Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Switzerland's Roger Federer reacts after missing a shot against Spain's Rafael Nadal during their semifinal match of the French Open tennis tournament at the Roland Garros stadium in Paris, Friday, June 7, 2019. (AP Photo/Michel Euler)

Roger Federer im Roland-Garros-Stadion. Bild: AP/AP

War Roland Garros das letzte Sand-Turnier von Roger Federer?

Wer hätte das gedacht? Roger Federer spielte in Paris wieder auf Sand, und das auch noch stark. Doch war sein Auftritt an Roland Garros eine Rückkehr um für immer Adieu zu sagen oder kehrt der Maestro auch im Olympia-Jahr zurück?

Simon Häring / ch media



Zwei Monate lang wehrte sich Roger Federer gegen den Verdacht, er spiele in diesem Jahr nur deshalb wieder auf Sand, weil er es als bessere Vorbereitung auf Wimbledon erachte, Turniere zu bestreiten, statt in der Schweiz auf Hartplätzen und Rasen zu trainieren.

Es geht auch um Rom und Madrid

Es gehe ihm auch nicht nur um Roland Garros – sondern auch um Madrid und Rom, wo er jeweils die Viertelfinals erreicht hatte. Wer sah, wie Federer in der Ewigen Stadt kämpfte, an einem Tag zwei Spiele bestritt und dabei sein Herz auf dem Platz liess, der verstand, wie ernst er es damit gemeint hatte.

Unvergessen das Bild, wie er dort nach dem Spiel in einem Golfwagen vom Platz zurück in die Kabine gefahren wurde. Hätte man es nicht besser gewusst, man hätte meinen können, es sei der Papst, dem da gehuldigt würde. Federer sagte dazu: «Diese Emotionen und diese Energie erinnern mich wieder einmal daran, weshalb ich noch immer Tennis spiele.»

So gesehen gibt es wenig Gründe, die dagegen sprechen, auch im nächsten Jahr wieder auf Sand zu spielen. Schon vor dem Turnier sagte er, mit seinem Team bereits darüber gesprochen zu haben. Nun, nach seinem Ausscheiden, liess er offen, ob er auch 2020 wieder auf Sand spiele.

Irgendwo muss er Abstriche machen

Es sei auch denkbar, nur in Paris zu spielen. Oder gar nicht. Irgendwo, darüber besteht Konsens, muss Federer, der im August seinen 38. Geburtstag feiert, Abstriche machen. Denn im kommenden Jahr könnte er in Tokio als erster Tennisspieler zum fünften Mal an Olympischen Spielen teilnehmen. Gold im Einzel bildet eine der wenigen Lücken in seinem Palmarès.

Erstmals spielte Federer 1996 in Sydney bei Olympischen Spielen. Dort verliebte er sich auch in seine heutige Frau Mirka. Während des Paris-Halbfinals sass sie zwar in seiner Box, doch davor weilte sie zwei Wochen in der Schweiz. Erstmals überhaupt hatten sie und die vier Kinder Federer nicht zu einem Grand-Slam-Turnier begleitet. Die Mädchen Charlene und Myla werden im Sommer zehn Jahre alt, die Buben Leo und Lenny sind fünfjährig. Es ist den Eltern ein Anliegen, ihnen nun mehr Stabilität zu bieten.

Federer betont bei jeder Gelegenheit, dass er seine Karriere längst beendet hätte, wenn er die Kinder nicht so oft um sich haben könnte. Er entscheide nicht nur als Spieler, sondern auch als Vater und Ehemann. Insofern ist denkbar, dass er im kommenden Jahr die Sandsaison auslässt, um wieder mehr Zeit mit der Familie verbringen zu können.

Vielleicht war es deshalb auch kein Au revoir, sondern ein Adieu, als er am Freitag um 15.30 Uhr, gekleidet in eine cremefarbene Jacke unter stehenden Ovationen und zu «Roger, Roger»-Rufen winkend vom Court Philippe Chatrier lief. Auch Bezwinger Rafael Nadal applaudierte.

Sein Name verrät auch, dass Federer mit der Rückkehr auf Sand, die richtige Entscheidung getroffen hat. 2018 hatte er vor Wimbledon in sechs Monaten nur drei Matchs gegen Spieler aus den Top Ten bestritten. Nun sind es immerhin schon sechs.

«Zu spielen und zu gewinnen, das sind zwei Paar Schuhe»

Damals fehlten ihm die Referenzwerte aus Duellen mit den Weltbesten, als er zur Titelverteidigung antrat. «Zu spielen und zu gewinnen, das sind zwei Paar Schuhe. Es braucht die richtige Balance zwischen Training, Matches und Ferien», sagte er später. Im letzten Jahr hatte er diese nicht erreicht. Er scheiterte in Wimbledon in den Viertelfinals.

«Es war das erste Mal, dass er Gegenwehr hatte. Roger spielte abwartend, als es zählte», sagte Tennisexperte Heinz Günthardt. «Weil er nicht das gleiche Selbstvertrauen hatte.» In diesem Jahr bildet der Sand einen idealen Nährboden für die Rasensaison. Das war zwar nicht Federers Hauptmotiv für die Rückkehr, aber sicher eine willkommene Nebenwirkung. (tam/AZ)

Das sind die wichtigsten Rekorde von Roger Federer

So viel verdient Roger Federer mit Werbeverträgen

Play Icon

Das könnte dich auch interessieren:

«Natürlich hatte ich schon mit Piloten Sex»: Eine Swiss-Stewardess erzählt

Link zum Artikel

Mirage-Skandal lässt grüssen: 5 Dinge, die du zu einer möglichen Crypto-PUK wissen musst

Link zum Artikel

Du kannst mit dem letzten Penalty alles klar machen … UND DANN SCHIESST DU SO?!

Link zum Artikel

Du willst Polizist werden? Dann musst du zuerst dieses Deutsch-Diktat meistern

Link zum Artikel

15-Jähriger greift Schwule vor Zürcher Gay-Club an – das hat Folgen für die Justiz

Link zum Artikel

Massive Störungen bei Swisscom ++ Notrufnummern ausgefallen ++ Panne auch in Deutschland

Link zum Artikel

«Etwas pendeln»: Was der Bundesrat im Kampf gegen die SVP besser machen muss

Link zum Artikel

Sander-Sieg, Biden-Frust, Trump-Wut: Alles zur Vorwahl in New Hampshire

Link zum Artikel

Ohne die Fehler der Initianten hätte es die Wohnbau-Vorlage (wohl) geschafft

Link zum Artikel

Schweizer Skifest in Chamonix! Loic Meillard gewinnt vor Thomas Tumler

Link zum Artikel

Ein (sonniges) Trump-Foto erhitzt die Gemüter – aber ist es auch echt? 🙈

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Das könnte dich auch interessieren:

«Natürlich hatte ich schon mit Piloten Sex»: Eine Swiss-Stewardess erzählt

229
Link zum Artikel

Mirage-Skandal lässt grüssen: 5 Dinge, die du zu einer möglichen Crypto-PUK wissen musst

53
Link zum Artikel

Du kannst mit dem letzten Penalty alles klar machen … UND DANN SCHIESST DU SO?!

11
Link zum Artikel

Du willst Polizist werden? Dann musst du zuerst dieses Deutsch-Diktat meistern

116
Link zum Artikel

15-Jähriger greift Schwule vor Zürcher Gay-Club an – das hat Folgen für die Justiz

382
Link zum Artikel

Massive Störungen bei Swisscom ++ Notrufnummern ausgefallen ++ Panne auch in Deutschland

148
Link zum Artikel

«Etwas pendeln»: Was der Bundesrat im Kampf gegen die SVP besser machen muss

146
Link zum Artikel

Sander-Sieg, Biden-Frust, Trump-Wut: Alles zur Vorwahl in New Hampshire

138
Link zum Artikel

Ohne die Fehler der Initianten hätte es die Wohnbau-Vorlage (wohl) geschafft

143
Link zum Artikel

Schweizer Skifest in Chamonix! Loic Meillard gewinnt vor Thomas Tumler

12
Link zum Artikel

Ein (sonniges) Trump-Foto erhitzt die Gemüter – aber ist es auch echt? 🙈

153
Link zum Artikel

Das könnte dich auch interessieren:

«Natürlich hatte ich schon mit Piloten Sex»: Eine Swiss-Stewardess erzählt

229
Link zum Artikel

Mirage-Skandal lässt grüssen: 5 Dinge, die du zu einer möglichen Crypto-PUK wissen musst

53
Link zum Artikel

Du kannst mit dem letzten Penalty alles klar machen … UND DANN SCHIESST DU SO?!

11
Link zum Artikel

Du willst Polizist werden? Dann musst du zuerst dieses Deutsch-Diktat meistern

116
Link zum Artikel

15-Jähriger greift Schwule vor Zürcher Gay-Club an – das hat Folgen für die Justiz

382
Link zum Artikel

Massive Störungen bei Swisscom ++ Notrufnummern ausgefallen ++ Panne auch in Deutschland

148
Link zum Artikel

«Etwas pendeln»: Was der Bundesrat im Kampf gegen die SVP besser machen muss

146
Link zum Artikel

Sander-Sieg, Biden-Frust, Trump-Wut: Alles zur Vorwahl in New Hampshire

138
Link zum Artikel

Ohne die Fehler der Initianten hätte es die Wohnbau-Vorlage (wohl) geschafft

143
Link zum Artikel

Schweizer Skifest in Chamonix! Loic Meillard gewinnt vor Thomas Tumler

12
Link zum Artikel

Ein (sonniges) Trump-Foto erhitzt die Gemüter – aber ist es auch echt? 🙈

153
Link zum Artikel

Abonniere unseren Newsletter

9
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
9Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Max Dick 08.06.2019 14:40
    Highlight Highlight Doch egal was nächstes Jahr ist. Jetzt schön auf Wimbledon freuen - und auf eine süsse Revanche gegen Nadal hoffen.
  • luzern90 08.06.2019 10:32
    Highlight Highlight Sydney war erst 2000 und seine ersten Olympischen Spiele. 1996 waren diese in Atlanta.
  • Bulwark 08.06.2019 10:07
    Highlight Highlight Auf welcher Unterlage wird eigentlich das Olympische Turnier ausgetragen?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Poulet 08.06.2019 09:52
    Highlight Highlight Was sollen immer diese Fragen? Er sollte laut Presse ja schon Jahre nicht mehr Tennis spielen.
    Ich denke, ob er wieder auf Sand spielt oder nicht, weiss er selber noch nicht einmal.
    • Adumdum 08.06.2019 14:34
      Highlight Highlight RF ist immer für einen einfachen Artikel und ein paar Klicks gut 😉

Andere Sportler trinken Isostar – ein echter Kanadier Ahornsirup

Das Hoch von Tennisprofi Vasek Pospisil dauert an: In Rotterdam warf er am Mittwoch Daniil Medwedew aus dem Turnier. Nach einem 6:4, 6:3-Sieg gegen den topgesetzten Russen steht Pospisil in den Achtelfinals.

«Big Maple Sirup guy», schreibt er stolz nach seinem Erfolg. «Grosser Ahornsirup-Typ»? Das ist die Geschichte dazu:

Der Kanadier, die Nummer 104 der Welt, zeigte zuletzt schon in Montpellier, dass er in Form ist. Dort stiess Pospisil bis in den Final vor, den er gegen Gaël Monfils verlor. …

Artikel lesen
Link zum Artikel