Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Levrat vor Rücktritt: Jetzt kommt es zum Kampf ums Präsidium der SP Schweiz

Der SP-Präsident tritt wohl 2020 ab, der linke und der rechte Parteiflügel drängen in die Lücke. Bereits werden Namen gehandelt.

Lorenz Honegger / ch media



Christian Levrat, candidat PS au Conseil des Etats, centre, est photographie lors de la journee des resultats du second tour des elections au Conseil des Etats, ce dimanche, 10 novembre 2019 a Fribourg. (KEYSTONE/Anthony Anex)

Seit 2008 präsidiert Christian Levrat die SP. Noch diesen Monat dürfte er seinen Rücktritt einreichen. Bild: KEYSTONE

Als die Genossinnen und Genossen im März 2008 den damals 38-jährigen Christian Levrat zum neuen SP-Präsidenten wählten, hiess der US-Präsident George W. Bush, der Schweizer Bundespräsident war ein gewisser Pascal Couchepin, und das iPhone gab es hierzulande noch gar nicht zu kaufen.

Im April 2020 dürfte die Ära Levrat an der Spitze der SP Schweiz nach zwölf Jahren enden. Gut informierte Kreise erwarten die Rücktrittsankündigung bis spätestens am 30. November bei der Delegiertenversammlung in Bern. Levrat bestätigt dies indirekt: «Dort werden wir Bilanz ziehen über die Wahlen. Und auch personelle Fragen stehen zur Diskussion», sagt der am Sonntag als Ständerat wiedergewählte Freiburger in der «NZZ am Sonntag».

Die Ungeduld der Genossen und Genossinnen wächst

Levrats Rücktritt mag noch nicht offiziell sein, doch schon seit Wochen drängen Vertreter der verschiedenen Parteiströmungen in das sich abzeichnende Machtvakuum. Ungeduld macht sich breit.

Die Genossen wollen ihre Partei neu ausrichten, nachdem diese bei den Wahlen im Oktober mit 16.8 Prozent Wähleranteil das schlechteste Ergebnis ihrer Geschichte erzielte und am Sonntag im Kanton Waadt einen Ständeratssitz an die Grünen abgeben musste. Allen ist klar: Es muss sich etwas ändern.

«Jeder, der etwas bewegen will, muss sich das ernsthaft überlegen. Nach dieser Niederlage ist es zwar ein schwieriges Amt, aber auch ein extrem spannendes.»

In einem Interview mit dem «Sonntags-Blick» kritisiert die Zürcher Panaschierkönigin und SP-Nationalrätin Jacqueline Badran, die Schweizer Sozialdemokratie verliere sich in Nebenschauplätzen: Debatten darüber zu führen, ob man noch «Mohrenkopf» sagen dürfe oder ob ein Handwerker mit einem Pin-up-Girl im Spind ein «sexistisches Arschloch» sei, brächten nichts.

Politisch verteidige die SP derzeit hauptsächlich die Errungenschaften des vergangenen Jahrhunderts. «Wir haben uns darin verstrickt, die Brösmeli, die das System noch abgibt, grösser machen zu wollen.» Währenddessen profitierten die Grünliberalen und die Grünen davon, dass sie die Sehnsucht nach einem Umbruch als «vermeintlich neue Kräfte» bedienen könnten.

ARCHIVBILD ZUR MELDUNG, DASS CEDRIC WERMUTH IM 2. STAENDERATSWAHLGANG NICHT MEHR ANTRETEN WIRD --- Cedric Wermuth, SP Nationalrat, im Wahlzentrum des Kanton Aargau am Sonntag, 20. Oktober 2019, in Aarau. (KEYSTONE/Patrick B. Kraemer)

Cédric Wermuth äusserte Interesse am Parteipräsidium. Bild: KEYSTONE

Badrans Aussagen zeigen: Die Erwartungen an Levrats Nachfolge sind immens. Einig ist man sich, dass eine Frau aus der Deutschschweiz das Parteipräsidium übernehmen soll. Als mögliche Nachfolgerinnen gelten die Berner Nationalrätinnen Flavia Wasserfallen und Nadine Masshardt, aber auch deren Zürcher Kolleginnen Mattea Meyer und Min Li Marti.

Als männliche Co-Präsidenten kommen allenfalls der Aargauer Nationalrat Cédric Wermuth oder sein neu gewählter Bündner Kollege Jon Pult in Frage. Wermuth signalisierte in den Tamedia-Zeitungen vor kurzem sein Interesse: «Jeder, der etwas bewegen will, muss sich das ernsthaft überlegen. Nach dieser Niederlage ist es zwar ein schwieriges Amt, aber auch ein extrem spannendes.»

Wird Yvonne Feri Vize-Präsidentin?

Auch der reformorientierte Parteiflügel – vereinfacht ausgedrückt der rechte Parteiflügel – verlangt mehr Mitbestimmung. Der Zürcher Ständerat Daniel Jositsch resümierte diese Woche in einem Newsletter, die Verluste der SP an die Grünliberalen im Kanton Zürich seien eine Konsequenz daraus, dass die Menschen die Sozialdemokraten vor allem über den linksgewerkschaftlichen Parteiflügel wahrnähmen.

Um Wählerpotenzial dazu zu gewinnen, müsse die Partei die soziale Marktwirtschaft und die öffentliche Sicherheit wieder stärker betonen. «Eine Lösung wäre es, das in den Parteistatuten festzuschreiben.»

WAHLEN 2019 - NATIONALRAT - KANTON AARGAU - Yvonne Feri (bisher), SP. (KEYSTONE/Parteien/Handout) === HANDOUT, NO SALES ===

Yvonne Feri wird von Daniel Jositsch als Vize-Präsidentin vorgeschlagen. Bild: PARTEI

Strafrechtsprofessor Jositsch fordert auch eine stärkere personelle Einbindung des rechten Parteiflügels und schlägt Nationalrätin Yvonne Feri als Vize-Präsidentin vor.

Feri sagt auf Anfrage, es sei wichtig, dass «alle relevanten Kräfte in ihrer ganzen Breite» im Präsidium vertreten seien; die SP-Frauen und die reformorientierte Plattform hätten dasselbe Einsitzrecht wie die Juso.

Und sie schliesst das Amt der Vize-Präsidentin nicht per se aus. «Ich kann mir immer vorstellen, mehr Verantwortung zu übernehmen. Aktuell stellt sich diese Frage aber nicht.»

Tatsächlich gibt es einen Hindernisgrund. Die 53-Jährige will am 24. November im zweiten Wahlgang in den Aargauer Regierungsrat gewählt werden. Das Exekutivamt würde sich kaum mit jenem des Vize-Präsidiums vertragen. (aargauerzeitung.ch)

Wahlen 2019: Das sind die Neuen in Bern

Christian Levrat – SP

Play Icon

Das könnte dich auch interessieren:

Die Reaktionen auf Fox News legen eine schonungslose Wahrheit über das Impeachment offen

Link zum Artikel

So würde das Parlament aussehen, wenn nur die Romands wählen würden

Link zum Artikel

Das will die Mikrosteuer-Intiative – das Wichtigste in 5 Punkten

Link zum Artikel

Kritik an Federer-Fans wegen Applaus bei Doppelfehlern: «Das hat Djokovic nicht verdient»

Link zum Artikel

Diese 17-Jährige bezwingt die AfD. Eine Vorweihnachts-Geschichte, die ans Herz geht

Link zum Artikel

Heute kochen wir einen französischen Dreigänger. Weil Herbst. Und weil geil.

Link zum Artikel

Das Drama um Klein-Anna: Trennungsschmerz on fleek

Link zum Artikel

Darum macht sich Christian Levrat keine Sorgen wegen den erstarkten Grünen

Link zum Artikel

Katze zu fett für die Passagier-Kabine im Flugzeug – Besitzer trickst Airline aus

Link zum Artikel

Picdump. Spass. Jetzt.

Link zum Artikel

«Ein Asiate in Hausschuhen? Das gibt Ärger!» – der Chef hat ein Finken-Problem

Link zum Artikel

«The Game Changers» – haben wir uns ein Leben lang falsch ernährt?

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Das könnte dich auch interessieren:

Die Reaktionen auf Fox News legen eine schonungslose Wahrheit über das Impeachment offen

84
Link zum Artikel

So würde das Parlament aussehen, wenn nur die Romands wählen würden

98
Link zum Artikel

Das will die Mikrosteuer-Intiative – das Wichtigste in 5 Punkten

141
Link zum Artikel

Kritik an Federer-Fans wegen Applaus bei Doppelfehlern: «Das hat Djokovic nicht verdient»

31
Link zum Artikel

Diese 17-Jährige bezwingt die AfD. Eine Vorweihnachts-Geschichte, die ans Herz geht

107
Link zum Artikel

Heute kochen wir einen französischen Dreigänger. Weil Herbst. Und weil geil.

48
Link zum Artikel

Das Drama um Klein-Anna: Trennungsschmerz on fleek

167
Link zum Artikel

Darum macht sich Christian Levrat keine Sorgen wegen den erstarkten Grünen

35
Link zum Artikel

Katze zu fett für die Passagier-Kabine im Flugzeug – Besitzer trickst Airline aus

48
Link zum Artikel

Picdump. Spass. Jetzt.

220
Link zum Artikel

«Ein Asiate in Hausschuhen? Das gibt Ärger!» – der Chef hat ein Finken-Problem

72
Link zum Artikel

«The Game Changers» – haben wir uns ein Leben lang falsch ernährt?

341
Link zum Artikel

Das könnte dich auch interessieren:

Die Reaktionen auf Fox News legen eine schonungslose Wahrheit über das Impeachment offen

84
Link zum Artikel

So würde das Parlament aussehen, wenn nur die Romands wählen würden

98
Link zum Artikel

Das will die Mikrosteuer-Intiative – das Wichtigste in 5 Punkten

141
Link zum Artikel

Kritik an Federer-Fans wegen Applaus bei Doppelfehlern: «Das hat Djokovic nicht verdient»

31
Link zum Artikel

Diese 17-Jährige bezwingt die AfD. Eine Vorweihnachts-Geschichte, die ans Herz geht

107
Link zum Artikel

Heute kochen wir einen französischen Dreigänger. Weil Herbst. Und weil geil.

48
Link zum Artikel

Das Drama um Klein-Anna: Trennungsschmerz on fleek

167
Link zum Artikel

Darum macht sich Christian Levrat keine Sorgen wegen den erstarkten Grünen

35
Link zum Artikel

Katze zu fett für die Passagier-Kabine im Flugzeug – Besitzer trickst Airline aus

48
Link zum Artikel

Picdump. Spass. Jetzt.

220
Link zum Artikel

«Ein Asiate in Hausschuhen? Das gibt Ärger!» – der Chef hat ein Finken-Problem

72
Link zum Artikel

«The Game Changers» – haben wir uns ein Leben lang falsch ernährt?

341
Link zum Artikel

Abonniere unseren Newsletter

23
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
23Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Bruno Wüthrich 11.11.2019 14:46
    Highlight Highlight Die SP mit ihren Feministennen und Feministen, mit ihren Anit-Sexistinnen und Anti-Sexisten, ihren Gender-Debatiererinnen und Gender-Debatierern meint es ja eigentlich gut. Aber zwischen gut gemeint und gut gemacht ist manchmal ein grosser Unterschied. So auch hier.
    Frauenförderung ist gut. Die Forderung nach einer Frau an der Spitze schliesst aber die Männer aus und ist deshalb nicht optimal. Kann es nicht sein! Solche Forderungen zeigen, dass es der Partei prinzipiell nicht darum geht, die besten Lösungen zu präsentieren, sondern einfach das, was sie heutzutage auf die linke Agenda setzen.
    • trotzten sagen dürfen . 11.11.2019 21:44
      Highlight Highlight Wüthrich

      Ihr Kommentar begann gut, endete aber etwas im wischi waschi (nicht optimal).

      Seien wir ehrlich. Was die SP die letzten 20 Jahre geboten hat ist unter aller Sa. und hat nicht mehr, mit einer Vertretung der einfachen Leute zu tun.

      Ein besserwisserischer Hünerhaufen.

      So sieht,s leider aus.
  • Turicum04 11.11.2019 11:15
    Highlight Highlight Die SP muss sich neu ausrichten, das ist klar: Sie muss sozialer, ökologischer und humaner werden - eine ultralinke Position einnehmen! Nur so kann sie - wie immer gefordert - den Kapitalismus überwinden! Dafür braucht es eine Frau an der Spitze!
    • trotzten sagen dürfen . 11.11.2019 21:49
      Highlight Highlight Turicum

      Da bin ich ganz bei Ihnen. Eine Frau kann das besser! Und ich weiss auch welche Frau Sie meinen. Frau F. Nicht wahr?
      Ich wünsche mir auch diese Person als SP Präsidentin.
      Da würde diese Partei vorausichtlich unter die 10% Marke fallen und die 2 BR Sitze gingen an die Grünen.
      Aber ehrlich gesagt, schaden würde dies der CH mit Sicherheit nicht. Auch wenn die Grünen genau so rot sind.
  • Inesterana 11.11.2019 10:11
    Highlight Highlight Wie gut der rechte Flügel einer Sozial Demokratischen Partei sich in der nationalen Politik sieht man ja an Deutschland.

    Gar nicht gut.
    • trotzten sagen dürfen . 11.11.2019 21:52
      Highlight Highlight Da sieht man auch, wie gut der linke Flügel einer Bürgelichen Partei ist.

      Katastrophal
  • snowflake_ 11.11.2019 09:43
    Highlight Highlight Am besten betrachtet die SP ihre eigenen Resultate: Sitz- und Stimmengewinne in GR und AG, weil dort alle Strömungen in der Partei Platz haben und die führenden Köpfe (Pult resp. Wermuth) motivieren und mobilisieren können und den Draht zu den Menschen nicht verloren haben. In ZH gilt dasselbe für Badran und Jositsch, die auch Glanzresultate erreicht haben, während der Rest eingebrochen ist. In BE werden intern Männer gegen Frauen ausgespielt, Männer auf eine separate Liste verbannt, für die man dann im Frauenjahr nicht werben kann/darf -> Pardini abgewählt trotz mehr Stimmen als Fumiciello
  • PC Principal 11.11.2019 08:36
    Highlight Highlight Levrat ist schwer zu toppen. Für Badran spricht, dass sie eine super Motivatorin ist, sie kann sehr überzeugend debattieren. Gegen sie spricht, dass sie dabei manchmal nicht ganz ehrlich ist. Bei ihrem Kampf gegen das Fussballstadion hat sie schlicht falsche Zahlen verbreitet.
  • Turi 11.11.2019 07:18
    Highlight Highlight Die SP wird dem Weg der SPD in Deutschland folgen. Vor allem mit der Identitätspolitik haben sich die linken Parteien bloss geschadet: Wer dauernd gegen Männer, gegen Christen, gegen Alte etc hetzt, und nur noch Politik für kleine extremistische Minderheiten macht, hat bald keine Wähler mehr. Nach Levrat wirds abwärtsgehen. Mit einer Quotenfrau an der Spitze.
    • karl_e 11.11.2019 10:30
      Highlight Highlight Du hast in einigem recht, aber dass die SP gegen Alte hetzt, ist mir entgangen, trotz meines hohen Alters.
    • Turicum04 11.11.2019 11:23
      Highlight Highlight Die SPD in D ist eine Mittepartei (vergleichbar mit unserer CVP)! Die SP in der CH eine Mitte-Linkspartei! Hier bringt es keinen Erfolg: Da gehen Wählerstimmen von SP zur GLP! Die SP muss sich profilieren und einen direkten Linkskurs einschlagen! Ihr Ziel muss sein: Kapitalismus überwinden, Oeko mit GP, pro-Flüchtling Politik. Die SP soll vermehrt ihre Jungpartei einbeziehen! Stimmgewinne bei den Jungen sind gewaltig! Aber dafür braucht es eben eine entsprechende Präsidentin!
    • Roterriese #DefendEurope 11.11.2019 20:06
      Highlight Highlight @Turi es geht ja schon lange abwärts
      Benutzer Bild
  • Cyrillius 11.11.2019 07:00
    Highlight Highlight Dass gerade Badran von Nebenschauplätzen spricht finde ich etwas erstaunlich, da ich selber die SP in der Stadt Zürich im letzten Jahr abgesehen von Frauenstreik und Feminismus nur in ihrem unnötigen Kampf gegen ein Fussballstadion wahrgenommen habe. Sowohl grosse nationale Themen wie die Altersvorsorge als auch lokale wie die Wohnungsnot in Zürich schienen bei der SP kaum präsent, nicht weils sich die SP nicht für diese Themen interessiert, sondern weil sie sich auf ebendiesen Nebenschauplätzen verlor.
  • KeineSchlafmützeBeimFahren 11.11.2019 06:52
    Highlight Highlight Oh nein, bitte keine Deutschschweizerin...ich hätte da ein ungutes Gefühl dabei...
  • Hustler 11.11.2019 06:41
    Highlight Highlight Könnte nicht Badran Präsidentin werden? Die Frau ist einfach Top und bringt es auf den Punkt was mit der SP nicht stimmt. Was soll ich zu den anderen Kandidatinnen sagen...Nein Danke.
    • The Emperor 11.11.2019 07:20
      Highlight Highlight Man stelle sich Cedric als Parteichef vor. So machte man die Partei einfach für jeden einigermassen gemässigten Wähler unwählbar.
    • tagomago 11.11.2019 12:33
      Highlight Highlight Badran ist die einzige, welche ich von der SP-Liste gestrichen habe. Einfach unprofessionell.
    • tagomago 11.11.2019 12:36
      Highlight Highlight Cedric wäre mein Wunschkandidat
  • amore 11.11.2019 06:41
    Highlight Highlight Hallo SPler. Nicht einfach aus Prinzip eine Frau wählen. Jon Pult ist aktuell der beste Kandidat. Dann habt ihr wieder das Format an der Spitze wie einst Hubacher oder Bodenmann.
    • Macke 11.11.2019 07:44
      Highlight Highlight Dein Kommentar zeigt, weshalb es dringend Zeit ist für eine Frau: Es gibt viele erfahrene Frauen in der SP, teils jahrelange Erfahrung im NR/SR, und du schlägst einen unerfahrenen Mann vor, der um Längen nicht die Kompetenz der Frauen besitzt.
    • Turicum04 11.11.2019 11:35
      Highlight Highlight Es braucht jemand, der eine Umverteilung durchsetzen kann: Auf den Banken liegen viel Kapital! Wenn jeder seinen Anteil aus den Banken erhält, braucht keiner mehr zu arbeiten! AHV und IV sind überflüssig. Es braucht keine Gewinn ausgerichtete Privatwirtschaft, mein Hanf kann ich auch bei mir anpflanzen! Auch weg mit dem kapitalistischem Wohneigentum! Da kann man hunderttausende Flüchtlinge einquartieren! Zudem muss der Import von Rohöl verboten werden. Die CH wird CO2 neutral. Alles Themen, welche die (neue) SP aufgreifen muss! Mit einer Frau an der Spitze!
    • Bruno Wüthrich 11.11.2019 15:47
      Highlight Highlight Ja, genau. All das. Mit einer Frau an der Spitze direkt in den Abgrund.
      Ich glaube, das wäre es dann wohl gewesen mit der Frauenförderung. Zumindest wäre es ein grosser Rückschlag.
      Nach diesem Verlust an Wähleranteilen tut die SP gut daran, bei der Auswahl des neuen Führungspersonals nicht die Hälfte der zur Verfügung stehenden Möglichkeiten von vornherein auszuschliessen.
      Zudem tut sie gut daran, nach Möglichkeiten zu suchen, mit denen sie sich mit einigermassen pragmatischen (linken) Forderungen positionieren kann und keine Positionen zu wählen, die nie und nimmer realisiert werden können.
    Weitere Antworten anzeigen

Dieses nukleare Grab im Pazifik droht gerade auszulaufen – Klimawandel und USA sei Dank

Auf den Marshallinseln wurden im Kalten Krieg mehr als 60 Atombomben getestet. Die radioaktiv verseuchte Erde wurde in ein Loch geschüttet und mit einer Betonkuppel versiegelt. Nun droht «The Tomb» jedoch auszulaufen.

Wo befindet sich eigentlich das am stärksten verstrahlte Gebiet der Welt? Fukushima? Tschernobyl?

Falsch. Es ist eine kleine Insel namens Runit auf den Marshallinseln. Forschende der US-amerikanischen Columbia University untersuchten das Gebiet für eine Studie und kamen zum Schluss, dass gewisse Strahlenwerte auf Runit bis zu 1000 Mal höher waren als in Tschernobyl.

Dies ist auch nicht weiter verwunderlich: Während dem Kalten Krieg haben die USA auf den Eilanden der Marshallinseln, die ungefähr …

Artikel lesen
Link zum Artikel