Schweiz
Zürich

Valentin Landmann streitet mit Ex-Partnern um Geld und seinen Namen

Der Anwalt Valentin Landmann beantwortet Fragen der Medien vor dem Zuercher Bezirksgericht am Mittwoch, 13. April 2016. Heute Mittwoch steht der Bankangestellte zur Urteilseroeffnungt vor dem Zuercher ...
Anwalt Valentin Landmann im Jahr 2016 (Archivbild).Bild: KEYSTONE

Valentin Landmann streitet mit Ex-Partnern um Geld und seinen Namen

Nach seinem Austritt aus der eigenen Kanzlei liegt Valentin Landmann mit seinen früheren Geschäftspartnern im Streit. Es geht um ausstehende Honorare – und darum, wer seinen Namen künftig verwenden darf.
01.11.2026, 05:2601.11.2026, 05:26

Der Zürcher Strafverteidiger Valentin Landmann hat sich Anfang Jahr aus der von ihm gegründeten Kanzlei Landmann & Partner zurückgezogen und eine neue Advokatur unter seinem eigenen Namen eröffnet. Wie der «SonntagsBlick» berichtet, ist die Trennung allerdings alles andere als geräuschlos verlaufen.

Landmann wartet demnach noch auf rund 16'000 Franken an Lohn- und Honorarzahlungen aus seiner früheren Tätigkeit. Seine ehemaligen Partner halten das Geld zurück, weil Landmann aus ihrer Sicht Verpflichtungen aus der Trennungsvereinbarung nicht erfüllt habe.

Streit um Landmanns Namen

Besonders heikel ist eine Klausel zur künftigen Verwendung seines Namens. Landmann hatte sich verpflichtet, dafür zu sorgen, dass seine neue Kanzlei nach seinem Tod oder nach Aufgabe seines Anwaltspatents innert zwölf Monaten geschlossen oder umbenannt wird. Die Wörter «Landmann» und «Valentin» dürften dann nicht mehr verwendet werden.

Landmann sagt dazu gegenüber dem «SonntagsBlick»: «Mein Name ist für meine ehemaligen Partner ein Fetisch.» Seiner Ansicht nach wollten diese sicherstellen, dass nur sie als seine regulären Nachfolger wahrgenommen würden. Seine Ex-Partner seien zwar gute Anwälte, pflegten aber einen anderen Stil.

Landmann kündigt rechtliche Schritte an

Landmann erklärt, er habe der Vereinbarung damals nur zugestimmt, weil seine Rechtskosten bereits auf 70'000 Franken gestiegen seien. Die von ihm verlangten Erklärungen seiner neuen Mitarbeiter könne er zudem nicht einfach erzwingen.

Dass die Auszahlung seiner Honorare davon abhängig gemacht werde, wertet Landmann als Nötigung. Er will nun ein Schlichtungsverfahren beim Friedensrichteramt einleiten und danach allenfalls vor das Arbeitsgericht ziehen. Seine ehemaligen Partner weisen den Vorwurf zurück und erklären gegenüber dem «SonntagsBlick», man sehe keinen Anlass, vertragliche Vereinbarungen öffentlich zu kommentieren.

Landmann selbst denkt trotz seines Alters von 76 Jahren und eines kürzlichen Spitalaufenthalts nicht ans Aufhören. In seiner neuen Kanzlei wolle er künftig stärker im Hintergrund arbeiten und jüngere Anwälte mit seiner Erfahrung unterstützen. (mke)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Ausschreitungen in Frankfurt am Main in Halloween-Nacht
1 / 29
Ausschreitungen in Frankfurt am Main in Halloween-Nacht
quelle: florian wiegand
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Deutsche Luxusläden verbarrikadieren sich
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Steff la Cheffe: «Andere haben sich grosse Sorgen um mich gemacht – zu Recht»
Die Berner Musikerin ist zurück und spricht über ihre Auszeit, wiederkehrende Stresssymptome und darüber, warum selbst bekannte Schweizer Acts kaum noch von ihrer Musik leben können.
Im Februar zog Chef la Cheffe die Reissleine. Kurz vor der Veröffentlichung ihres neuen Albums. Die 39-jährige Berner Musikerin litt an einer Erschöpfungsdepression mit Herzrasen und Schlaflosigkeit. Jetzt hat sie sich zurückgemeldet, veröffentlicht ihr Album «Stoff» nachträglich und will im Frühling auf Tour gehen.
Zur Story