Schweiz
Zürich

Acht Jahre Freiheitsstrafe nach Messerstichen auf Motorradfahrer

Acht Jahre Freiheitsstrafe nach Messerstichen auf Motorradfahrer

29.02.2024, 12:0029.02.2024, 12:22

Das Bundesgericht hat die Verurteilung eines Mannes zu einer Freiheitsstrafe von acht Jahren wegen versuchter, vorsätzlicher Tötung bestätigt. Er stach nach einer belanglosen Auseinandersetzung im Strassenverkehr einen Motorradfahrer an einer Tankstelle in Adliswil ZH nieder.

Messer Messerstich Symbolbild shutterstock
Der Verurteile griff einen Motorradfahrer mit dem Messer an und verletzte ihn.Bild: Shutterstock

Die acht Zentimeter lange Klinge des Klappmessers des Täters drang durch die Motorradjacke und den Nierengurt des Opfers und verursachte eine sechs Zentimeter tiefe Verletzung in der linken Flanke. Dies geht aus einem am Donnerstag publizierten Urteil des Bundesgerichts hervor.

Es teilt deshalb die Sicht des Zürcher Obergerichts, wonach der Täter im April 2020 mit voller Wucht auf den Motorradfahrer einstach. Die Aufnahmen der Überwachungskamera zeigten zudem, dass er mehrere Stichbewegungen machte und erst vom Opfer abliess und davon fuhr, als dieses hinfiel.

Keine Kontrolle

Der Beschwerdeführer verübte mehrere Stichbewegungen, traf aber nur ein Mal. Diese Verletzung sei zwar nicht lebensgefährlich gewesen, schreibt das Bundesgericht. Dies sei jedoch dem Zufall zu verdanken. Im dynamischen Geschehen habe der Täter keine Kontrolle darüber gehabt, wo er sein Gegenüber treffen würde. Insofern habe das Obergericht von einem Tötungsvorsatz ausgehen dürfen.

Die diesbezügliche Rüge hat das höchste Schweizer Gericht ebenso abgewiesen, wie alle weiteren auch. So erachtet es den von der Vorinstanz festgestellten Ablauf der Geschehnisse als korrekt und ebenso die Strafzumessung. (Urteil 7B_704/2023 vom 13.2.2024) (saw/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Swiss Olympic muss sparen
Swiss Olympic muss sparen. Wie der «SonntagsBlick» in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, klafft beim nationalen olympischen Dachverband für das Jahr 2027 ein Finanzloch von fünf Millionen Franken. Auf der Geschäftsstelle müssten 1,7 Millionen Franken eingespart werden, das entspreche 6,6 Vollzeitstellen und erfordere drei Kündigungen, erklärte Swiss-Olympic-Sprecher Fabio Gramegna. Die Auswirkungen auf die geplante Schweizer Kandidatur für die Olympischen Winterspiele 2038 und die Förderbeiträge für die Sportverbände seien noch nicht absehbar. (sda)
Zur Story