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Waldbrände verwüsten Europa: Bund will trotzdem beim Waldschutz sparen

epa13149373 A drone picture shows a large forest fire in Oostrum, North Limburg, the Netherlands, 04 August 2026. The wildfire in the wooded area remains out of control. Firefighters have deployed num ...
Ein brennender Wald bei Oostrum in den Niederlanden im August 2026Bild: keystone

Der Bund kürzt 100 Millionen Franken für den Wald – während Europa brennt

Europa brennt – metaphorisch und wortwörtlich. Überall toben seit mehreren Wochen Waldbrände mit verheerenden Folgen für Wildtiere, Landwirtschaft, Wälder – und die Staatskassen.
06.08.2026, 10:2706.08.2026, 11:20

In den letzten Juli- und ersten August-Tagen klettern die Thermometer fast überall in Europa auf Rekordwerte. Die Durchschnittstemperaturen sind 3,05 °C höher als im Durchschnitt der letzten 30 Jahre. Auch in der Schweiz stehen alle Anzeichen auf Rekordsommer, der gar heisser werden soll als der Hitzesommer 2003.

Die Auswirkungen des menschengemachten Klimawandels sind direkt spürbar. Bis Mitte Juli sind laut der WHO über 10'000 Menschen der Hitze in Europa zum Opfer gefallen. Auch die irreversiblen Auswirkungen auf die Natur sind verheerend. Die Alpengletscher haben bereits Ende Juni ihre Schneedecke, die sie vor der Sonneneinstrahlung und der Hitze schützt, verloren. Expertinnen und Experten warnen vor einer Gletscherschmelze von mehr als sechs Metern im laufenden Sommer.

Europa brennt

Währenddessen toben in Frankreich, Griechenland und Spanien Waldbrände, die alle Durchschnittswerte der letzten zwei Jahrzehnte übertreffen. Die wochenlang anhaltende Hitze zusammen mit teilweise starkem Wind hat ideale Verhältnisse für Waldbrände geschaffen. Insgesamt sind bereits fast 500'000 Hektaren Wald-, Weide- und Buschfläche in Europa abgebrannt.

498'823 Hektaren entsprechen fast der Fläche des Kantons Wallis. Und die Brände wüten erst seit Anfang März. Aber gerade in den letzten 30 besonders heissen Tagen sind viele Feuer ausgebrochen, welche die Einsatzkräfte mit grosser Mühe unter Kontrolle bringen konnten oder immer noch brennen. In Spanien und Frankreich alleine sind 259'000 Hektaren abgebrannt seit Anfang Juni, wie die Satellitenbildauswertung des europäischen Waldbrandinformationssystems EFFIS zeigt.

Waldbrände in Spanien und Frankreich

Während den Rekordhitze-Monaten sind in Spanien und Frankreich über 300'000 Hektaren Fläche abgebrannt.

Die verheerenden Brände entflammten sich bereits im Juni und breiteten sich schnell aus, wie Satellitenbilder zeigen.

Robres, Spanien

Fläche abgebrannt: 2830 Hektaren

30.06.2026

Quelle: Copernicus

Fläche abgebrannt: 2830 Hektaren

01.07.2026

Quelle: Copernicus

Fläche abgebrannt: 2830 Hektaren

03.07.2026

Quelle: Copernicus

Cinco-Villas, Spanien

Fläche abgebrannt: 15'045 Hektaren

11.07.2026

Quelle: Copernicus

Fläche abgebrannt: 15'045 Hektaren

16.07.2026

Quelle: Copernicus

Fläche abgebrannt: 15'045 Hektaren

21.07.2026

Quelle: Copernicus

Fontainebleau, Frankreich

Fläche abgebrannt: 1953 Hektaren

10.07.2026

Quelle: Copernicus

Fläche abgebrannt: 1953 Hektaren

13.07.2026

Quelle: Copernicus

Fläche abgebrannt: 1953 Hektaren

20.07.2026

Quelle: Copernicus

Bordeaux, Frankreich

Fläche abgebrannt: 37'221 Hektaren

21.07.2026

Quelle: Copernicus

Fläche abgebrannt: 37'221 Hektaren

02.08.2026

Quelle: Copernicus

Madrid, Spanien

Fläche abgebrannt: 42'458 Hektaren

16.07.2026

Quelle: Copernicus

Fläche abgebrannt: 42'458 Hektaren

24.07.2026

Quelle: Copernicus

Fläche abgebrannt: 42'458 Hektaren

26.07.2026

Quelle: Copernicus

Fläche abgebrannt: 42'458 Hektaren

29.07.2026

Quelle: Copernicus

Onda, Spanien

Fläche abgebrannt: 9222 Hektaren

23.07.2026

Quelle: Copernicus

Fläche abgebrannt: 9222 Hektaren

28.07.2026

Quelle: Copernicus

Fläche abgebrannt: 9222 Hektaren

30.07.2026

Quelle: Copernicus

Viele der Feuer hinterliessen verbrannte Erde von weit über 10'000 Hektaren und brannten oft über mehrere Tage und Wochen. Der flächenmässig zerstörerischste Waldbrand tobte in der Region von Sierra Oeste und konnte nur rund 2,5 Kilometer vor Madrid gelöscht werden. Das Feuer vor der spanischen Hauptstadt breitete sich über 42'458 Hektaren aus. Rund ein Fünftel der gesamten Fläche, die in Spanien diesen Sommer gebrannt hat.

Während Spanien beinahe den jemals gemessenen Höchstwert der verbrannten Fläche im Juli verzeichnen muss, ist Frankreich bereits weit über dem bisherigen Spitzenwert. Der Hitzesommer trifft Frankreich besonders hart und Waldbrände bei Paris und Bordeaux hinterlassen beinahe 100'000 Hektaren verkohltes Land.

Glücklicherweise sind die meisten Grossbrände in Frankreich zum jetzigen Zeitpunkt unter Kontrolle. Doch brachen dafür im Süden Europas, spezifisch in Griechenland, in den letzten Tagen erneut Feuer aus.

Zwar sind die Feuer in Griechenland bisher nicht so zerstörerisch wie in anderen Jahren, doch haben die Meldungen von neuen Brandherden Anfang August stark zugenommen. Die starken Sturmwinde lassen das Feuer zudem schneller eskalieren und erschweren die Löscharbeiten. Am Sonntag sind zwei Helikopter der griechischen Feuerwehr beim Einsatz kollidiert. Zwei Menschen der Crew kamen dabei ums Leben. Bereits letzte Woche starben auf Kreta zwei Feuerwehrleute im Einsatz, während in Peoponnesea im Süden von Griechenland eine dritte Person bei Löscharbeiten ums Leben kam.

Das angerichtete Leid der durch den Klimawandel verursachten Flächenbrände für die Natur und die Menschen ist enorm und offensichtlich. Aber die Naturkatastrophen treffen auch die Staatskassen immer härter.

Kosten auf allen Ebenen

Die monatelangen Einsätze von Rettungskräften, der Verlust von Landwirtschaftsflächen, der Ausfall von Gewerbe und die nötige Aufforstung von verlorenen Waldflächen kosten die betroffenen Staaten jährlich mehrere Milliarden Euro.

Gerade in den letzten zehn Jahren sind die Schäden in die Höhe geschnellt. Den bisherigen Höhepunkt erreichten sie im letzten Jahr. 2025 sind durch Waldbrände weltweit geschätzt Schäden in der Höhe von fast 50 Milliarden Euro verursacht worden.

Für Europa stehen dieses Jahr alle Zeichen auf einem erneuten Rekordwert. Die «Financial Times» rechnet vor, dass die bisherigen Waldbrände in diesem Sommer bereits Kosten von rund 3,1 Milliarden Euro verursacht haben, was nur noch leicht unter dem EU-Rekordwert von 3,2 Milliarden aus dem Jahr 2021 liegt.

Auch in der Schweiz leiden die Wälder und Wiesen unter der Hitze. Zwar blieb die Schweiz in diesem Sommer bisher von grossflächigen Waldbränden verschont, doch ist die Gefahr enorm hoch, wie beispielsweise das landesweite Feuerverbot klar zeigt. Die Schweiz ist keineswegs immun gegen Waldbrände, wie der brennende Riederwald im Wallis vor fast genau drei Jahren gezeigt hat,

Forscherinnen der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) warnen, dass ab 2040 die Waldbrandgefahr in den Voralpen deutlich steigen wird. Dazu kommt, dass sich verbrannte Flächen nicht innerhalb eines Jahres erholen. Sie benötigen Pflege und Neuaufforstung der verlorenen Waldflächen oder einfach viel Zeit.

Trotz alledem hat der Bundesrat letzte Woche entschieden, die Mittel für einen klimatauglichen Wald um 100 Millionen Franken zu kürzen. Begründet wurde der Entscheid mit den allgemeinen Sparvorgaben im Bundeshaushalt.

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Die eindrucksvollsten Bilder der Waldbrände in Frankreich und Spanien
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Die eindrucksvollsten Bilder der Waldbrände in Frankreich und Spanien

Auch in der Nacht auf Montag, den 27. Juli 2026, brennen die Flammen im französischen Département Gironde weiter.

quelle: www.imago-images.de / imago images
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Waldbrände in Griechenland: Häuser brennen nieder
Video: watson
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383 Kommentare
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Swaghetti Yolonese
06.08.2026 10:46registriert Januar 2016
Rösti ist und bleibt einfach eine Fehlbesetzung die ihresgleichen sucht.
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Treebonesteak
06.08.2026 10:37registriert April 2021
Gem. SVP braucht es einfach bessere Strassen in den Bergen und das Problem ist gelöst.
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Zeit_Genosse
06.08.2026 10:37registriert Februar 2014
Wälder müssen besser geschützt werden. Zudem braucht es passende Aufforstung.

Der Wald ist eines der wichtigsten Ökosysteme zur Klimaregulation und Erosionsvermeidung. Wo Wald ist, ist auch Regen, ist auch ein feuchtes Wurzelsystem. Das reguliert die lokale Temperatur. Beispiel: Im Sihlwald bei Zürich ist die Temperatur zur Stadt zwischen 3-5 Grad kühler. Städte brauchen eine Waldumgebung, um zukünftig nicht nur mit Klimageräten zu existieren.
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Bei Übergangslösung: Temporäre Fahrt durch Strasse von Hormus soll mautfrei bleiben
Schiffe sollen bei einer möglichen Übergangslösung für die Strasse von Hormus die Meerenge nach Darstellung aus dem Weissen Haus gebührenfrei befahren können. «Alle temporären Routen werden ohne jegliche Hindernisse befahrbar sein – das heisst, es sind keine Genehmigungen oder Erlaubnisse erforderlich und es werden keine Mautgebühren oder Gebühren erhoben», betonte ein ranghoher US-Beamter auf Anfrage. Er verwies darauf, dass die Meerenge eine internationale Wasserstrasse sei.
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