Schweiz
SVP

SVP luchst Mitte einen Bündner Regierungssitz ab

Die neu gewaehlte Buendner Regierungsraetin Valeria Favre Accola (SVP), aufgenommen am Sonntag, 14. Juni 2026, in Chur. Im Kanton Graubuenden wird heute die Regierung sowie der Grosse Rat (Parlament)  ...
Valérie Favre Accola holt für die SVP einen Sitz in der Bündner Regierung.Bild: keystone

SVP luchst Mitte einen Bündner Regierungssitz ab

14.06.2026, 15:0214.06.2026, 16:24

Die SVP ist erstmals seit 18 Jahren wieder ein Teil der Regierung des Kantons Graubünden. Die Mitte verliert einen Sitz und somit die Regierungsmehrheit.

Valérie Favre Accola (SVP) ist die neue Vertreterin in der kantonalen Exekutive. Die amtierende Standespräsidentin und Vize-Gemeindepräsidentin von Davos GR erzielte das fünftbeste Ergebnis.

Es zeichnete sich früh ab, dass es für die 53-Jährige reichen dürfte. Am Ende betrug der Vorsprung auf die Sechstplatzierte, Nora Saratz Cazin (GLP), rund 7200 Stimmen.

Ohne Wahlchance blieb Aita Zanetti (Mitte). Sie erreichte knapp hinter Saratz Cazin Platz Sieben. Die Mitte büsst somit einen Sitz in der fünfköpfigen Regierung ein, die SVP kehrt nach 18 Jahren in die Regierung zurück.

Bisherige belegen die ersten Plätze

Die vier bisherigen Regierungsmitglieder – Martin Bühler (FDP), Marcus Caduff, Carmelia Maissen (Mitte) und Peter Peyer (SP) wurden ohne grössere Probleme wiedergewählt.

Peter Peyer (SP, bisher), links, und Martin Buehler (FDP, bisher), aufgenommen am Sonntag, 14. Juni 2026, in Chur. Im Kanton Graubuenden wird heute die Regierung sowie der Grosse Rat (Parlament) gewae ...
Peter Peyer (SP) und Martin Bühler (FDP) schafften die Wiederwahl.Bild: keystone

Bühler vereint 42'299 Stimmen auf sich, Caduff 40'153 Stimmen. Maissen folgt mit 34'519 Stimmen, Peyer erzielt das viertbeste Ergebnis mit 32'141 Stimmen.

Das Bündner Wahlergebnis ist historisch. Erstmals schaffen zwei Frauen den Sprung in die Bündner Regierung. Favre Accola ist nach Maissen sowie Eveline Widmer-Schlumpf und Barbara Janom Steiner (beide SVP, später BDP) erst die vierte Frau in der Kantonsregierung.

Die SVP sass letztmals 2008 im Regierungsrat. Sie hatte ihre Sitze nach der Abspaltung der damaligen Bündner SVP zur neu gegründeten BDP eingebüsst und trotz mehrmaligen Versuchen nie mehr zurückgewonnen.

SVP legt bei Parlamentswahlen deutlich zu

Die SVP ist auch bei den Parlamentswahlen die Wahlsiegerin. Sie hält neu 35 Sitze und legt somit im Vergleich zu den Wahlen 2022 um zehn Sitze zu. Die bisher stärkste Partei, die Mitte, muss hingegen sechs Sitzverluste hinnehmen und stellt neu noch 28 Sitze im Grossen Rat. Verluste muss auch die FDP verkraften, die neu noch 23 Sitze hält - zuvor waren es 27.

Die Ratslinke kommt auf gleiche viele Sitze wie vor vier Jahren. Allerdings muss die SP Federn lassen. Die Fraktion besteht neu noch aus 20 Mitgliedern - bisher waren es zusammen mit den Grünen 27.

Die Grünen, die anders als 2022 alleine antraten, schaffen den Sprung ins Parlament ohne Probleme und können mit sieben Sitzen künftig eine eigene Fraktion stellen. Bei den Grünliberalen bleibt alles beim Alten. Sie halten weiterhin sieben Sitze. (sda/cma)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
0 Kommentare
Dein Kommentar
YouTube Link
0 / 600
Hier gehts zu den Kommentarregeln.
G7-Sicherheitsalarm in Genf – Angst vor Krawallen, Tausende Sicherheitskräfte vor Ort
Mehr als 7000 Sicherheitskräfte sind am Sonntag in Genf im Einsatz, um Proteste gegen den G7-Gipfel zu begleiten. Die Stadt steht im Ausnahmezustand – aus Sorge vor erneuten Krawallen wie vor 23 Jahren. Alle News dazu im Liveticker.
Zur Story