Schweiz
Schule - Bildung

Lehrer wehren sich: Bauernverband will Kühe an Schulen

«Schnapsidee»: Lehrer wollen keine Kühe im Klassenzimmer

17.01.2016, 05:4817.01.2016, 09:35

Weil viele urbane Kinder noch nie einen Stall von innen gesehen hätten und daher nicht wüssten, wie die Milch von der Kuh in den Tetrapak kommt, will der Schweizerische Bauernverband eine Bildungsoffensive starten. Vorbild ist eine Methode aus den USA.

«Kinder werden irgendwann erwachsen und zahlen Steuern. Dann sollten sie wissen, warum sie mit ihrem Geld die Bauern unterstützen»: Bauernverbands-Präsident Ritter.
«Kinder werden irgendwann erwachsen und zahlen Steuern. Dann sollten sie wissen, warum sie mit ihrem Geld die Bauern unterstützen»: Bauernverbands-Präsident Ritter.
Bild: KEYSTONE

Seit 30 Jahren bereits gibt es das Projekt «Schule auf dem Bauernhof»: Kinder besuchen im Rahmen des Unterrichts einen Landwirtschaftsbetrieb. Doch weil die Nachfrage aufgrund des gedrängten Lehrplanes abnehme und die Kinder nicht mehr zu den Kühen gehen würden, müssten nun halt die Kühe zu den Kindern. «Unsere Kommunikationsverantwortlichen besprechen die Idee nächste Woche», bestätigt Markus Ritter, Präsident des Bauernverbandes im SonntagsBlick. «Wir sind im Gespräch mit Personen, die Erfahrung mit ähnlichen Projekten haben.»

Kalifornische Milchproduzenten etwa besuchen jährlich 400'000 Schüler mit ihrem «mobilen Klassenzimmer». Dazu fahren sie mit einem Viehtransporter vor, Kuh samt Kalb im Gepäck. Die Kinder dürfen die Tiere anschauen und anfassen, ein Instruktor referiert über Melktechniken und Milchentstehung.

Der Schweizer Lehrerverband ist nicht überzeugt und will das Projekt «unter keinen Umständen unterstützen», sagt Vizepräsidentin Marion Heidelberger. «Dieses Modell ist nicht vereinbar mit einem sorgfältigen Umgang mit Tieren. Da wird eine Kuh in den Lastwagen gesperrt, in die Schule gefahren und die Kinder sitzen da wie vor dem TV – was für eine Schnapsidee!» (kad)

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Datenklau beim Bund könnte Mitarbeitende im Ausland gefährden – Schlagzeilen vom Sonntag
Ein Datenleck bei einem externen Anbieter der Pensionskasse Publica könnte für Bundesangestellte Folgen haben. Zudem sind die Covid-Kontrollen des Bundes abgeschlossen, während ein dänisches AKW-Start-up seinen Hauptsitz nach Zug verlegen will. Das und mehr findet sich in den Sonntagszeitungen.
Der Bund hat nach einem Datenklau bei einem externen Software-Anbieter der Pensionskasse Publica gemäss «SonntagsBlick» hohe Risiken festgestellt. Er geht von erheblichen Schäden und längerfristigen Auswirkungen für gegenwärtige wie pensionierte Beschäftigte des Bundes aus, wie die Zeitung schrieb. Finanzministerin Karin Keller-Sutter habe am Mittwoch eine entsprechende Informationsnotiz in den Bundesrat eingebracht. Besonders betroffen seien die «Sicherheitsorgane des Bundes», hiess es laut «SonntagsBlick» darin. Der Bund warne intern, dass bestimmte Mitarbeitende von Behörden anderer Länder erkannt, vertieft befragt oder im Extremfall festgesetzt werden könnten. Der Staatssekretär für Sicherheitspolitik, Markus Mäder, habe einen geheimen Auftrag erhalten. Das Verteidigungsdepartement wollte sich laut «SonntagsBlick» dazu nicht äussern.
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