Mario Irminger ist seit Mai 2023 Migros-Chef. Unter seiner Ägide hat der Schweizer Kult-Detailhändler im Februar 2024 tiefgreifende Veränderungen angekündigt. Reihenweise sollen Fachmärkte wie Sport X, M-Electronics, Hotelplan oder Micasa verkauft werden.
Im Zuge der Reorganisation, wie die Veränderungen genannt werden, sollen bis zu 1500 Stellen gestrichen werden. In einem Interview mit der «SonntagsZeitung» nahm Mario Irminger nun Stellung zu ...
Solche habe er nicht, erklärt Irminger. Er zweifle nicht am eingeschlagenen Weg der Migros. Er sagt allerdings:
Das sei insbesondere der Fall, weil diejenigen, die die Migros jetzt verlassen müssten, nichts für die aktuelle Situation könnten.
Ihm wäre es natürlich auch viel lieber, wenn er Mitarbeitende einstellen könnte, anstatt sie zu entlassen, so Irminger. Er müsse sich abgrenzen, die persönlichen Schicksale würden ihn sonst zu fest belasten. Das mache er, indem er am Wochenende den Kopf lüfte und beispielsweise in die Berge gehe.
Bisher ist der Abbau von circa 700 Stellen vollzogen, am Ende der Umstrukturierung soll die Zahl etwa 1500 betragen. Laut Irminger kommt es aber nicht nochmals zu einer weiteren grossen Kündigungswelle. Der Abbau werde, wo überall möglich, durch die Umwandlung von festen in temporäre Jobs und die Nichtneubesetzung von offenen Stellen vollzogen.
Es könne allerdings sein, dass es zu Stellenstreichungen im kleineren Umfang kommt. Da viele Fachmärkte abgegeben werden, sind Verwaltungs-, Logistik- und IT-Jobs bei diesen auf der Streichliste.
Optisch soll sich in den Migros-Filialen nicht viel verändern. Bei den Preisen allerdings schon. Die Migros will deutlich günstiger werden. In den Worten von Boss Irminger:
Irminger geht davon aus, dass die durchschnittliche Kaufkraft der Schweizerinnen und Schweizer sinkt. Explodierende Gesundheitskosten, hohe Mieten und Energiepreise, dazu der Einfluss der Migration: Viele Menschen müssten sich überlegen, wo sie sparen wollten. Und ein Budgetposten seien eben die Lebensmittel. Deshalb:
So soll vermehrt wieder auf Eigenmarken gesetzt werden, teils sollen teure, aber nicht enorm nachgefragte Markenprodukte gestrichen werden. Eine Evaluierung, welche es treffen könnte, laufe derzeit.
Bei der Sortimentsvielfalt will die Migros hingegen nichts einbüssen, sondern sich weiterhin von Aldi und Lidl unterscheiden. Irminger:
Eine Fusion von Migros und Denner zu einem «Menner» schliesst Irminger aus. Man sei der Ansicht, dass es sich um zwei Detailhändler mit unterschiedlichen Konzepten handle.
Trotz der Annäherung an diese beiden bei den Preisen wolle die Migros weiterhin Zusatzleistungen wie eine bediente Fleisch- oder Käsetheke anbieten und sich damit unterscheiden.
Die NZZ berichtete, dass die Migros bei der Umstrukturierung die Dienste des US-Unternehmensberaters McKinsey in Anspruch nimmt und diesen teuer entlöhnt. Die Rede war von vier Millionen Franken pro Monat. Diese Zahl korrigiert Irminger:
Dass McKinsey den Umbau bei der Migros diktiere, verneint Irminger.
(con)
Wundert mich aber nicht. Wo McKinsey die Finger im Spiel hat, ist der Niedergang meistens nicht weit weg. Die Migros, unter einem unfähigen Chef wie Mario Irminger, wird da keine Ausnahme sein.
Dabei hat man Leute, die das gleiche tun viel günstiger selber angestellt. Nur drücken die ihre Arbeit gern anderen auf. Wenn man Berater holt, kann man in der Strategieabteilung gleich alle Festangestellten entlassen.
Ah, der arme Herr Irminger trägt ach so viel Verantwortung. Doch dem Himmel sei Dank, gib es unsere schönen Berge, sonst müsste er sich allzu viele Gedanken über seine (ex-) Mitarbeitenden machen.
Mir wird‘s übel…