Jäger schiesst im Wallis Gämsbock mit seltenem dritten Horn
Ein Jäger hat laut dem «Walliser Boten» einen Gämsbock mit einem seltenen dritten Horn erlegt. Der 23-Jährige habe das zusätzliche Horn erst nach dem Abschuss des Tieres im Inalbowald bei Stalden (VS) entdeckt. «Im ersten Moment war ich sprachlos» so der Jäger gegenüber der Zeitung.
Bei der rund 16 Zentimeter langen Wucherung handle es sich um ein sogenanntes Hauthorn. Dieses sei anders als die eigentlichen Hörner nicht mit dem Schädel verbunden und könne an verschiedenen Körperstellen von Gämsen auftreten. Wildhüter Reto Summermatter bestätigt, dass solche Hauthörner selten seien. Der Gämsbock werde derzeit in Österreich präpariert. Dabei solle auch das seltene Hauthorn erhalten bleiben.
Die Walliser Hochjagd hat am 21. September begonnen. Gemäss «Canal9» sind rund 2000 Jägerinnen und Jäger dieses Jahr unterwegs.
Jagdmodell 2025 angepasst
Der Kanton Wallis hat 2025 sein Jagdmodell angepasst, um den Erhalt des Gamsbestand mittel- bis langfristig zu gewährleisten. Die Tiere sind gemäss dem Kanton aufgrund von Grossraubtieren wie dem Wolf oder dem Luchs bedroht.
«Die neu eingeführten Modalitäten zielten insbesondere auf den Schutz der weiblichen Tiere ab, die die Hauptgaranten für das Wachstum der Population sind», schreibt der Kanton in seiner Jagdbilanz von 2025.
Mit insgesamt 413 erlegten weiblichen Tieren wurden gegenüber 593 im Jahr 2024 180 weibliche Tiere weniger geschossen. Insgesamt wurden im Jahr 2025 im Wallis 1537 Gämse erlegt, gegenüber 1761 im Jahr 2024. Im Jahr 2020 waren noch rund 2500 geschossen worden. (ome/sda)
