Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Tschüss blaues GA, ciao blaues Halbtax: Ab morgen gibts nur noch den roten «SwissPass» 



ZUR MELDUNG, DASS „SWISSPASS“-KUNDEN AUF AUTOMATISCHE VERLAENGERUNG VERZICHTEN KOENNEN, STELLEN WIR IHNEN AM DONNERSTAG, 23. APRIL 2015, FOLGENDES ARCHIVBILD ZUR VERFUEGUNG -  Der SwissPass ist zu sehen an einer Medienkonferenz in Bern am Dienstag, 10. Maerz 2015. (KEYSTONE/Thomas Hodel)

Bild: KEYSTONE

Ab dem morgigen Samstag erhalten alle SBB-Kunden, die ein Generalabonnement oder Halbtax kaufen oder ihr Abo verlängern, statt des gewohnten blauen Kärtchens die rote Chipkarte namens «SwissPass». Einige Tausend SBB-Kunden reisen schon heute mit dem «SwissPass».

Der «SwissPass» ist schweizweit gültig; sämtliche Transportunternehmen machen mit. Seit dem 1. Juni können SBB-Kunden bereits wählen, ob sie beim Kauf oder der Verlängerung ihres Abos einen «SwissPass» oder ein blaues Kärtchen wollen. Einige Tausend rote Chipkarten hat die SBB so schon verkauft, wie SBB-Mediensprecherin Lea Meyer am Freitag sagte.

Der «SwissPass» enthält nebst dem Foto jeweils den Namen, die Kundennummer und das Geburtsdatum des Trägers. Die Infos zur Art des Abos und zum Ablaufdatum sind allerdings nicht auf der Karte selbst gespeichert, sondern zentral abgelegt.

Um diese Daten abzufragen, muss bei einer Kontrolle der integrierte Chip mit einem Gerät gescannt werden. Die Billettkontrolle wird deshalb etwas mehr Zeit in Anspruch nehmen.

So sieht der neue SBB-Hochgeschwindigkeitszug aus

In einem ersten Schritt werden das GA und das Halbtax auf dem Pass gespeichert. Die Karte eröffnet aber auch neue Möglichkeiten: Schritt für Schritt sollen weitere Abonnemente und Billette des öffentlichen Verkehrs sowie von Partnerdiensten dazukommen.

So ermöglicht der «SwissPass» auch den Zugang zu Angeboten von Mobility, Publibike oder von Skigebieten. Damit will die SBB unter anderem die Anzahl und den Vertrieb der produzierten Karten reduzieren - nicht zuletzt im Interesse der Nachhaltigkeit.

Kritik von Konsumentenschützern

Die rote Karte hat auch Kritiker: Konsumentenorganisationen bemängelten im Vorfeld, dass GA und Halbtax künftig nahtlos verlängert werden, sofern die Kunden nicht kündigen.

Umfrage

Ein Chip im SBB-Abo. Wie findest du das?

  • Abstimmen

2,943

  • Finde ich nicht gut. 25%
  • Stört mich nicht. 47%
  • Frechheit! Sie SBB wollen einfach nur Daten sammeln. 28%

Die SBB beschloss daraufhin, dass die Abonnenten schon beim Kauf ihr Abo explizit nur für ein Jahr erwerben können, wie Meyer sagte. Zudem würden die Kunden 60 Tage vor der automatischen Verlängerung per Brief auf den möglichen Kündigungstermin aufmerksam gemacht. Gekündigt werden kann am Schalter, per Post, online oder per Telefon.

Bald trägt das SBB-Personal freche rote Kragen, aber was war davor? Die Uniformgeschichte in Bildern

Bedenken gab es auch in Sachen Datenschutz. Denn die Scan-Geräte registrieren, welche Kunden wann auf welcher Strecke kontrolliert wurden. Diese Daten werden dann 90 Tage lang gespeichert - für den Fall von Streitigkeiten.

Mit dem Chip sei aber keine Ortung möglich, hielt die SBB fest. Es werde nicht registriert, wo die Kunden ein- und ausstiegen. Auch sollen die Daten nicht für Werbezwecke verwendet werden.

Komplikationen mit Partner-GA

Bei der Einführung gab es auch Komplikationen mit den Partner- und Familien-GAs, sofern die Inhaber ihre Abos nicht gleichzeitig verlängerten. Es handelt sich dabei um gekoppelte GAs: So besitzt beispielsweise eine Ehefrau ein Basis-GA und ihr Ehemann ein günstigeres Partner-GA.

Anfangs sei vorgesehen gewesen, dass die Inhaber von Basis- und Partner-GAs diese gleichzeitig verlängern mussten, um einen «SwissPass» zu erhalten, sagte SBB-Mediensprecherin Lea Meyer. Sie bestätigte damit einen Bericht des «Beobachters».

Die SBB habe jedoch, auch nach Kundenreaktionen, eingesehen, dass das so keinen Sinn ergebe. Wenn der Ehemann beispielsweise das Partner-GA im August verlängern will und somit einen «SwissPass» erhält, dann hätte die Ehefrau auch im August ihr Abo um ein Jahr verlängern müssen, obwohl sie das GA vielleicht erst im Mai neu gekauft hatte.

Dafür gebe es nun aber eine Lösung, sagte Meyer. Für verlängerte Partner- und Familien-GAs gebe es künftig weiter ein blaues Kärtchen, bis das Haupt-GA auf einen «SwissPass» geladen wird. (sda)

Wie der Teufel dank der Neat aus dem Gotthard verscheucht wurde: Die Geschichte des längsten Tunnels der Welt

Das könnte dich auch interessieren:

CVP fährt grosse Negativ-Kampagne gegen andere Parteien – die Reaktionen sind heftig

Link zum Artikel

Wo du in dieser Saison Champions League und Europa League sehen kannst

Link zum Artikel

Migros Aare baut rund 300 Arbeitsplätze ab

Link zum Artikel

Eine Untergrund-Industrie plündert Banking-Apps wie Revolut – so gehen die Betrüger vor

Link zum Artikel

YB droht Bickel mit Gericht, nachdem er als Sportchef 40 Mio. verlochte

Link zum Artikel

Warum wir bald wieder über den Schweizer Pass reden werden

Link zum Artikel

«Ich hatte Sex mit dem Ex meiner besten Freundin…»

Link zum Artikel

Die amerikanische Agentin, die Frankreichs Résistance aufbaute

Link zum Artikel

Matheproblem um die Zahl 42 geknackt

Link zum Artikel

Wie gut kennst du dich in der Schweiz aus? Diese 11 Rätsel zeigen es dir

Link zum Artikel

«In der Schweiz gibt es zu viel Old Money und zu wenig Smart Money»

Link zum Artikel

So schneiden die Politiker im Franz-Test ab – wärst du besser?

Link zum Artikel

Röstigraben im Bundeshaus: «Sobald ich auf Deutsch wechsle, sinkt der Lärm um 10 Dezibel»

Link zum Artikel

So erklärt das OK der Hockey-WM in der Schweiz die Ähnlichkeit zum Tim-Hortons-Spot

Link zum Artikel

Die Geschichte von «Ausbrecherkönig» Walter Stürm und seinem traurigen Ende

Link zum Artikel

«Informiert euch!»: Greta liest den Amerikanern bei Trevor Noah die Leviten

Link zum Artikel

Keine Angst vor Freitag, dem 13.! Diese 13 Menschen haben bereits alles Pech aufgebraucht

Link zum Artikel

Der Kampf einer indonesischen Insel gegen den Plastik

Link zum Artikel

«Ich bin … wie soll ich es sagen … so ein bisschen ein Arschloch-Spieler»

Link zum Artikel

Alles, was du über die neuen iPhones und den «Netflix-Killer» von Apple wissen musst

Link zum Artikel

15 Bilder, die zeigen, wie wunderschön und gleichzeitig brutal die Natur ist

Link zum Artikel

Shaqiri? Xhaka? Von wegen! Zwei Torhüter sind die besten Schweizer bei «FIFA 20»

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

Themen
6
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
6Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • jules_rules 31.07.2015 20:36
    Highlight Highlight also ich habe vorgestern mein GA verlängert und konnte nicht nur für ein Jahr kaufen. Mir wurde nicht gesagt, dass man diese option hat. soviel dazu also ...
  • mafussen 31.07.2015 18:57
    Highlight Highlight https://www.facebook.com/ChChuckNorris/posts/1568019433485306:0
  • gfc 31.07.2015 17:41
    Highlight Highlight Ein gut funktionierendes System wird ersetzt durch ein ineffizienteres. Bravo.
  • Aribr 31.07.2015 15:44
    Highlight Highlight so unnötig
  • Ernesto_Mueller 31.07.2015 15:36
    Highlight Highlight Heute mein neues (altes) GA erhalten.
    Hatte mal wieder mehr Glück als Verstand. :-)
    Nach 1 jähriger Beta Phase werde ich in einem Jahr aufs rote GA umsteigen und alle Kinderkrankheiten sind hoffentlich behoben bis dann.
  • The Destiny // Team Telegram 31.07.2015 15:23
    Highlight Highlight Schade läuft mein Halbtax demnächst aus...
    Werde in Zukunft wohl mehr bezahlen müssen für den ÖV. :(

Vermummte greifen nach Fussball-Cupspiel in Zürich Polizisten an

Nach dem Cupspiel vom Freitag zwischen dem Grasshoppers Club Zürich und dem FC Servette haben sich in Zürich mehrere Personen, die teilweise Fankleidung des Grasshoppers Club trugen, vermummt und Steine gegen Polizisten geworfen. Ein Beamter wurde verletzt.

Die Polizei setzte Gummischrot und Reizstoff ein, wie die Stadtpolizei Zürich am Samstag mitteilte. Daraufhin habe sich die Situation beruhigt.

Der Mob, welcher sich zuvor vor dem Stadion aus mehreren Dutzend Personen formiert hatte, begab sich …

Artikel lesen
Link zum Artikel