Schweiz
Aargau

Aargauer Gemeinde Veltheim stellt ihre Brunnen ab – die Gründe

Brunnen-Wasser mit Fässern und Pumpen entnommen – jetzt greift Veltheim AG durch

17.08.2026, 08:2417.08.2026, 09:28

In der Aargauer Gemeinde Veltheim werden ab Montag fast alle Brunnen stillgelegt. Dies vermeldet der Gemeinderat in seinem neusten Mitteilungsblatt. Grund dafür sind die Trockenheit – und der unlautere Wasserbezug.

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Die Aargauer Gemeinde Veltheim stellt ihre Brunnen ab.Bild: KEYSTONE

So schreibt die Gemeinde, dass in letzter Zeit teilweise grössere Mengen Wasser aus dem Dorfbrunnen bezogen worden seien – gar mit grossen Fässern oder Tauchpumpen. «Das geht nicht», schreibt die Gemeinde. Sie stellt klar: Wasser aus den Dorfbrunnen dürfe nicht für gewerbliche Zwecke und nicht für grössere Wasserbezüge für private Zwecke verwendet werden.

Vom Entscheid ausgenommen ist der Brunnen beim Volg, wie die Gemeinde erklärt. Wann alle anderen wieder laufen, bleibt vorerst unklar.

Keine einheitlichen Regeln

Wie SRF schreibt, gibt es in den meisten Gemeinden keine offizielle Regelung für den Wasserbezug aus Brunnen. Dies auch aus historischen Gründen: Wie der Präsident des Verbands Aargauer Gemeindeschreiberinnen und Gemeindeschreiber, Michael Widmer, erklärt, seien Brunnen früher zentral für die öffentliche Wasserversorgung gewesen.

Heute ist die Lage anders. Wie viel Bezug von Wasser noch zulässig ist, liege deshalb im Ermessen einzelner Gemeinden. «Wenn man einen Brunnen leerpumpen oder grosse Fässer füllen geht, dann kommt da der Gerechtigkeitssinn der Bevölkerung hervor», sagt Widmer gegenüber SRF. So würden sich Leute daran stören, wenn sich andere einen Gratisvorteil verschaffen.

Veltheim ist derweil kein Einzelfall. Gemäss der «Aargauer Zeitung» hat mit Rüfenach schon eine weitere Gemeinde im Aargau ihre Brunnen stillgelegt – dies bereits seit Anfang Juli. Dies wurde mit der anhaltenden Trockenheit begründet. Zudem rief sie, wie nun auch Veltheim, zu einem verantwortungsvollen Umgang mit Wasser auf. (dab)

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Die beliebtesten Kommentare
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Nevermind
17.08.2026 09:17registriert Mai 2016
Wenn man sich die 3 Franken pro Kubikmeter Trinkwasser nicht leisten will, trotzdem einen grünen Rasen um das Haus braucht und Staub auf dem Auto sich schwer auf das Ego legt.
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Pappnase75
17.08.2026 10:34registriert August 2023
Der Schweiz fehlt ein nationales Wassermanagementsystem, weil es zu viel Opposition dagegen gibt. Rate mal von wem?
Wie ich in einem kürzlichen Interview mit einem Hydrologen hier auf watson gelesen habe, steht die Schweiz ohne ein solches Mgmt.system in Europa ziemlich alleine da... 🙄🤷🏻‍♂️
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the Röbi
17.08.2026 10:09registriert März 2025
in meiner gemeinde und auch in den umliegenden sind sämtliche brunnen scho seit beginn der trockenheit abgestellt. nur auf dem kinderspielplatz fliesst noch wasser im brunnen. diese priorisierung finde ich stark. meine kleine tochter und die kinder aus der umgebung danken dafür.
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