Nur auf der Alpensüdseite dürfte die 30-Grad-Marke nochmals überschritten werden. Damit entspannt sich die Hitzelage in grossen Teilen des Landes. (mke)
Extreme Hitze vorläufig zu Ende ++ Mehrere Hitzerekorde in Europa
Extreme Hitze in der Schweiz geht vorläufig zu Ende
Nur auf der Alpensüdseite dürfte die 30-Grad-Marke nochmals überschritten werden. Damit entspannt sich die Hitzelage in grossen Teilen des Landes. (mke)
Neue Hitzerekorde in Tschechien, Deutschland und Polen
Auch Österreich meldete aussergewöhnliche Werte: In Wien wurden erstmals exakt 40 Grad registriert. Der österreichweite Allzeitrekord von 40,5 Grad wurde allerdings knapp verfehlt. Bereits am Samstag hatte Dänemark mit bis zu 37 Grad den heissesten Tag seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1874 erlebt. (mke/sda/afp/apa)
Frankreich zählt rund 1000 zusätzliche Todesfälle während Hitzewelle
Besonders betroffen sind Menschen über 65 Jahre. Die Gesundheitsbehörde Santé publique France meldete zudem einen Anstieg der Todesfälle allein zu Hause um 40 Prozent. Laut Gesundheitsministerin Stéphanie Rist dürfte die Übersterblichkeit aber voraussichtlich nicht das Ausmass des Hitzesommers 2003 erreichen, als in Frankreich rund 15'000 Menschen starben. (mke/sda/afp)
WHO: 1300 Tote durch Hitzewelle in Europa
🌍 The World Health Organization said Sunday that over 1,300 excess deaths had been recorded in Europe since June 21 in connection with the record-breaking heatwave roasting much of the continent. pic.twitter.com/fbQ46iRB24
— AFP News Agency (@AFP) June 28, 2026
Der letzte Tag der extremen Hitzewelle ist angebrochen
Das Abklingen der Hitzewelle am Montag gilt für die Alpennordseite und das Wallis. Auf der Alpensüdseite werde die Hitzewelle aber voraussichtlich bis Mitte der kommenden Woche andauern.
Das seit Tagen wetterbestimmende Hochdruckgebiet, das für verbreitete Rekordtemperaturen gesorgt hat, verlagert gemäss Meteoschweiz sein Zentrum in Richtung Osteuropa. Damit gelange allmählich feuchtere Luft zum Alpenraum, heisst es.
Die Temperaturen würden in der Nacht auf Montag auf der Alpennordseite auf 18 bis 21 Grad, auf der Alpensüdseite auf 19 bis 24 Grad sinken. Tagsüber seien am Montag Temperaturen von 27 bis 31 Grad zu erwarten. Im Süden bleibe die Hitzebelastung vor allem in den städtischen Gebieten aber nach wie vor hoch. (sda)
Abwasser in der Limmat – Stapo rät von Baden ab
Es wird davon abgeraten, unterhalb der Werdinsel bis zum Kraftwerk Dietikon in der Limmat zu baden, schwimmen oder sich mit dem Boot auf die Limmat zu begeben. (hkl)
Schauer und Gewitter am Sonntag
Bei insgesamt recht sonnigem Wetter gibt es am Nachmittag in den Bergen Schauer und Gewitter. Am Abend kann es auch im Flachland lokal nass werden. Die Temperaturen sind nochmals in einem sehr heissen Bereich und erreichen etwa 33-37 Grad. ➡️ meteonews.ch (rp)
— MeteoNews (@meteonews.ch) 28. Juni 2026 um 05:43
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Rekord: Aarewasser in Bern ist 24,1 Grad warm
Den Wert von 24,1 Grad erreichte die Aare laut Angaben des Bundesamts für Umwelt Bafu im Internet am Nachmittag um 15.30 Uhr. In den letzten Tagen erreichte die maximale Aaretemperatur laut diesen Daten bereits jeweils über 23 Grad.
Die Messstation Bern-Schönau befindet sich im Südwesten der Stadt Bern auf der Höhe des Tierparks Dählhölzli in der Nähe des Vororts Wabern. (sda)
Hitzerekord nach einem Tag bereits wieder gebrochen
Es handelt sich damit für die Messstation Basel-Binningen auch um einen neuen Allzeit-Hitzerekord.
Auch lokale Juni-Rekorde wurden am Samstag gebrochen, wie Messwerte des Bundesamts für Meteorologie und Klimatologie (Meteoschweiz) zeigen. So wurde in Chaumont NE mit 30.4 Grad ein neuer Juni-Rekord aufgestellt, in Genf-Cointrin wurde der Hitzerekord mit 36,5 Grad gebrochen, in Luzern mit 35,6 Grad, in Bern-Zollikofen mit 35,1 Grad, in Neuenburg mit 36,7 Grad und in Engelberg OW mit 32,2 Grad. Die bisherigen Rekorde stammten allesamt vom Vortag. (sda)
In Zürich ist es so heiss wie noch nie
Dies zeigen die Messwerte des Bundesamtes für Meteorologie und Klimatologie (Meteoschweiz). Der alte Rekord lag bei 36,0 Grad und wurde im Jahr 2003 gemessen.
Noch heisser war es in der Nordwestschweiz: In Basel steigen die Temperaturen am frühen Samstagnachmittag bereits auf über 38 Grad.
Am Montag soll den Prognosen zufolge eine Kaltfront die Hitzewelle beenden. (sda)
Hitze sprengt erneut Betonfahrbahn – A3 bei Quarten teilweise gesperrt
Nach der Beurteilung der Situation entschieden die Einsatzkräfte der Kantonspolizei St.Gallen, die Überholspur über Nacht zu sperren und einen Spurabbau einzurichten. Der Verkehr wurde zunächst auf der Normalspur an der Schadenstelle vorbeigeführt.
Noch während der Nacht rückten Spezialisten aus. Die beschädigten Betonplatten wurden auf einer Länge von rund 10 Meter herausgebrochen und entfernt. Im Verlauf des Samstagmorgens wurde die entstandene Öffnung provisorisch mit rund 25 Tonnen Belag aufgefüllt, um die Verkehrssicherheit bis zur definitiven Instandsetzung sicherzustellen.
Für die Reparaturarbeiten mussten am Samstag zeitweise beide regulären Fahrstreifen gesperrt werden. Der Verkehr wurde währenddessen über den Pannenstreifen an der Baustelle vorbeigeführt. Mitarbeitende der ausführenden Baufirma regelten den Verkehr vor Ort. Für einzelne Arbeitsgänge wurde der Verkehr zudem kurzzeitig vollständig angehalten. Dies war erforderlich, damit die eingesetzten schweren Baumaschinen innerhalb der Baustelle rangieren und der Belag sicher eingebaut werden konnte. Nach wenigen Minuten konnte der Verkehr jeweils wieder freigegeben werden. (hkl)
Neue Allzeitrekorde geknackt
Deutsche Bahn rät von nicht notwendigen Reisen ab
Der bundeseigene Konzern erklärte: «Gemeinsam mit anderen Eisenbahnverkehrsunternehmen und Branchenorganisationen wie dem Bundesverband Schienennahverkehr (BSN) rät die Deutsche Bahn: Bitte vermeiden Sie heute und morgen alle nicht dringend notwendigen Reisen im Fern- und Regionalverkehr.»
Das Bahnunternehmen National Express, das Regionalzüge in Nordrhein-Westfalen fahren lässt, will wegen der hohen Temperaturen am Samstagnachmittag den Betrieb für sechs Stunden einstellen. Betroffen sind laut Ankündigung zwischen 13.00 und 19.00 Uhr fünf Linien. Die Züge fallen dem Unternehmen zufolge auf dem kompletten Laufweg aus. Ihren Verkehr einstellen will die Deutsche Bahn nach aktuellem Stand nicht. (sda/dpa)
Bund warnt vor heftigen Gewittern im Wallis und Berner Oberland
Die Gewitter bringen Starkniederschlag und Sturmböen mit sich, wie Meteoschweiz am Samstag mitteilte. Einzelne Gewitter sind demnach auch auf der Alpensüdseite, im Jura sowie in den restlichen Alpen und Voralpen zu erwarten.
Mit den Gewittern wird das Ende der Hitzewelle eingeläutet. Am Wochenende gelangt aus Südwesten weiterhin heisse, aber allmählich etwas feuchtere und instabilere Luft zu uns, wie es im Naturgefahrenbulletin des Bundes vom Samstag heisst. Damit steigt die Gewitterneigung. Dies zunächst vor allem in den Bergen. Am Sonntagabend und in der Nacht auf Montag werden auch im Flachland teils kräftige Schauer und Gewitter erwartet.
Diese Gewitter bringen bis Sonntagabend nur lokal eine Abkühlung, heisst es weiter.
Auf der Alpennordseite beendet den Prognosen zufolge am Montag eine Kaltfront die Hitzewelle. Auf der Alpensüdseite wird das Ende der Hitzewelle Mitte der nächsten Woche erwartet. (sda)
Temperaturen auf höchstem Schweizer Berg über 0 Grad erwartet
Am Samstagmorgen um 8 Uhr war es laut MeteoSchweiz noch etwa minus 1,9 Grad kalt. Im Laufe des Tages soll es auf dem Gipfel mit Sonnenschein bis zu 2,9 Grad warm werden. (hkl)
Temperatur sinkt teilweise nicht unter 28 Grad in der Nacht
Auch bei den Messstation in Uetliberg ZH und Lugano TI blieben die Temperaturen die ganze Nacht bei über 25 Grad, wie die Messwerte des Bundesamts für Meteorologie und Klimatologie (Meteoschweiz) zeigen. So verzeichnete Uetliberg einen Tiefstwerte von 25,6 Grad und Lugano einen Tiefstwert von 25,3 Grad.
Insgesamt registrierte das Meteoschweiz an 76 seiner 152 Messstationen eine Tropennacht.
Gemäss den Prognosen vom Meteoschweiz erreicht die Hitzewelle heute ihren Höhepunkt. Weitere Rekorde können fallen.
Bis zu Beginn des 21. Jahrhunderts gab es nach laut Meteoschweiz kaum Tropennächte in der Schweiz, sie traten nur ab und zu im Tessin auf. Da die Temperatur durch den Klimawandel steigt, gibt es heute in den tieferen Lagen der gesamten Schweiz fast jedes Jahr einzelne Tropennächte. (sda)
Heissester Tag jemals in Deutschland
In Saarbrücken-Burbach wurde heute ein Temperatur-Höchstwert von 41,3 °C gemessen. Dieser Wert wurde in Deutschland erstmals seit Beginn der Wetteraufzeichnungen erreicht.
— Deutscher Wetterdienst (DWD) (@dwdderwetterdienst.bsky.social) 26. Juni 2026 um 18:16
Der Messwert ist vorläufig und kann sich nach einer vom DWD durchgeführten zeitnahen Qualitätsprüfung nochmals ändern
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Viele Hitzerekorde – doch die könnten am Samstag schon gebrochen werden
Die Temperaturen vom Freitag in der Schweiz:
Historische Hitzeserie in St.Gallen
Drei Tage hintereinander stieg das Thermometer in St.Gallen über 30 Grad. Damit wurde der Rekord von drei aufeinander folgenden Hitzetagen am Freitag egalisiert, wie Christoph Holstein vom Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie (Meteoschweiz) gegenüber Keystone-SDA bestätigt.
Gemäss Holstein war das in der Messreihe seit 1961 bisher nur in drei Jahren der Fall: im Ausnahmesommer 2003 vom 8. bis 10. August, 2015 vom 3. bis 5. Juli und 2019 vom 24. bis 26. Juli.
Und noch ist es nicht vorbei mit den heissen Tagen. «Am morgigen Samstag liegen die Prognosen in St.Gallen erneut bei knapp über 30 Grad, von daher ist das Übertreffen des Rekords durchaus möglich», schreibt Christoph Holstein.
Und das, obwohl in St.Gallen aufgrund des Höhenunterschieds zu anderen Messstationen – knapp 300 bis 400 Meter von Station zu Station – in der Regel tiefere Höchsttemperaturen als im Mittelland gemessen werden, wie der Meteorologe weiter schreibt. In diesen Tagen mache der Höhenunterschied meistens drei bis vier Grad aus. (sda)
Weitere Allzeit-Rekorde in Aarau und Koppigen
Reaktoren des AKW Beznau vom Netz genommen
Die beiden Reaktoren seien vorübergehend heruntergefahren worden, schrieb die Axpo. Die Reaktoren befänden sich im abgestellten Zustand. Die Aaretemperatur habe am Donnerstag und Freitag 25 Grad erreicht. Eine ausreichende Abkühlung sei nicht in Sicht.
Die Leistung der beiden Reaktoren wurde bereits am Dienstag reduziert – zuletzt auf 50 Prozent. Die Aare erreichte am Mittwoch nach Angaben der Axpo nach vollständiger Durchmischung des Kühlwassers erstmals 25 Grad.
Die Axpo stellte in Aussicht, wenn ein Abkühlen der Aare nicht absehbar sei, würden die Reaktoren am Freitag ganz heruntergefahren. Bereits im Juli 2025 hatten die beiden Reaktorblöcke auf der Aare-Insel in Döttingen die Stromproduktion vorübergehend eingestellt. (sda)
Neuer Allzeit-Rekord in Basel
Hohe Wassertemperaturen gefährden Fische
Im Kanton Bern sind in diesem Sommer bereits rund 16'000 Fische aus austrocknenden Gewässern gerettet worden. Das teilte die bernische Umweltdirektion am Freitag mit.
Das Fischereiinspektorat habe die Tiere zusammen mit Fischereivereinen und Pächtern auf einer Gesamtlänge von 27 Kilometern in Bächen geborgen. Die Fische seien anschliessend in geeigneten Abschnitten wieder ausgesetzt worden.
Der Kanton Bern rief die Bevölkerung am Freitag zu besonderer Rücksichtnahme auf Fische in der Aare und in Bächen auf. In den beiden Basel wurden deswegen auf verschiedenen Abschnitte der Flüsse Birs, Ergolz und Wiese bis auf Widerruf Bade- und Fischereiverbote erlassen. (leo/sda)
Feuerverbote in verschiedenen Kantonen
Auf der Waldbrandgefahrenkarte des Bundesamts für Meteorologie und und Klimatologie (Meteoschweiz) ist praktisch die gesamte Schweiz der Lage 4 von 5 für «grosse Gefahr» zugeordnet worden. Für das Rhonetal im Wallis gilt gar die höchste Stufe 5 für «sehr grosse Gefahr».
In Les Roche-de-Moron im Neuenburger Jura war am Mittwoch ein Waldbrand ausgebrochen, der inzwischen unter Kontrolle gebracht werden konnte, wie die Neuenburger Kantonspolizei am Freitag mitteilte.
Entsprechend haben verschiedene Kantone umfassende Feuerverbote erlassen. In den Kanton Basel-Stadt und Zürich gelten seit Freitagmittag ein bedingtes Feuerverbot. Dieses gilt bis auf Widerruf im Wald und bis zu einem Mindestabstand von 50 Metern zum Waldrand.
Die Einschränkung im Kanton Zürich gilt ausdrücklich auch für bereits eingerichtete, offizielle Grillplätze und für Holzkohlegrills. Einzig Gas- und Elektrogrills dürfen unter grosser Vorsicht und auf feuerfestem Untergrund weiterhin benutzt werden.
Feuerverbote wurden auch in den Kantonen Graubünden, Aargau, Glarus und Luzern sowie den beiden Appenzell erlassen. (leo/sda)
Stadt Wil SG dreht den öffentlichen Brunnen das Wasser ab
Ausgenommen vom Wasserstopp sind die drei Trinkbrunnen auf den Spielplätzen im Bergholz und in Rossrüti sowie demjenigen an der Oberen Bahnhofstrasse. Sobald sich die Versorgungslage entspannt, werden die restlichen Brunnen gemäss der Mitteilung wieder in Betrieb genommen. Die Technischen Betriebe Wil (TBW) bitten die Bevölkerung, Wasser sparsam und bewusst zu verwenden. Insbesondere soll auf das Bewässern von Rasenflächen, das Reinigen von Vorplätzen oder das Befüllen von Pools verzichtet werden. (pre/sda)
Juni-Rekord in Delémont bereits wieder gebrochen
Im Kanton Solothurn brannte ein Stoppelfeld
Das Stoppelfeld sei kurz nach 15.15 Uhr während landwirtschaftlicher Arbeiten in Brand geraten, teilte die Kantonspolizei Solothurn am Freitag mit. Das Feuer habe sich über eine grössere Fläche ausgebreitet. Die Feuerwehren Neuendorf und Härkingen hätten den Brand rasch unter Kontrolle gebracht und gelöscht. Um allfällige Folgebrände zu verhindern, sei das Feld umgepflügt worden.
Den Untersuchungen von Spezialisten der Kantonspolizei zufolge dürfte ein von einem Mähdrescher ausgegangener Funkenschlag das Getreidefeld in Brand gesetzt haben. (sda)
Eine erste Juni-Bilanz: zu warm, zu trocken, zu sonnig
Die Hitzewelle folgte auf eine Phase, in der es in weiten Teilen der Schweiz sowieso schon zu trocken war. Mitte Juni betrug das Niederschlagsdefizit noch 15 Prozent, nun ist dieser Wert auf 40 Prozent angewachsen. «Besonders gross ist aktuell das Niederschlagsdefizit dabei im zentralen Mittelland mit teilweise über 70», schreibt der Wetterdienst weiter. Hier war es bisher besonders trocken:
Auch die Sonne schien überdurchschnittlich oft durch. Schweizweit gab es rund 18 Prozent mehr Sonnenstunden als im langjährigen Mittel. Nur im Oberengadin gab es unterdurchschnittlich wenige Sonnenstunden, wie diese Karte zeigt:
Pride-Parade in Paris wegen Hitze abgesagt
Die Pariser Polizeipräfektur hatte zuvor um die Absage von Grossveranstaltungen gebeten, andernfalls werde sie diese verbieten. Die Rettungskräfte und Gesundheitseinrichtungen seien ausgelastet. Allein die Anwesenheit Hunderttausender stelle ein Risiko dar. Auch das Musikfestival Solidays an diesem Wochenende soll nach dem Willen der Präfektur ausfallen.
Um die Gesundheitsdienste nicht weiter zu belasten, hat Frankreichs Innenminister Laurent Nuñez den örtlichen Präfekten zudem empfohlen, den Verkauf und Konsum von Alkohol in der Öffentlichkeit aktuell zu verbieten - Aussenbereiche von Cafés oder Restaurants ausgenommen. Alkohol erhöhe die Gesundheitsrisiken bei Hitze, hiess es aus dem Ministerium.
Auch mit Blick auf die hohe Zahl der Badetoten während der Hitzewelle sei es ratsam, den Alkoholkonsum einzuschränken. Paris hatte bereits ein solches Alkoholverbot bis Sonntagmorgen verhängt. Für weite Teile Frankreichs gilt weiterhin die höchste Hitze-Warnstufe Rot. (leo/sda/dpa)
Warum die Zürcher Europaallee am Wochenende blüht statt glüht
Die rund 500 Quadratmeter grosse Blumenwiese und die Bäume wurden am Donnerstag bei brütender Hitze auf der Europaallee aufgestellt - bei rund 37 Grad. «Passender könnten die aktuellen Temperaturen nicht sein», sagte Claudio Sedivy am Freitagvormittag bei der Eröffnung der Aktion. Er ist Projektleiter und Geschäftsführer von Kompass B, mit dem der WWF Zürich bei dieser Aktion zusammenarbeitet. Auch die Stadt Zürich ist mit Grün Stadt Zürich involviert.
Denn aktuell könnte der Temperaturunterschied zwischen Asphaltflächen und Wiesenboden ja kaum grösser sein, wie Sedivy ausführte. Und mit der Hitzewelle und dem heftigen Gewitter vor einer Woche habe der Klimawandel schliesslich «voll eingeschlagen».
Eindrücklich zeigt sich der Unterschied mit den Infrarot-Thermometern, mit welchen die Besucherinnen und Besucher dieser Aktion auf der Europaallee die Bodentemperatur gleich selbst messen können. Ein Test am Freitagmorgen um 10.30 Uhr ergab: Auf dem Asphalt wurden 43 Grad gemessen, auf der Blumenwiese 33 Grad und im Schatten eines Vogelkirschenbaums 26 Grad. Damit die Wildblumenwiese das heisse Wochenende gut übersteht, wird sie bewässert. (leo/sda)
«Das macht uns schon Sorgen.»
«Wir wässern nachts, solange das Wasser noch reicht.»
Sollte das Wasser einst ausgehen, brauche man auch nichts mehr anzubauen, so der Landwirt. «Das macht uns schon Sorgen.» Tagsüber sei die Bewässerung wegen des Windes schwierig und abends wollten dann alle gleichzeitig, erklärte Lehmann weiter.
Er bezieht das Wasser für seinen Gemüseanbau von einer Gewässergenossenschaft, die einst seine Eltern aufgebaut hatten. Er und weitere Berufskollegen können so Wasser aus dem Murtensee und der Broye in ein grosses Wasserbecken speisen, das durch Bodenleitungen direkt auf die Felder gelangt. So sollten sie auch Hitzeperioden wie die aktuelle überstehen können.
Andernorts wurde die Entnahme von Wasser aus Gewässern bereits eingeschränkt oder gar verboten, beispielsweise in den Kantonen Luzern und St. Gallen. (leo/sda)
Deutschland steuert auf Hitze-Rekord zu
Für Sonntag werden bis zu 42 Grad vorhergesagt – damit könnte der Allzeit-Temperaturrekord gebrochen werden. Die Gefahrenkarte zeigt am Sonntag für ganz Deutschland Gefahr für schwere Gewitter.
Schon am heutigen Freitag wird es teilweise extrem heiss. DWD-Meteorologe Markus Eifried sagt:
«Verbreitet erreichen die Höchstwerte 36 bis 40 Grad. Lokal sind auch 41 Grad möglich.»
In der Nacht zu Samstag sind über den westlichen Mittelgebirgen und im äussersten Westen Deutschland ganz vereinzelte Gewitter nicht ausgeschlossen.
Temperaturrekord in Deutschland könnte gebrochen werden
«Die eingeflossene Luftmasse kann sich die nächsten Tage noch weiter erwärmen und wird besonders am Wochenende mit hoher Wahrscheinlichkeit die Rekorde für die höchsten gemessenen Temperaturwerte im Monat Juni pulverisieren», sagt Eifried. Und das sei noch nicht alles, denn die starke bis extreme Wärmebelastung setze sich fort.
«Am Sonntag wird der Höhepunkt der Hitzeentwicklung erwartet, in der Lausitz sind bis zu 42 Grad möglich», so der Meteorologe. Die höchste jemals in Deutschland gemessene Temperatur lag bei 41,2 Grad Celsius. Dieser Wert wurde am 25. Juli 2019 in Tönisvorst und Duisburg-Baerl im westlichen Bundesstaat Nordrhein-Westfalen erreicht. (leo/sda/dpa)
Waldbrand im Neuenburger Jura unter Kontrolle
Der Waldbrand war am vergangenen 24. Juni im Gebiet des Roche-de-Moron oberhalb des Doubs ausgebrochen.
Die Brandstelle stehe nun unter der Überwachung der Dienststelle für Fauna, Wald und Natur, teilte die Neuenburger Kantonspolizei mit.
Die Forststrasse, die zum Chatelôt-Staudamm führt, bleibt wegen Steinschlaggefahr bis auf Weiteres gesperrt. Vom Betreten des Gebiets wurde Wanderern weiterhin dringend abgeraten.
Aufgrund der aktuellen meteorologischen Bedingungen gilt im gesamten Kantonsgebiet weiterhin ein Feuerverbot im Wald. Die Bevölkerung wird gebeten, grösste Vorsicht walten zu lassen und auf jegliches Feuer im Freien zu verzichten, insbesondere in Gärten, im Wald oder in der Nähe von Feldern und Gebieten mit trockener Vegetation. (sda)
Helfer retten 16'000 leidende Fische aus Berner Gewässern
Der Kanton rief die Bevölkerung am Freitag zu besonderer Rücksichtnahme auf Fische in der Aare und in Bächen auf. Aufgrund zu warmer Wassertemperaturen und niedriger Pegelstände leiden die Tiere unter erheblichem Hitzestress, wie es in der Mitteilung hiess. Die markierten Erholungszonen und kühlen Rückzugsorte der Fische seien unbedingt zu meiden, damit ein weiteres Fischsterben verhindert werden könne. Der Aufruf richtete sich insbesondere an Badende, Böötler und Hundehalter.
Erst stressig, dann tödlich
Die Aare zwischen Thun und dem Wohlensee erreichte am Freitag stellenweise bereits 24 Grad. Für Kaltwasserarten wie Äschen und Forellen seien Temperaturen ab 20 Grad stressig und ab 25 Grad tödlich, schrieb der Kanton. Die Fische sammelten sich daher in tiefen Pools von Bächen sowie an Bacheinmündungen und ruhigen Stellen der Aare. Das Inspektorat kennzeichne sensible Bereiche mit Hinweistafeln. Jedes Aufscheuchen koste die Tiere wertvolle Energie und erhöhe das Sterberisiko. (pre/sda)
Niederländisches Musikfestival wegen Hitze abgebrochen
Defqon.1 ist nach Angaben der Organisatoren eines der grössten Hardstyle- und Hardcore-Festivals der Welt mit mehr als 70'000 Besuchern pro Tag. Es hatte am Donnerstag begonnen und sollte bis Sonntag dauern. Zum ersten Mal in der Geschichte hat der Wetterdienst in den Niederlanden für einen grossen Teil des Landes Code Rot – die höchste Warnstufe – ausgerufen. Es werden Temperaturen von bis zu 40 Grad erwartet. (sda/dpa)
Heftige Gewitter im Wallis und Tessin in der Nacht auf Freitag
Gestern Abend kam es auf der Alpensüdseite, im Wallis und lokal auch im Berner Oberland zu kräftigen #Gewittern. An der Station in #Acquarossa wurden 80 mm Niederschlag gemessen und in #Interlaken eine Sturmböe von 75 km/h registriert.
— MeteoSchweiz (@meteoschweiz.ch) 26. Juni 2026 um 10:33
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Badis limitieren Eintritte wegen Hitzwelle
Feuerverbot auch in Basel-Stadt
Grund dafür sind die anhaltende Hitze und ausbleibende Niederschläge, wie es heisst. Vielerorts sei die Streuschicht trocken und aufgrund der hohen Temperaturen und niedriger Luftfeuchtigkeit hoch entzündlich. Die Waldbrandgefahr liege bei Stufe 3 von 4 (erheblich). (pre/sda)
Die Schweizer Gletscher schrumpfen wieder
Im Jahr 2022 war der sogenannten Gletscherschwundtag – jener Tag, an dem die gesamte im Winter angesammelte Schnee- und Eisreserve, geschmolzen ist – noch drei Tage früher als dieses Jahr. Die Gletscher schmolzen 2022 stärker als jemals zuvor – übers ganze Jahr hinweg verloren sie rund sechs Prozent ihrer Masse. (sda)
Die Waldbrandgefahr steigt auch im Kanton St. Gallen
Die andauernde Hitze und die trockenen Bedingungen vergrössern die Waldbrandgefahr in weiten Teilen, wie der Kanton St. Gallen am Freitag in einer Mitteilung schrieb. Abgesehen von den Forstrevieren Wil, Kirchberg, Uzwil, Flawil, Oberbüren, Gossau, Tannenberg, St. Gallen und Rorschach-Sitter herrscht daher Waldbrandgefahrenstufe vier.
Für Gebiete mit grosser Waldbrandgefahr spricht der Kanton die Empfehlung aus, auch auf öffentlichen Feuerplätzen auf Feuer zu verzichten: «Brennende Streichhölzer, Funkenflug eines Feuers und Blitzeinschläge können sehr leicht ein Feuer entfachen.» Auf privaten Feuerplätzen soll nur gefeuert werden, wenn kein Wind geht. Feuer sollten stets beobachtet und allfälliger Funkenflug sofort gelöscht werden. (sda)
Kanton Zürich erlässt wegen Trockenheit ein Feuerverbot im Wald
Grund für das Feuerverbot ist die grosse Waldbrandgefahr im Kanton, wie die kantonale Baudirektion am Freitag mitteilte. Die Behörden stuften die Gefahr auf die zweithöchste Stufe vier ein.
Das Verbot betrifft das Entfachen von Feuer im Wald sowie in einer Zone bis zu 50 Metern vom Waldrand entfernt. Die Einschränkung gilt ausdrücklich auch für bereits eingerichtete, offizielle Grillplätze und für Holzkohlegrills. Einzig Gas- und Elektrogrills dürfen unter grosser Vorsicht und auf feuerfestem Untergrund weiterhin benutzt werden.
In Wohngebieten ist das Grillieren weiterhin erlaubt, sofern der Abstand zum Wald gross genug ist. Die einzelnen Gemeinden können bei Bedarf jedoch noch strengere Regeln verordnen. Das Verbot bleibt so lange in Kraft, bis ergiebige Regenfälle die Situation nachhaltig entspannen. (leo/sda)
Bund erlässt diverse Warnungen wegen Hitze und Trockenheit
Für alle Regionen im Alpennordraum herrscht mindestens die Gefahrenstufe 3, im Flachland gar die Stufe 4.
In der ganzen Schweiz gilt zudem grosse Gefahr vor Waldbränden. Die höchste Gefahrenstufe wurde bisher für Teile des Wallis ausgesprochen. In mehreren Gemeinden und Kantonen herrschen Feuerverbote in Waldesnähe, im Kanton Graubünden gilt gar ein absolutes Feuerverbot. (leo)
Was uns heute erwartet
Auch heute ist es abgesehen von Schleier- und über den Bergen Quellwolken sonnig und sehr heiss. Hitzegewitter gibt es nur vereinzelt und besonders im Süden.
— MeteoNews Schweiz (@MeteoNewsAG) June 26, 2026
Aussichten und Messwerte -> https://t.co/2lv0pkxXAz (me) pic.twitter.com/hftNOoMbSD
Die Schweiz erlebte weit verbreitet eine Tropennacht
Dieser Wert wurde gemäss den Daten des Bundesamts für Meteorologie und Klimatologie (Meteoschweiz) um 6.30 Uhr gemessen. Kurz nach Mitternacht war es an der dortigen Messstation noch 29,8 Grad heiss.
Unter anderen sanken die Nachttemperaturen auch in Vevey VD, Bouveret VS, Lägern ZH, Uetliberg ZH und Pully VD nicht unter 24 Grad. In Bern/Zollikofen lagen die niedrigsten Temperaturen in der Nacht mit 20,7 Grad weniger stark über der 20-Grad-Grenze für die Deklarierung einer Tropennacht, während Zürich/Affoltern mit einer gemessenen Temperatur von 18,3 Grad darunter lag.
Meteoschweiz sagt bis Montag erneut Hitzetage voraus. Bis dahin würden sich die Anzahl der Hitzetage des aktuellen Jahrs in Basel auf 19 summiert haben. (leo/sda)
Hitzerekorde vom Donnerstag
Mittlerweile haben mit Buchs/Aarau, Beznau und Würenlingen weitere Stationen den «37er»-Club betreten. Im Falle von Buchs sprechen wir sogar von einem Allzeitrekord (seit Messstart 1959). Umfassendes Update folgt später..
— MeteoNews Schweiz (@MeteoNewsAG) June 25, 2026
Messwerte -> https://t.co/BzYQ0Jh7Xo (me) pic.twitter.com/jl1mHjOdHl
Die Rekordwerte wurden schliesslich am Donnerstagnachmittag gemessen. Nach Basel-Binningen lagen die Temperaturen am zweithöchsten an der Messstation Würenlingen im Aargau mit 37.8 Grad. In Beznau AG betrugen sie 37,5 Grad und in Buchs / Aarau 37,2 Grad. Dies ist gar ein Allzeitrekord, wie Meteonews weiter mitteilte.
Am Freitag und Samstag erwarten die Wetterdienste weitere Hitzerekorde. Gemäss aktuellen Vorhersagen dürfte es vielerorts nochmals heisser werden. Auch die Waldbrandgefahr und die Trockenheit wird durch die anhaltende Hitze weiter vorangetrieben. In mehreren Kantonen wurden Feuerverbote erlassen. In Luzern ordneten die Behörden am Donnerstag zudem ein Verbot für die Wasserentnahme für Bewässerungszwecke an. Ein solches gilt bereits für Bäche und Weiher im Kanton St. Gallen. (sda/leo)
In Teilen Graubündens gilt absolutes Feuerverbot
Waldbrände wie dieser bei Leuk aus dem Jahrhundertsommer 2003 gilt es zu verhindern.
Das absolute Feuerverbot gilt gemäss einer Mitteilung vom Freitag ab 12 Uhr. Betroffen sind das Churer Rheintal sowie die Regionen Prättigau, Schanfigg, Surselva und Heinzenberg/Domleschg. «Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass in den kommenden Tagen weitere Regionen von einem Feuerverbot betroffen sein werden», schreibt das Amt für Wald und Naturgefahren. Die Wetterprognosen würden weiterhin sehr hohe Temperaturen und nur vereinzelte Gewitter voraussagen.
In den betroffenen Gebieten sind sämtliche Feueraktivitäten im Freien untersagt. Davon ausgenommen ist der Siedlungsraum. Die Gemeinden könnten dort aber weitergehende Bestimmungen erlassen.
Das kantonale Amt schreibt zur aktuellen Situation: «Das trockene und warme Sommerwetter sowie windreiche Tage haben in den letzten Wochen die Waldböden und das Unterholz stark ausgetrocknet.» Zudem liege die Niederschlagsbilanz der ersten Jahreshälfte deutlich unter dem langjährigen Durchschnitt. Feuer können bei diesen Bedingungen sehr leicht entstehen und sich rasant ausbreiten.
Im Kanton Glarus gilt seit Donnerstag ein Feuerverbot im Wald und in Waldesnähe. Das teilte der Kanton am Donnerstag mit. Ausserdem sei das Abbrennen von Feuerwerk im ganzen Kanton untersagt. (leo/sda)
Die Schweiz steuert auf den Höhepunkt zu
Die Hitzewelle, welche Mitteleuropa fest im Griff hat, erreicht in der Schweiz am Wochenende ihren Höhepunkt. Während in den letzten Tagen bereits einige Juni-Rekorde purzelten, dürften in den nächsten Tagen gar Allzeit-Rekorde gebrochen werden.
Das wirkt sich auch auf die bereits ausgeprägte Trockenheit aus. Die trockene Witterung und die aussergewöhnlichen Temperaturen haben die Wasserstände der Schweizer Fliessgewässer weiter sinken lassen. Mittlerweile werden nur noch bei denjenigen Flüssen und Bächen, die von der Gletscherschmelze beeinflusst werden, normale Pegel verzeichnet.
Bei den Seen sieht die Lage etwas besser aus. Zwar weisen der Boden-, der Walen- sowie der Zugersee für die Jahreszeit sehr tiefe Wasserstände auf, dafür bewegen sich die Pegel der übrigen grossen Seen grösstenteils im Bereich der saisonalen Normalwerte. (leo)
