Valentin Landmann streitet mit Ex-Partnern um Geld und seinen Namen
Der Zürcher Strafverteidiger Valentin Landmann hat sich Anfang Jahr aus der von ihm gegründeten Kanzlei Landmann & Partner zurückgezogen und eine neue Advokatur unter seinem eigenen Namen eröffnet. Wie der «SonntagsBlick» berichtet, ist die Trennung allerdings alles andere als geräuschlos verlaufen.
Landmann wartet demnach noch auf rund 16'000 Franken an Lohn- und Honorarzahlungen aus seiner früheren Tätigkeit. Seine ehemaligen Partner halten das Geld zurück, weil Landmann aus ihrer Sicht Verpflichtungen aus der Trennungsvereinbarung nicht erfüllt habe.
Streit um Landmanns Namen
Besonders heikel ist eine Klausel zur künftigen Verwendung seines Namens. Landmann hatte sich verpflichtet, dafür zu sorgen, dass seine neue Kanzlei nach seinem Tod oder nach Aufgabe seines Anwaltspatents innert zwölf Monaten geschlossen oder umbenannt wird. Die Wörter «Landmann» und «Valentin» dürften dann nicht mehr verwendet werden.
Landmann sagt dazu gegenüber dem «SonntagsBlick»: «Mein Name ist für meine ehemaligen Partner ein Fetisch.» Seiner Ansicht nach wollten diese sicherstellen, dass nur sie als seine regulären Nachfolger wahrgenommen würden. Seine Ex-Partner seien zwar gute Anwälte, pflegten aber einen anderen Stil.
Landmann kündigt rechtliche Schritte an
Landmann erklärt, er habe der Vereinbarung damals nur zugestimmt, weil seine Rechtskosten bereits auf 70'000 Franken gestiegen seien. Die von ihm verlangten Erklärungen seiner neuen Mitarbeiter könne er zudem nicht einfach erzwingen.
Dass die Auszahlung seiner Honorare davon abhängig gemacht werde, wertet Landmann als Nötigung. Er will nun ein Schlichtungsverfahren beim Friedensrichteramt einleiten und danach allenfalls vor das Arbeitsgericht ziehen. Seine ehemaligen Partner weisen den Vorwurf zurück und erklären gegenüber dem «SonntagsBlick», man sehe keinen Anlass, vertragliche Vereinbarungen öffentlich zu kommentieren.
Landmann selbst denkt trotz seines Alters von 76 Jahren und eines kürzlichen Spitalaufenthalts nicht ans Aufhören. In seiner neuen Kanzlei wolle er künftig stärker im Hintergrund arbeiten und jüngere Anwälte mit seiner Erfahrung unterstützen. (mke)
