Schweiz
Zürich

«Dolder»-Besitzer muss in Zürich über 100 Millionen Steuern nachzahlen

«Dolder»-Besitzer muss in Zürich über 100 Millionen Steuern nachzahlen

30.12.2016, 12:0030.12.2016, 12:09
ZUM GESCHAEFTSJAHRE 2013 DES ZUERCHER NOBELHOTELS STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES THEMENBILD ZUR VERFUEGUNG - Das Grand Hotel Dolder, aufgenommen am Samstag, 6. Oktober 2012 in Zuerich. (KEYSTONE/Alessand ...
Erste Adresse: das «Dolder» in Zürich.Bild: KEYSTONE

Der Besitzer des Zürcher Nobelhotels «Dolder» muss Nachsteuern in der Höhe von voraussichtlich über 100 Millionen Franken zahlen. Das Bundesgericht hat eine Beschwerde des Milliardärs und seiner Ehefrau gegen eine Sicherstellung der ausstehenden Beträge abgewiesen.

Urs E. Schwarzenbach, owner of the hotel, has a glass of wine at the reopening of the Dolder Grand Hotel in Zurich, Switzerland, pictured on April 24, 2008. The hotel was built in 1899 and was one of  ...
Urs Schwarzenbach bekommt eine saftige Rechnung vom Finanzamt.Bild: KEYSTONE

Das kantonale Steueramt Zürich hatte im Oktober 2015 gegenüber Urs E. Schwarzenbach und seiner Frau ein Nach- und Strafsteuerverfahren zu den Jahren 2005 bis 2009 eröffnet.

Steuersitz in Grossbritannien

Aufgrund von Unterlagen, die bei einer Hausdurchsuchung durch die Eidgenössische Zollverwaltung in der Villa der Schwarzenbachs 2013 beschlagnahmt worden waren, ergab sich, dass Schwarzenbach einen Kunst- und Antiquitätenhandel betrieben hat. Dies geht aus dem am Freitag publizierten Urteil des Bundesgerichts hervor.

Das Steueramt erliess Ende Januar 2016 eine Nachsteuerverfügung. Es setzte Nachsteuern von insgesamt rund 110 Millionen Franken fest. Es werden voraussichtlich Zinsen, Verfahrenskosten und Hinterziehungsbussen hinzu kommen.

Weil das Ehepaar ihren steuerrechtlichen Wohnsitz in Grossbritannien hat und in der Schweiz nur beschränkt steuerpflichtig ist, haben die Behörden eine Sicherstellungsverfügung in der Höhe von 205 Millionen Franken erlassen. Ein solcher Arrest wird durch das zuständige Betreibungsamt vorgenommen, damit mutmasslich geschuldete Steuern auch beglichen werden können.

Zürich

Das Ehepaar zog die entsprechende Verfügung vergeblich bis vor Bundesgericht. Es machte geltend, die Behörden seien falsch vorgegangen und hätten die Höhe der Nachsteuern willkürlich festgelegt. Die Eheleute bestreiten, in den betroffenen Jahren Handel mit Kunstgegenständen betrieben zu haben. (Urteil 2C_669/2016 und 2C_670/2016 vom 08.12.2016)

(sda)

Das «Dolder» (und Badis) in den 50ern

1 / 35
Ab in die Badi! Das sagten sich auch schon unsere Grosseltern.
Und so sah das damals aus. 1955, Motel Losone-Ascona. (Bild: Hans Gerber)
Auf Facebook teilenAuf X teilen
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Cassis führt «fruchtbare» Gespräche in Pjöngjang
Nordkorea hat laut Aussenminister Ignazio Cassis grosses Interesse an der Wiedereröffnung des Schweizer diplomatischen Büros in Pjöngjang gezeigt.
Das Gespräch mit seiner nordkoreanischen Amtskollegin Choe Son Hui war «fruchtbar», wie Cassis sagte. Nach Micheline Calmy-Rey im Jahr 2003 war er das erste Bundesratsmitglied, das nach Nordkorea reiste.
Zur Story