Abwasser in der Limmat: Hier solltest du am Sonntag nicht schwimmen
Während einer beispiellosen Hitzewelle in der Schweiz gibt es schlechte Nachrichten für Zürcherinnen und Zürcher. Wegen eines Stromausfalls trat aus der Kläranlage Werdhölzli in der Nacht auf Sonntag nicht vollständig gereinigtes Abwasser in die Limmat. Das schreibt die Stadtpolizei Zürich in einer Medienmitteilung.
Verschmutzungen des Wassers könnten nicht ausgeschlossen werden. Darum rät die Stadtpolizei Zürich am Sonntag vom Baden oder Böötlen im Flussabschnitt zwischen der Werdinsel und dem Kraftwerk Dietikon ab.
Symptome: Übelkeit, Erbrechen und Durchfall
Tobias Nussbaum, Mediensprecher von Entsorgung und Recycling Zürich (ERZ) spricht gegenüber watson von einem «bedauerlichen Vorfall.» Dass es zu einem Stromausfall gekomen ist, sei «sehr aussergewöhnlich». Der Grund für den Stromausfall werde aktuell untersucht.
Zwischen 3 Uhr und 4.15 Uhr nachts habe lediglich die erste, mechanische Stufe der Reinigung funktioniert, also das Herausfiltern sichtbarer Rückstände. Alle weiteren Stufen, wie das Herausfiltern von Bakterien, hätten nicht stattgefunden.
Die Konzentration von Bakterien dürfte zwar tief sein, sagt Nussbaum. Dennoch könnten beim Trinken des teilweise verunreinigten Wassers Symptome wie Übelkeit, Erbrechen, Durchfall oder Fieber auftreten. Bei Hautkontakt allein drohe allerdings keine Gefahr.
In Absprache mit der Wasserpolizei und der Aufsichtsbehörde sei vorsichtshalber eine Badewarnung für den Sonntag ausgesprochen worden.
Die Konzentration der Verunreinigung nehme derweil immer mehr ab. Unterhalb von Dietikon sei die Konzentration aufgrund von Zuflüssen unbedenklich, sagt Nussbaum.
«Inzwischen haben wir wieder eine vollständige Reinigungsleistung», so Nussbaum. Der Vorfall werde genau untersucht.
(hah)
