Schweiz
Sport

Formel E in Zürich: ETH und Stadt sagen Nein zu Rennen auf dem Hönggerberg

Der Neuseelaender Mitch Evans vom Team Panasonic Jaguar Racing beim Start auf der Strecke fotografiert am Formel E-Prix Zuerich, am 10. Juni 2018 in Zuerich Enge. Das Rennen findet am 10. Juni 2018 zu ...
Diese Bilder wird es nächstes Jahr in Zürich nicht geben: E-Boliden beim Start im Quartier Enge (2018).Bild: PPR

ETH will nicht – 2020 gibt es kein Formel E-Rennen am Hönggerberg in Zürich

26.06.2019, 15:0526.06.2019, 15:52

Auch im nächsten Jahr wird es kein Formel-E-Rennen in der Stadt Zürich geben. Der Stadtrat hat ein Gesuch des Veranstalters für ein Rennen am Hönggerberg am Mittwoch abgelehnt.

Grund für den negativen Bescheid seien Einwände der ETH Zürich, über deren Areal ein grosser Teil der Rennstrecke verlaufen wäre, teilte die Stadtregierung mit.

Die ETH will kein Rennen auf ihrem Areal, weder 2020 noch in den Folgejahren. Zu gross seien die baulichen Eingriffe in die Anlagen. Der Grossanlass vertrage sich nicht mit den langfristigen Bestrebungen der ETH, den Campus Hönggerberg nach innen zu verdichten.

«Die aufwändigen baulichen Eingriffe für die Renninfrastruktur widersprächen der Programmatik eines nachhaltigen Campus», schrieb die ETH in einer Mitteilung. Zudem hätte die ETH einen Betrag für Millionenhöhe für einmalige Umbauten ausgeben müssen. Die Hochschule ist aber nicht bereit, «Steuergelder für die Durchführung eines privaten Rennanlasses auszugeben».

Die ETH wies zudem darauf hin, dass der Veranstalter die betroffenen Quartiere Affoltern und Höngg in seine Planung ungenügend einbezogen habe. Der Veranstalter habe es versäumt, die Quartierbevölkerung rechtzeitig und transparent über den Swiss E-Prix zu informieren, so wie es die Hochschule verlangt hatte.

Bereits zweites «Nein» für 2020

Der Stadtrat könne diese Beurteilung nachvollziehen, heisst es in der Mitteilung. Er lehnt das Gesuch für ein Rennen auf dem Hönggerberg im Jahr 2020 daher ab. Für eine andere Strecke auf dem Gebiet der Stadt Zürich liegt kein Gesuch vor.

Bereits Mitte Mai war der gleiche Veranstalter mit einem Gesuch für ein Rennen am Zürcher Seebecken gescheitert. Der Stadtrat hatte bereits nach dem Rennen im Jahr 2018 entschieden, keine Autorennen in der Innenstadt oder am See mehr zu bewilligen.

Dass dieses Jahr kein Formel-E-Rennen in Zürich stattfindet, hat noch einen weiteren Grund. Der Stadtrat gab kein grünes Licht, weil 2019 bereits zu viele andere Grossanlässe in Zürich stattfänden. Die Veranstalter wichen daher nach Bern aus, wollten aber 2020 wieder nach Zürich zurückkehren. (sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Anwohner nerven sich über Formel E in Bern
Tausende Motorsport-Fans pilgerten nach Bern
Video: srf
Der Schweizer Formel-1-Star Jo Siffert erstickt nach seinem Horrorunfall im Boliden
24. Oktober 1971: Jo Siffert crasht mit seinem BRM P160 in Brands Hatch. Sofort geht das Wrack in Flammen auf, der Schweizer hat keine Chance. Schon zu Lebzeiten ist er eine Legende, durch seinen Rennfahrertod wird er zum Mythos.
Dass es überhaupt zu diesem Rennen kommt, ist Schicksal. Samstag, 23. Oktober 1971: Jo Siffert fährt in Brands Hatch mit seinem BRM P160 Trainingsbestzeit und einen neuen Streckenrekord. Hier, etwa 30 Kilometer südöstlich von London, wird die Formel-1-Saison 1971 abgeschlossen.
Zur Story