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Absolute Feuerverbote: Nur 4 Kantone halten sich noch zurück

20 Kantone haben am 6. August ein absolutes Feuerverbot verhängt.
Bild: keystone/watson

Kanton Luzern zieht nach: In 20 Kantonen gilt aktuell ein absolutes Feuerverbot

06.08.2026, 15:1206.08.2026, 15:12

Im Kanton Luzern steigt wegen der anhaltenden Trockenheit die Waldbrandgefahr. Die Behörden haben deswegen im Freien ein absolutes Feuerverbot erlassen. Das Löschwasser droht knapp zu werden.

Somit gilt im Kanton Luzern neu die höchstmögliche Gefahrenstufe. Es sei ab sofort auch das Entzünden von Feuer in befestigten Feuerstellen und in Kohlegrills im ganzen Kantonsgebiet verboten, teilte die Staatskanzlei am Donnerstag mit. Bislang galt das Feuerverbot nur für den Wald und die waldnahen Gebiete.

Verboten ist auch das Wegwerfen von Raucherwaren, das Zünden von Feuerwerk oder das Steigenlassen von Himmelslaternen. Gas- und Elektrogrills dürfen weiterhin verwendet werden.

20 Kantone verhängen absolutes Feuerverbot

Der Kanton Luzern wechselt damit zu den 19 weiteren Kantonen, die bereits ein absolutes Feuerverbot verhängt haben. Aktuell verzichten nur die Kantone Bern, Obwalden, Nidwalden, Zug und Appenzell Innerrhoden auf ein absolutes Feuerverbot. Hier gelten lediglich Feuerverbote in Waldesnähe.

Der Kanton Graubünden kennt keine kantonsübergreifende Regelungen. Doch auch hier gilt in den meisten Regionen ein absolutes Feuerverbot.

Aufrufe zu Sparsamkeit

Die Luzerner Behörden rufen die Bevölkerung zur äussersten Vorsicht auf, wenn sie mit brennbaren Materialien hantieren. Neben der Trockenheit würden auch die Hitze und der Wind die Waldbrandgefahr erhöhen, hiess es.

Auch mit dem Trinkwasser sei sorgsam umzugehen, teilte die Staatskanzlei mit. Die Pegel der Gewässer und die Grundwasserstände seien ausserordentlich tief. Die sich abzeichnende Wasserknappheit stelle auch die Feuerwehren bei der Brandbekämpfung vor Herausforderungen.

Vorsicht ist nach Angaben der Staatskanzlei ferner bei Waldspaziergängen am Platz. Bei der derzeitigen Witterung könnten Äste austrocknen und herabfallen. Zudem wird die Bevölkerung aufgerufen, in den Gewässern die Fische nicht zu stören, die unter den herrschenden Bedingungen leiden würden.

Zürcher Bauern erntet in der Nacht

Wegen der Trockenheit haben Zürcher Bauern die Maisernte teilweise in die Nacht verlegt. Sie wollen damit die Qualität des Winterfutters für ihre Tiere sichern.

Die Getreidefeld sehen zu dieser Zeit immer ausgetrocknet aus, diese leiden aber ebenso unter der Trockenheit, wie hier in Grosswangen im Kanton Luzern am Freitag, 10. Juli 2026. (KEYSTONE/Urs Flueele ...
Die Trockenheit macht Schweizer Landwirtinnen und Landwirten zu schaffen.Bild: keystone

Der Futtermais reift aufgrund der extremen Hitze und Trockenheit deutlich schneller als gewohnt, wie der Zürcher Bauernverband am Donnerstag mitteilte. Deshalb müssen zahlreiche Landwirtschaftsbetriebe ihre Ernte vorziehen. Um eine gute Futterqualität zu erreichen, weichen sie für die Feldarbeit auf die kühleren Nacht- und frühen Morgenstunden aus.

Ein Grossteil des Maises wird siliert und dient im Winter als Futter für Rinder und andere Nutztiere. Würde der Mais bei den aktuell hohen Tagestemperaturen eingebracht, erwärmte sich das Erntegut zu stark. Das würde den späteren Gärprozess behindern und die Qualität des Futters mindern.

(leo/sda)

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