wegen des Unfallzugs blockiert.

Bild: KEYSTONE

Im Sommer 2016 hatte sich im Bahnhof Luzern auch schon ein Auffahrunfall ereignet. Damals fuhr ein Zug in einen stehenden Zug. 13 Personen wurde leicht verletzt. Sie erlitten hauptsächlich Prellungen und Schürfungen. Beim stehenden Zug handelte es sich um einen sogenannten Messzug der SBB, mit dem Fahrleitungen überprüft werden. (sda)

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46Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Nightghost 03.02.2020 16:04
    Highlight Highlight Entgegen der Meinung dieses Pressesprechers der SBB wird dieser Vorfall (wenn nicht schon passiert) sehr schnell geklärt sein. #Insiderwissen
  • moontraveller 03.02.2020 14:49
    Highlight Highlight "Fun-Fact":
    In Kopfbahnhöfen sind die Prellböcke mit Verformungselementen unter dem Kopfperron ausgerüstet. So kann der Prellbock im Ereignisfall bis zu 3m mit dem Zug "mitfahren: und frisst dabei Bewegungsenergie, "fräst" dabei aber einen Teil des Kopfperrons auf. Dadurch können selbst Aufpralle mit relativ hohen Geschwindigkeiten einigermassen glimpflich ausgehen.
    Auf einem Foto ist zu sehen dass sich der Prellbock nur sehr wenig bis gar nicht verschoben hat. Die Endgeschwindigkeit dürfte also unter 5km/h gelegen haben, da aber viele schon standen gabs trotzdem ein paar Leichtverletzte.
  • Rolf Meyer 03.02.2020 12:26
    Highlight Highlight Warum können Züge eigentlich noch immer nicht von selbst bremsen?
    • samuel_97 03.02.2020 13:01
      Highlight Highlight Wieviele solche Unfälle passierten in den letzten Jahrzenten? Kann mich jedenfalls nicht erinnern..
      Lohnt es sich also, X Millionen in die Hand zu nehmen, um eine Problem zu lösen, dass gar keines ist?
      (Auch die Technik ist nicht perfekt und die Unfallrate ist wahrscheinlich jetzt schon 0.001% oder so was)
    • Oboist 03.02.2020 15:32
      Highlight Highlight @Astrogator Welches System soll das denn bitte sein?
    • Emil22 03.02.2020 17:52
      Highlight Highlight @skeeks In Luzern kommt das schon mal dann und wann vor: "Am Montag, 11. Juli 2016, um 11:58 Uhr kollidierte im Bahnhof Luzern die einfahrende S9 21941 Lenzburg – Luzern mit einer auf dem Gleis 10 abgestellten Messzugkomposition. Bei der Kollision wurden 13 Personen leicht verletzt."
    Weitere Antworten anzeigen
  • Aha2 03.02.2020 11:55
    Highlight Highlight Tja - SBB ist sprichwörtlich auf dem Abstellgleis. Türen, die nicht schließen, Mitarbeiter werden zerquetscht und Züge kommen verspätet oder gar nicht. Willkommen in der Bananenrepublik Schweiz.
    • Olmabrotwurst vs. Schüblig 03.02.2020 13:24
      Highlight Highlight Wilkommen auf Watson hier haben 20min Kommentare keinen Erfolg.
    • Bene883 03.02.2020 13:41
      Highlight Highlight und täglich grüsst der wohlstandsverwöhnte Wutbürger :)
    • Hans Maulwurf 03.02.2020 13:50
      Highlight Highlight @Olmabrotwurst vs. Schüblig
      Schach matt. Dieser Wutbürger-Kommentar hätte bei 20 Minuten wohl in der Tat die umgekehrte Resonanz an Likes/Dislikes. Werde dies mal einem wissenschaftlichen Feldtest unterziehen und belegen :)
    Weitere Antworten anzeigen
  • Knut Knallmann 03.02.2020 11:48
    Highlight Highlight Man kann fast vom Glück reden, dass es sich nicht um einen doppelstöckigen Zug gehandelt hat. Die Treppen dort können schon bei normalen Bremsmanövern gefährlich werden...
    • Froggr 03.02.2020 11:57
      Highlight Highlight Hinten ist der Zug doppelstöckig. Die Zugmaschine ist immer einstöckig.
    • h-max 03.02.2020 12:25
      Highlight Highlight Es würde auch vollkommen reichen, erst vom Sitz aufzustehen wenn der Zug anhält... :) Ich verstehe nicht warum jeder schon >10min vor der Ankunft zur Tür rennen (und die Ein-/Ausgänge der Toiletten versperren) muss...
    • -thomi- 03.02.2020 12:35
      Highlight Highlight @h-max. Weil es äusserst wichtig ist, als Erster aus dem Zug auszusteigen. Das ist vielen Leuten derart wichtig, dass sie gleich stehen bleiben, statt sich auf einen der freien Plätze zu setzen (weil schon teilweise besetzt...)
    Weitere Antworten anzeigen
  • goschi 03.02.2020 11:47
    Highlight Highlight "handelt es sich um den Schnellzug, den Zürich um 9.04 Uhr verlassen hatte."

    Jetzt haben die Städte das Bahnnetz schon so satt, dass sie direkt gesamt den Zug verlassen? :-o
    • Bütschgi 03.02.2020 12:25
      Highlight Highlight Haha! 😅
      Was so ein winziger Buchstabe bewirken kann.
    • -thomi- 03.02.2020 12:31
      Highlight Highlight Hach. Fallfehler. Herrlich.
    • HP G 03.02.2020 19:30
      Highlight Highlight Man lernt ja heute keine Fälle mehr.
      Dafür so Worte wie Dativ, Nominativ, Genitiv und so.
      Ja, der Akku kommt auch mal vor....
    Weitere Antworten anzeigen
  • weissauchnicht 03.02.2020 11:37
    Highlight Highlight „Beim Unfallzug handelt es sich um den Schnellzug, den Zürich um 9.04 Uhr verlassen hatte.“

    Der arme Zug, der von Zürich einfach so verlassen wurde. Aber bei so dynamischen Städten weiss man halt nie, wo sie sich hinbewegen...😉
  • I_am_Bruno 03.02.2020 10:54
    Highlight Highlight Hoffentlich ist nichts schlimmes passiert. Ich erinnere mich an eine Installation im Verkehrshaus, in der man von 13 km/h auf 0 durch einen Aufprall gebremst wurde. Das war schon heftig, alleine bei dieser recht geringen Geschwindigkeit.
    • Himan 03.02.2020 11:29
      Highlight Highlight 3 Tonnen und 600 Tonnen sind ein kleiner unterschied...
      Das hat nichts mit Autofahren gemeinsam
    • Makatitom 03.02.2020 12:54
      Highlight Highlight Das Gewicht spielt ja wohl nur eine Rolle wenn man selber aufprallt. Wenn man hingegen "nur" im Zug herumfliegt ist die Geschwindigkeit durchaus relevant
    • aglio e olio 03.02.2020 13:12
      Highlight Highlight Ich wiege im Auto oder im Zug jeweils gleich viel.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Pümpernüssler 03.02.2020 10:52
    Highlight Highlight Da war wohl jemand zu zügig unterwegs.
    • P. Meier 03.02.2020 11:36
      Highlight Highlight Man sieht es auf dem Bild nicht so genau, aber all zu schnell dürfte der Zug nicht mehr gewesen sein. Da reichen auch unter 5 km/h für Verletzte, da viele Passagiere schon stehen und sich selten festhalten. Je nach Zugstyp hat es auch noch Treppen.
    • The Juice 03.02.2020 12:05
      Highlight Highlight Badum tss
    • Oboist 03.02.2020 15:43
      Highlight Highlight @Magnum44
      Darum heisst es ja Prellbock.
      scnr

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