Schweiz
Tier

Tierquälerei im Aargau: Veterinäramt muss Hühner einschläfern

Kein Licht und Schimmel im Futter: Aargauer Behörden müssen Dutzende Hühner einschläfern

23.06.2026, 14:4823.06.2026, 14:48

Polizei und Veterinäramt haben in einem Schopf im aargauischen Bezirk Kulm Dutzende vernachlässigte Tiere aufgefunden: 75 Hühner, 4 Ziervögel, 7 Katzen und ein Hund seien unter äusserst schlechten Bedingungen gehalten worden.

Diverse Hühner und andere Vögel seien bei der Kontrolle bereits tot gewesen. 59 der Hühner wurden eingeschläfert. Alle restlichen Tiere – ausser zwei freilaufende Katzen – sind beschlagnahmt und an geeigneten Orten untergebracht worden, wie das Gesundheitsdepartement des Kantons Aargau am Dienstag in einer Medienmitteilung schrieb.

Hühner Kulm Aargau vernachlässigt
So wurden die Hühner vorgefunden.Bild: Amt für Verbraucherschutz, Kanton Aargau

Der Tierhalter habe den Grossteil der Hühner ohne Licht und Zugang zu Wasser gehalten. In den Ställen seien unzählige Kadaver gelegen. Im Haus seien die Böden und Katzenkistchen ebenfalls stark verschmutzt gewesen. Das Futter aller Tiere sei grösstenteils verschimmelt gewesen.

Hinweis aus der Bevölkerung deckte Fall auf

Der Halter sei den Behörden bisher nicht bekannt und die private Hühnerhaltung nicht ordnungsgemäss registriert gewesen.

Auf die Umstände in diesem Schopf aufmerksam wurden die Behörden nach einem Hinweis aus der Bevölkerung. Die Regionalpolizei Aargau-Süd habe den Schopf kontrolliert und im Anschluss den Veterinärdienst aufgeboten. Dieser wiederum zog laut Medienmitteilung den Tierrettungsdienst sowie eine externe Tierärztin bei.

Der Veterinärdienst werde gegen den Tierhalter ein Tierhalteverbot verfügen und Strafanzeige erstatten. (sda)

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