Schweiz
Zürich

Schauspielhaus kämpft gegen Spar

Nach der Verhinderung des McDonald's kämpft das Schauspielhaus nun gegen Spar

22.01.2016, 12:0522.01.2016, 12:21

Die Posse um den neuen Nachbarn des Zürcher Schauspielhauses geht weiter. Nach der Verhinderung einer McDonald's-Filiale wehrt sich das Schauspielhaus nun gegen den Einzug einer Spar-Filiale. Es wolle die eigenen Interessen wahren.

Das Schauspielhaus will nicht, dass im Eckgebäude links neben dem Theatereingang eine Spar-Filiale öffnet. Sprecher Sebastian Steinle bestätigte am Freitag, dass das Schauspielhaus gegen das Baugesuch Einsprache erhoben hat, wie «Radio 24» meldet.

Eine Szene aus dem Stueck «Agnes» aufgeführt im Schauspielhaus.
Eine Szene aus dem Stueck «Agnes» aufgeführt im Schauspielhaus.
Bild: KEYSTONE

Das Schauspielhaus hat «zur Wahrung der eigenen Interessen Rekurs gegen den Beschluss der Bausektion des Stadtrates vom 10. November 2015 betreffend den Mieterausbau des Ladengeschäfts in der Rämistrasse 36 erhoben», sagte Steinle.

Worin diese eigenen Interessen liegen, wollte er nicht sagen. Zu Details der Einsprache äussere sich das Schauspielhaus nicht.

Die Spar-Express-Filiale hätte eigentlich Ende 2015 oder Anfang dieses Jahres öffnen sollen. Zuvor hatte sich das Schauspielhaus bereits gegen den Bau einer Filiale von McDonald's gewehrt.

Sturm der Entrüstung 

Im September 2013 hatte die Stadt Zürich McDonald's die Baubewilligung für die geplante Filiale am Pfauen erteilt, knüpfte die Bewilligung aber an denkmalpflegerische Auflagen. Gegen die Baubewilligung gingen mehrere Rekurse ein, unter anderem auch vom Schauspielhaus.

Dieses bezeichnete die Fastfood-Kette als «nicht passend» für den Pfauen. Man glaube nicht, dass McDonald's den Besuchern des Schauspielhauses eine gastronomische Heimat bieten könne.

Das Schauspielhaus hatte nach Bekanntwerden der Baupläne 6500 Unterschriften gegen die Fastfood-Filiale gesammelt. Die Bögen wurden jedoch nicht bei der Stadt eingereicht, da es sich nicht um eine Petition handelte.

Im Juni 2014 begrub die Fast-Food-Kette ihre Pläne. Die Umnutzung der Liegenschaft habe sich als zu komplex erwiesen. Der Entscheid wurde unter anderem auch damit begründet, dass es nicht möglich gewesen sei, innert nützlicher Frist Lösungen für die Warenanlieferung und die Gästeströme zu finden. (sda)

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