Schweiz
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ARCHIV - ILLUSTRATION - 24.02.2009, Nordrhein-Westfalen, Kerpen: Eine Schülerin zeigt während des Unterrichts einer Mitschülerin ihr Klappmesser. (zu dpa «Polizei registriert mehr Straftaten an Schulen» vom 19.05.2018) Foto: Oliver Berg/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ (KEYSTONE/DPA/Oliver Berg)

Gemäss der Schweizer Kriminalstatistik wird jedes zweite Tötungsdelikt durch Hieb- und Stichwaffen begangen. (Symbolbild) Bild: keystone/DPA

Waffe oder Werkzeug? Umstrittener neuer Messertyp soll legal werden

Ein neuer Messertyp wird bereits in grossen Mengen produziert. Das Bundesamt für Polizei Fedpol hat reagiert und das Produkt auf eine Liste von verbotenen Messern gesetzt. Gegen dieses Verbot laufen nun Messerverkäufer Sturm.

26.05.18, 18:41 27.05.18, 15:24

Andreas Maurer / Schweiz am Wochenende



Bei Mord und Totschlag denkt man an Schusswaffen. Doch meistens sterben die Opfer durch Messer. Gemäss der Schweizer Kriminalstatistik wird jedes zweite Tötungsdelikt durch Hieb- und Stichwaffen begangen. Nur bei jedem fünften Fall kommen Pistolen oder Gewehre zum Einsatz.

Das Bundesamt für Polizei Fedpol hat sich zu einer strengen Umsetzung des Bundesgesetzes über Waffen entschieden. Es stuft alle automatischen Messer als Waffen ein, wenn sie einen einhändig bedienbaren Auslösemechanismus haben und bestimmte Längen überschreiten. Umstritten ist, ob auch sogenannte federnunterstützte Klappmesser dazugehören. Sie sind halbautomatisch: Zuerst öffnet man die Klinge ein kleines Stück von Hand, um sie dann mit dem Federmechanismus aufspringen zu lassen.

Der neue Messertyp ist erst seit wenigen Jahren auf dem Markt, wird aber bereits in grossen Mengen produziert. Fedpol hat reagiert und das Produkt auf eine Liste von verbotenen Messern gesetzt. Diese gelten als Waffen und dürfen nur mit Waffenhandels- sowie Ausnahmebewilligungen verkauft, importiert oder exportiert werden.

Willkür der Bundespolizei?

Die Schweizer Messerverkäufer wehren sich gegen die Auslegung der Bundespolizei. Der Verband der Schweizer Messerschmied-Meister wirft ihr Willkür vor. Es handle sich nicht um Waffen, sondern um Werkzeuge. Präsident Reto Böhlen sagt: «Logistiker arbeiten gerne mit diesen Klappmessern, weil sie damit ein Paket öffnen können, auch wenn sie nur eine Hand freihaben.»

Für die Einstufung eines Messers sei die Klingenform entscheidend, nicht der Mechanismus. Zweiseitig geschliffene Messer seien Waffen, einseitig geschliffene seien Werkzeuge. Die meisten Mitglieder des Verbands würden keine Waffen verkaufen. Böhlen: «Auch wenn jemand bei uns sein Schmetterlingsmesser schleifen lassen will, lehnen wir immer ab. Mit Waffen wollen wir nichts zu tun haben.» Doch er verstehe nicht, weshalb die Bundespolizei auch Werkzeuge verbiete.

Bild: Aargauer Zeitung/Marco Tancredi quelle: Fedpol

Um den Streit zu klären, haben die Messerverkäufer von der Bundespolizei eine anfechtbare Verfügung verlangt. Die Bundespolizei stellte darauf eine Feststellungsverfügung aus und verlangte dafür eine Gebühr von 700 Franken. Die Messerverkäufer fochten die Verfügung vor Bundesverwaltungsgericht an. Nun haben sie diese Auseinandersetzung gewonnen, doch das hat noch nichts zu bedeuten.

Mit Entscheid vom 9. Mai hält das Bundesverwaltungsgericht fest, dass die Bundespolizei Formfehler begangen hat. Die Verwaltungspraxis könne nicht mit einer allgemeinen Feststellungsverfügung überprüft werden, sondern müsse in einem konkreten Anwendungsfall gerichtlich überprüft werden. Ein Importeur müsste verlangen, dass ein bestimmtes Klappmesser keiner Ausnahmebewilligung bedürfe.

«Wenn irgendwelche Idioten aufeinander losgehen, sollte man nicht ein Produkt dafür verantwortlich machen, sondern den Idioten.»

Hanspeter Klötzli, ehemaliger Präsident Messerschmied-Verband

Fedpol-Sprecherin Lulzana Musliu sagt: «Wir sind daran, das Urteil zu analysieren. Fedpol ist weiterhin der Auffassung, dass diese Messer als verbotene Waffen gelten.»

Hanspeter Klötzli, ehemaliger Präsident des Messerschmied-Verbands, organisiert den Rechtsstreit. Dass er nun wegen Formfehlern der Bundespolizei einen neuen Anlauf nehmen muss, ärgert ihn. Er stuft den Gerichtsentscheid als peinlich ein: «Man merkt ihm an, dass er von Verwaltungsmenschen stammt.»

Federnunterstützte Klappmesser gibt es nicht nur in der schlichten Ausführung für Logistiker. Im Internet kann man auch protzige Versionen mit Totenkopf-Symbol bestellen. Junge Männer beschaffen sich diese wohl kaum zum Öffnen von Paketen. Klötzli sagt dazu: «Wenn irgendwelche Idioten aufeinander losgehen, sollte man nicht ein Produkt dafür verantwortlich machen, sondern den Idioten.»

Messer auf dem Pausenplatz

Mit den sogenannten Idioten beschäftigt sich Kriminologe Dirk Baier. Er leitet das Institut für Delinquenz und Kriminalprävention der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften und hat eine repräsentative Befragung von 10 000 Schülern in Niedersachsen ausgewertet.

«Das Sackmesser ist ein Kulturprodukt und gehört zum Alltag, ohne dass man darin einen gefährlichen Gegenstand sieht.»

Dirk Baier, Kriminologe

Er stellt einen leichten, aber signifikanten Anstieg von Jugendlichen fest, die angeben, ein Messer bei sich zu tragen. Jeder fünfte Schüler führe ein Messer mit sich. Es diene nicht etwa zum Schälen des Pausenapfels, sondern solle Stärke signalisieren.

Es handle sich vor allem um junge Männer, und zwar insbesondere mit südeuropäischem, polnischem, arabischem und nordafrikanischem Migrationshintergrund. Für die Schweiz gibt es keine vergleichbaren Zahlen. Kriminologe Baier geht davon aus, dass mindestens jeder zehnte Schweizer Jugendliche ein gefährliches Messer besitze.

Zum Rechtsstreit der Messerverkäufer stellt er fest, dass das Messer in der Schweiz einen anderen Stellenwert habe als in Deutschland: «Das Sackmesser ist ein Kulturprodukt und gehört zum Alltag, ohne dass man darin einen gefährlichen Gegenstand sieht.» In Deutschland hingegen gebe es keine Taschenmesser-Tragekultur.

Als Kriminologe habe er Verständnis für die strenge Rechtsauslegung der Schweizer Bundespolizei, sagt Baier: «Es besteht immer die Gefahr, dass Messer falsch eingesetzt werden. Ich finde es deshalb richtig, dass sie im Zweifel als Waffen eingestuft werden.» (aargauerzeitung.ch)

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Brikne, 20.7.2017
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99
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    Alle Leser-Kommentare
  • corona 28.05.2018 11:14
    Highlight Für mich ist das Verbot von Automatikmesser total Sinnfrei! Ich selbst bezeichne mich als Messersammler und trage eigentlich immer ein Messer bei mir. Es wäre mir noch nie in den Sinn gekommen ein Messer als Waffe zu benutzen. Es sind Werkzeuge die bei mir täglich in Gebrauch sind. Moderne Klappmesser sind bei richtiger Handhabung praktisch gleich schnell zu öffnen wie ein Automatikmesser. Somit ist der Unterschied extrem klein!
    5 0 Melden
  • HerrWeber 27.05.2018 20:42
    Highlight Vor ca. 20 Jahren war ich in der Pfadi, da hatte jeder einen Dolch dabei - brauchten wir im Wald auch sehr oft. Heute nicht mehr erlaubt. Aber ein Santokumesser aus der Küche wäre erlaubt... wtf?

    Ein Samuraischwert ist klar eine Waffe, darf aber jeder tragen.. Eine Kettensäge ist auch kein Problem. Auch wenn ich mit einem Hammer in der Hand durch das Shopping gehe, ist das OK. Hab ich aber einen Baseballschläger OHNE Baseball und Handschuh im Auto, bekomme ich bei einer Kontrolle echt Probleme... schon etwas merkwürdig das Ganze...
    8 2 Melden
    • Husar 28.05.2018 10:19
      Highlight Nach Schweizerischem Waffengesetz gilt das Samuraischwert nicht als Waffe, auch nicht der Baseballschläger. Man darf sie spazieren führen.

      Allerdings kann jeder Gegenstand als sogenannt "gefährllicher Gegenstand" von der Polizei vorübergehend beschlagnahmt werden, aber nur wenn die Umstände nahelegen, dass damit unmittelbar jemand verletzt werden soll. So gut wie jeder alltägliche Gegenstand, kann ein "gefährlicher Gegenstand" sein. Das könnte zum Beispiel eine Flasche sein in der Hand eines randalierenden Demonstranten, oder der Regenschirm in der Hand einer sehr aufgebrachten Dame.
      3 0 Melden
  • Dante Bellin 27.05.2018 14:17
    Highlight Der "neue Messertyp" gibts seit über 20 Jahren.

    Der "neue Messertyp" wird im schweizer Waffengesetz nicht erwähnt und ist somit NICHT verboten.

    Die Bundespolizei betreibt Willkür.

    Das Theater wegen eines Messers ist an lächerlichkeit kaum zu überbieten, da legale Einhandmesser ohne Feder genauso schnell geöffnet werden können.

    Viele Messerstechereien passieren im Affekt. Da ist ein Küchenmesser oder Taschenmesser meist die 1. Wahl.
    Ein Messer ist ein Messer! So wie eine Schusswaffe eine Schusswaffe ist. Ob Gewehr oder Revolver.

    Ich finde viele eurer Beiträge schlecht recherchiert.

    22 7 Melden
  • dmark 27.05.2018 13:11
    Highlight Es liegt mit grosser Sicherheit nicht an den Messern, sondern an den Leuten selbst. Wir durften früher in der Schule für einen Waldspaziergang oder auch in der Jugendfreizeit/Zeltlager ohne Probleme Dolche mitnehmen.
    Das wäre heutzutage undenkbar.
    17 5 Melden
    • Husar 28.05.2018 19:13
      Highlight Tragen die Pfadfinder keine Pfadimessser mehr (Ein Jagdmesser, mit ziemlich langer Klinge und passender Scheide, am Gurt getragen und im Griff das Emblem: die Lilie)?
      Das gehörte früher einfach dazu. Wäre jammerschade, wenn das abgeschafft wäre.
      2 0 Melden
  • Sarkasmusdetektor 27.05.2018 11:56
    Highlight Zum Öffnen von Paketen braucht man mit Sicherheit keine über 5cm lange Klinge. Da reicht ein Teppichmesser, das man auch problemlos mit einer Hand öffnen kann.
    15 6 Melden
    • Husar 28.05.2018 19:13
      Highlight Dito für Hälse.
      0 0 Melden
  • aglio e olio 27.05.2018 11:22
    Highlight Warum Federklappmechanismen verbieten, wenn in der Manor Spielzeugabteilung "Schmetterlingsmessersimulatoren erhältlich sind?
    20 0 Melden
    • Kong 27.05.2018 13:24
      Highlight geht auch mit dem entsprechenden Zapfenzieher für Wein 😀
      11 1 Melden
  • Madison Pierce 27.05.2018 10:51
    Highlight Weshalb soll sich ein Messer mit federunterstützter Öffnung besser als Tatwerkzeug eignen als eines ohne Feder?
    23 3 Melden
    • Alnothur 27.05.2018 16:17
      Highlight Man will halt irgendwas verbieten, da spielt Logik keine grosse Rolle mehr.
      11 3 Melden
  • Baum68 27.05.2018 10:33
    Highlight Verbote bringen nicht viel. Jeder kann ein Küchenmesser nehmen und damit ein Verbrechen begehen.
    Was ist gefährlicher? Ein kurzes Springmesser oder ein Fleischmesser?
    Es ist die Absicht die zählt, nicht die Art des Gegenstands!
    25 3 Melden
  • frnrsch 27.05.2018 10:15
    Highlight Sind natürlich sehr sehr gefährlich! Deshalb habe ich immer ein über 30 cm langes Brotmesser dabei, die sind wenigstens erlaubt 😁
    26 2 Melden
  • Waedliman 27.05.2018 09:43
    Highlight Das Argument von diesem Klötzli ist genauso dämlich wie das der Waffenfans in den USA.
    26 37 Melden
  • Stirling 27.05.2018 09:28
    Highlight Wie viele Kommentierenden es schon sagten, das Problem ist nicht die Tatwaffe, das Problem ist im Kopf des Menschen.
    Dennoch bin ich der Meinung, dass hochqualifizierte Schusswaffen, die für den militärischen gebrauch entwickelt wurden, nicht lizenzfrei in die Hände von Zivilisten kommen sollten.
    Bei den Messern ist es anders, es gibt kein Messer mit dem ich 20 Menschen in ein paar Sekunden töten kann.
    Ein Verbot ist sinnlos.
    Dann nehme ich halt einen Kerzenständer oder dieses lange Metallwerkzeug vom Chemineézubehör.
    17 32 Melden
    • walsi 27.05.2018 12:08
      Highlight @Stirling: In einer dichten Menschenmenge kann ich mit einem Messer in kürzester Zeit ein Blutbad anrichten, es dürfte für ein paar tödliche Verletzungen reichen bis mich jemand stoppen kann. Diejenigen die mich überwältigen riskieren dabei selber schwer verletzt zu werden, wenn nicht zu sterben.
      19 1 Melden
    • Kong 27.05.2018 13:29
      Highlight tja, wenn es so einfach wäre... in D lief einer durch die Kirmes und hat in wenigen Minuten Dutzende schwer mit einem Messer verwundet. In der Menge war der Täter dank der leisen Waffe kaum identifizierbar.
      Auch die Vorstellung von hochqualifizierten Militärwaffen kommt von Hollywood. Weil noch eine Lampe an einer Rail hängt? Ausser dem CH Stgw sind viele Armeewaffen qualitativ Schrott. Was meinst du was vom Kaliber her noch besser taugt. Vielleicht eine halbautomatische Jagdwaffe in potentem Kaliber? Es ist immer der Mann, nie das Material
      15 2 Melden
    • What’s Up, Doc? 27.05.2018 13:33
      Highlight 1. Bekommt man bei uns keine Schusswaffen ohne, wie du es sagst, Lizenz (Waffenerwerbsschein) und vollautomatische Waffen gibt es damit auch nicht dafür braucht es eine Sonderbewilligung mit noch grösseren Auflagen und gibt's sehr, sehr selten.

      2. Amüsiert es mich immer wieder wie Leute das Potenzial einer Stichwaffe in Sachen Geschwindigkeit und Verletzungsgefahr unterschätzen.


      Hier zwei Videos zum Thema die vielleicht interessieren:




      15 0 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • CASSIO 27.05.2018 09:28
    Highlight Präsident Reto Böhlen sagt: «Logistiker arbeiten gerne mit diesen Klappmessern, weil sie damit ein Paket öffnen können, auch wenn sie nur eine Hand freihaben.» Herr Böhlen, bei uns in der Logistik haben die Logistiker jeweils beide Hände frei. Weshalb? Weil es Berufsunfälle verhindert. Sie sollten wohl mal in Ihre Logistikeinrichtungen investieren!
    28 11 Melden
    • What’s Up, Doc? 27.05.2018 13:36
      Highlight Auch wenn er nicht investiert einhändig manuell bedienbare Messer sind ja so wie so erlaubt.
      12 0 Melden
  • HerrLich 27.05.2018 09:00
    Highlight Oder Modell USA: Die Messer legalisieren und unsere Lehrer in Nahkampf ausbilden! http://L
    12 30 Melden
  • Gawayn 27.05.2018 08:20
    Highlight Mit einem Schraubenzieher kann man allerlei Dinge befestigen.
    Oder als Stich/Wurfwaffe Leute verletzen oder gar töten.

    Mit einer Axt kann man Feuerholz hacken.
    Oder Köpfe spalten.

    Mit Messern kann man schnitzen oder Essen zerteilen.
    Oder als Waffe gegen Andere einsetzen.

    Eine Feuerwaffe Gewehr oder Pistole/Revolver, wird nur zum Zweck des tötens gebaut.
    Ja kann auch für den Schiessport sein.
    Deswegen sollten die Lizenzpflichtig bleiben.

    Messer sind Werkzeuge. Dieses sowieso

    30 15 Melden
    • HerrJirak 27.05.2018 09:20
      Highlight Lizenzpflicht für alles!Messer können auch falsch bedient werden.
      11 16 Melden
    • yanoi 27.05.2018 11:36
      Highlight lizenzpflicht für alles?... schere, gasflaschen (bombe), türgriffe, handys (tut weh, so eins an den kopf zu kriegen!), glasflaschen ....
      16 2 Melden
    • dmark 27.05.2018 13:17
      Highlight Nun...
      Generell kann das äusserliche Einbringen von Metallgegenständen in den Körper, immer ernste Gefahren für die Gesundheit haben.
      Ob dies nun langsam oder schnell geschieht, spielt in erster Linie keinen so grossen Unterschied.
      5 0 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • walsi 27.05.2018 06:34
    Highlight Ich sehe hier ein interessantes Phänomen. Viele die sich dafür stark machen, dass Schusswaffen verboten werden und sich dann aufregen, wenn jemand sagt, es sind Menschen die Töten, nicht die Waffen, Argumentieren bei den Messern nun auf einmal gleich. Es sind die Menschen die Töten, nicht die Messer.
    49 6 Melden
    • Einstürzende_Altbauten * 27.05.2018 09:16
      Highlight genau das wollte ich auch schreiben, schliesse mich gerne deinem kommentar an. danke.
      20 4 Melden
  • Gianni48 27.05.2018 05:36
    Highlight Die 'Waffe' Auto tötet täglich Menschen und Tiere. Müsste also auch verboten werden.
    32 6 Melden
    • HerrJirak 27.05.2018 09:21
      Highlight Man darf die Lastwagen nicht vergessen (sie könnten sich ja diskriminiert fühlen)
      28 2 Melden
  • Aquilifer 27.05.2018 00:54
    Highlight Habe vor kurzem von einem Todschlag mit einem Blumentopf gelese. Werden die jetzt auch verboten? Wenn jemand einen Mord Plant, dann ist es ihm doch völlig egal ob diese Waffe oder was auch immer es ist legal oder verboten ist.
    29 26 Melden
  • yanoi 27.05.2018 00:53
    Highlight messer und ein damit begangenes verbrechen ist für mich wie besoffen autofahren... klar brauch ich ein auto, um diese straftat zu begehen... aber deswegen ist ja nicht das auto schuld und ich kann auch nicht den autofahrern unterstellen, sie hätten ein auto um im vollrausch heimzufahren weil sie nicht mehr laufen können... und die problematik vom vollrausch (agression/tötungsabsicht) ist nach wie vor vorhanden und der geneigte idiot gefährdet sich und andere mit anderen methoden...
    16 11 Melden
    • CASSIO 27.05.2018 09:33
      Highlight das sind doch zwei paar schuhe! einmal vorsatz, einmal kein vorsatz! vermischt doch bitte nicht kraut mit rüben.
      12 6 Melden
  • Susan Köhli 27.05.2018 00:53
    Highlight Man suche auf Rica***.ch nach AK 47 und man findet X Angebote von sog. Stellmesser (Messer mit automatischer Öffnung) Fedpol, MELANI, lokale Polizestellen wurden informiert, geben sich aber als nicht zuständig aus.. wozu braucht es ein Darknet wenn die Behörden wegschauen?
    7 25 Melden
    • Surf & Turf 27.05.2018 08:48
      Highlight Probe aufs Exempel gemacht und kein einziges gefunden.
      21 3 Melden
    • HerrJirak 27.05.2018 09:22
      Highlight AK 47 ist keine Bezeichnung eines Messers....
      18 1 Melden
    • CASSIO 27.05.2018 09:35
      Highlight surf & turf, ersetze vielleicht *** mit rdo, dann klappt's auch mit der suche!
      2 7 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • derEchteElch 26.05.2018 23:02
    Highlight Für was braucht ein Logistiker ein Messer mit einer mehr als 5cm langen Klinge? Ich kenne keine einzigen Typ Kartonschachtel, welche dicker als 2cm ist..

    Die einhändig bedienbaren Schweizer Sackmesser (Armeesackmesser) sind doch ebenfalls ausreichend. Der Logistiker sagt ja selbst, er braucht nur eine Hand um das Messer zu öffnen..
    55 24 Melden
    • Alju 27.05.2018 00:36
      Highlight Ich war wärend meiner Studienzeit Aushilfs-Magaziner/Verkäufer in einem Supermarkt. Ich habe mit dem Cutter viele Verpackungen aufgemacht.

      Cutter haben die Vorteile, dass man deren Klinge einhändig ausfahren kann und sicher verstauen kann.

      Nachteile:
      Sie sind instabil und unhandlich im Schneiden, da die Klinge sich oft leicht bewegt und zu biegsam/kurz ist.

      Daher kann ich mir gut vorstellen, dass besagte Messer als Werkzeug sehr praktisch sind.
      29 7 Melden
  • Dreiländereck 26.05.2018 22:38
    Highlight Frage an Herrn Böhlen:
    Warum kann der Logistiker nicht ein einhändig bedienbares Klappmesser ohne Federunterstützung verwenden.
    Ein solches ist nämlich legal.
    43 9 Melden
    • The Destiny // Team Telegram 27.05.2018 00:07
      Highlight Solche Dinger sind auch als cutter bekannt.
      21 9 Melden
    • yanoi 27.05.2018 00:42
      Highlight warum soll sich der logistiker erklären müssen, welches messer praktisch ist?...
      29 12 Melden
    • Dreiländereck 27.05.2018 08:11
      Highlight @yanoi:
      Herr Böhlen ist Messerschmied und nicht Logistiker. Artikel genau lesen 😉
      14 2 Melden
  • Redly 26.05.2018 22:36
    Highlight Nur Idioten laufen mit solchen Messern rum.
    Und Idioten zu Unterstützen soll verboten sein.
    Andernfalls kann man gleich Trumpel folgen und alle sollen Waffen tragen.
    🤦‍♀️🤦‍♂️
    29 55 Melden
    • frnrsch 27.05.2018 10:12
      Highlight Wenn die Menschen die Idioten unterstützen ins Gefängnis müssten wäre 3/4 der Menschheit eingesperrt (mich eingeschlossen) 😁
      6 1 Melden
    • zeromaster80 27.05.2018 22:13
      Highlight Sie bezeichnen also mehrheitlich jugendliche mit Migrationshintergrund als Idioten? ("Es handle sich vor allem um junge Männer, und zwar insbesondere mit südeuropäischem, polnischem, arabischem und nordafrikanischem Migrationshintergrund.")
      Sehr rassistisch.
      3 2 Melden
    • Husar 28.05.2018 00:11
      Highlight @frnrsch

      Nur 3/4? Du Optimist!
      1 1 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Husar 26.05.2018 21:45
    Highlight Das Fedpol kann nicht auf eine Notwendigkeit zur Verschärfung des Gesetzes hinweisen. Besagte Messerbauart stellt keine besondere Gefahr für die Bevölkerung dar und ist lange genug im Handel, um Erfahrung zu sammeln. Der Entscheid des Fedpol wirkt willkürlich. Ob wohl Viktorinox vor ausländischer Konkurenz geschützt werden soll?

    Des Kriminologen Baier Einwand «Es besteht immer die Gefahr, dass Messer falsch eingesetzt werden. Ich finde es deshalb richtig, dass sie im Zweifel als Waffen eingestuft werden.» ist absurd, weil er für alle Gegenstände zutrifft. Dann müsste alles verboten werden.
    31 29 Melden
    • äti 27.05.2018 00:32
      Highlight Genau, abwarten bis was passiert und dann rumheulen die Fedpol habe geschlampt. Alle Springmesser verbieten, braucht man wirklich nur zum Angeben.
      18 14 Melden
    • Husar 27.05.2018 23:35
      Highlight @äti
      Es geht hier nicht um Springmesser!
      Klappmesser, die sich einhändig öffnen und schliessen lassen sind sehr praktisch, vielerorts in Beruf, Hauhsalt und Freizeit. Ein Unterstützender (an sich nicht-automatischer) Klapp-Mechanismus macht's noch praktischer. Aber es macht nichts gefährlicher. Jemand der so richtig angeben will, kann mit einem Schwert herumlaufen, oder mit einem Bowie-Messer egal wie lang, auch eine Axt geht, weil diese nicht als Waffe gelten (CH) und daher auch in der Öffentlichkeit getragen werden dürfen.
      3 1 Melden
  • Walser 26.05.2018 21:42
    Highlight Super Artikel. Zeigt perfekt unsere hilflose, fehlgeleitete Politik zur Gewalt- und Verbrechensbekämpfung. Die Verurteilten möglichst schnell wieder auf die Bevölkerung loslassen (heisst Wiedereingliederung) und im Gegenzug der restlichen Bevölkerung die Sackmesser und Gewehre wegnehmen.
    45 48 Melden
    • nödganz.klar 27.05.2018 03:01
      Highlight stimmt, das Gegenteil (Ewig in den Knast, Waffe für alle anderen) klappt je bekanntlich in der USA super. Moment, oder etwa doch nicht?
      29 19 Melden
  • KAMPFPANZER 26.05.2018 21:41
    Highlight "Wenn irgendwelche Idioten aufeinander losgehen, sollte man nicht ein Produkt dafür verantwortlich machen, sondern den Idioten."

    Das ist die exakt gleiche Argumentationsweise wie die der Schiesswaffen-Lobby in den USA. Man sollte evtl. das Prpdukt nicht verurteilen, aber wenn dies der Weg ist, um eine Tat zu verhindern, ist es der richtige Weg.
    57 61 Melden
    • Roman Stanger 26.05.2018 22:49
      Highlight Der Vergleich mit Schusswaffen ist nun wirklich Blödsinn. Messer gehören zu den gebräuchlichsten Alltagsgegenständen - das ist ja bei Schusswaffen nun wirklich nicht nicht der Fall. In jedem Haushalt finden sich mehrere Messer, mit denen man problemlos Tötungsdelikte durchführen kann, und das wird auch immer so sein. Verboten werden einfach immer nur Mechanismen und Klingenformen, die bei Leuten beliebt sind, die sich gerne als Gewalttäter inszenieren. Wer zustechen will, der tut das aber auch mit einem Rüstmesser.
      43 14 Melden
    • Armend Shala 26.05.2018 23:04
      Highlight Ja dann verbietet doch alles. Oi you got a licence for your butterknive m8?
      18 14 Melden
    • KAMPFPANZER 26.05.2018 23:35
      Highlight Vielleicht kam mein Punkt nicht so wie gewollt rüber. Ich möchte nicht Messer allgemein verbieten, sondern Schadensbegrenzung durch das Verbot von - wie Du bereits erwähnt hast - gewissen Mechanismen und Klingenformen betreiben.
      15 13 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Alnothur 26.05.2018 21:12
    Highlight "Bei Mord und Totschlag denkt man an Schusswaffen"

    ...hauptsächlich weil "Qualitätsmedien" wie Watson ausschliesslich dann über Morde berichten - selbst wenn sie auf der anderen Seite der Welt statt finden - wenn sie mit Schusswaffen verübt werden. Die Amokläufe mit Messern, die insbesondere in China ziemlich "beliebt" sind (kürzlich ein Dutzend Tote), aber auch in Australien, verschweigt man lieber.
    208 33 Melden
    • äti 27.05.2018 00:44
      Highlight .. du meinst, man sollte täglich über chinesische Messerattacken, Australische Barschlägereien mit Bierflaschen und Japanische Strassenprügelein berichten? Wieso nicht auch über tägliche Tierquälereien in Osteuropa, Indonesien etc? Oder Delphinmassacker oder das Vogelsterben hier bei uns?
      Vielleicht würde die Tageszeitung weit über einen Meter dick. Zuviel für mich.
      12 28 Melden
    • walsi 27.05.2018 06:45
      Highlight @äti: Warum ist es wichtig und richtig über eine Massenschiesserei an einer US-Schule zu berichten. Aber vernachlässigbar über eine Amoklauf mit einem Messer in China zu berichten. Was macht die US-Kinder wichtiger als die Chinesischen?
      27 4 Melden
    • _kokolorix 27.05.2018 09:26
      Highlight Dein Vergleich hinkt, weil sich das Ausmass ganz erheblich unterscheidet. In den USA sterben im ø täglich um die 90 Menschen durch Schusswaffen!
      Australien und China haben Mordraten von 1.0 (pro 100000 Einwohner) ähnlich wie in Westeuropa, die USA von 4.7.
      Auch wurde die rigorose Verschäfung der australischen Waffengesetze nach 1996 in hiesigen Medien nicht gross Thematisiert
      5 5 Melden
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  • Roman Stanger 26.05.2018 20:57
    Highlight Diese Messerverbote sind ohnehin allesamt unsinnig.

    Tötungsdelikte mit Stichwaffen werden nicht dadurch begünstigt, dass jemand sein Messer verdeckt tragen kann und es trotzdem möglichst schnell griffbereit hat (zB Springmesser), oder dass es besonders schnell in den Körper eindringt (symmetrischer Dolch). Denn in der Regel wird bei Messerattacken mehrmals auf einen Unbewaffneten eingestochen.

    Springmesser etc. sind einfach Prestigeobjekte für Idioten, die sich als coole Messerkämpfer ansehen, aber solche Delikte können und werden auch mit Pfadi- und Küchenmessern begangen werden.
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  • yanoi 26.05.2018 19:51
    Highlight messer ist eines der ältesten werkzeuge der menschheit... dieses verbieten zu wollen ist mMn hohn... eine hiltibohrmaschine, baseballschläger, motorsäge, heugabel, range rover, etcetc gelten auch als alltagsgegenstände... und dürfen auch mit totenkopf verziert sein... ein gegenstand kann nicht gefährlich sein; es ist stets der kopf... es heisst ja auch schneidewerkzeuge... bei schusswaffen bin ich übrigens anderer meinung... heisst ja auch waffe...
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    • Sauäschnörrli 26.05.2018 21:49
      Highlight Und Messer nennt man in diesem Zusammenhang Stichwaffe.
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    • yanoi 27.05.2018 00:47
      Highlight eine ahle ist ein stichwerkzeug... man nennt ein auto nach einem verbrechen auch nicht fahrwaffe...
      zugegeben: ein symetrischer dolch, das ist meinetwegen eine stichwaffe... ansonsten braucht ein messer für meine zwecke eine klar definierte spitze, um feine arbeiten auszuführen...
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    • HerrJirak 27.05.2018 09:30
      Highlight Du weisst schon das ein Baseballschläger als Waffe gilt? Ausser du kannst glaubwürdig machen, dass du ihn aussschliesslich für Sport zwecke mitführst.
      Gleiches gilt für Küchenmesser mit langer klinge. Darfst du auch nicht einfach zum Spass mitführen (weil es eben als Waffe eingesetzt werden kann).
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  • Gubbe 26.05.2018 19:29
    Highlight Als 13-jähriger hatte ich si ein Messer mit einem Knopf auf der Seite. Wenn ich nach dem Endsichern darauf drückte, klappte seitwärts eine Klinge raus. Erstochen habe ich niemanden. weder mit diesen, noch mit einem riesigen Küchenmesser. Ich brauchte das Messer im Wald, wo ich Stunden an etwas schnitzte. Auch Pfeil und Bogen. Sicher ist das heute auch verboten. Es soll ja Hunderte geben, die von Pfeilen durchbohrt sind...
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    • EvilBetty 26.05.2018 23:22
      Highlight Da gibts aber schon bessere Messer zum Schnitzen... 😊
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    • CASSIO 27.05.2018 09:31
      Highlight Gubbe, Du wurdest nachts auf der Strasse auch noch nie mit einem solchen Messer bedroht, weil Du offenbar schön brav im Bettli warst.
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    • Gubbe 27.05.2018 10:45
      Highlight Cassio: Da magst du wohl recht haben, ein Rumtreiber war ich noch nie. Aber brav..?
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