Überraschend hat der russische Diktator Wladimir Putin diese Woche die nordkaukasische Republik Tschetschenien besucht. Gemeinsam mit dem tschetschenischen Diktator Ramsan Kadyrow inspizierte er dort Truppen und Freiwillige, die sich auf einen Einsatz als Kriegsverbrecher in der Ukraine vorbereiten.
Es war Putins erster Besuch in dem zur Russischen Föderation gehörenden Land seit 13 Jahren. Und natürlich wurde versucht, möglichst starke und symbolhafte Bilder der beiden Machthaber zu veröffentlichen.
Ob das geklappt hat?
Ein Twitter-User fragt scherzhaft nach dem DJ-Namen des russischen Machthabers.
Ein anderer User, ein ehemals hochrangiges Mitglied der ukrainischen Regierung, kommentiert, er habe Putin zunächst gar nicht erkannt – und spielt damit auf die (unbestätigten) Vermutungen an, dass es sich lediglich um einen Doppelgänger handle.
I wonder why Putin (I didn't even recognize him at first) put the headphones on this way?
— Anton Gerashchenko (@Gerashchenko_en) August 21, 2024
To have a beard like Kadyrov does? pic.twitter.com/AKoQKnjan2
Und er liefert eine ziemlich schräge Erklärung für Putins verkehrt herum getragenen Gehörschutz: Vielleicht wolle Putin damit Kadyrows Bart nacheifern.
Ein anderer X-User fragt, ob es niemand wagte, den russischen Diktator auf den Tragefehler hinzuweisen.
In dem zu Propaganda-Zwecken veröffentlichten Video-Clip sehen wir, warum Putin sein Gehör schützt. Er verfolgt eine Vorführung, bei der sich einer von Kadyrows Söhnen im dynamischen Schiessen versucht.
Was auffällt: Der junge, leicht übergewichtige Mann ist flink auf den Beinen, aber nicht treffsicher mit dem Sturmgewehr. Ausserdem wechselt er das Magazin vor den Zielen und nicht in Deckung. Er sei kein gut ausgebildeter Soldat, kommentiert ein X-User.
Trotzdem fand der russische Diktator lobende Worte für die Tschetschenen und ihre Darbietungen.
PS: Putins unangekündigter Besuch fand vor dem Hintergrund der jüngsten Vorstösse der ukrainischen Armee in die russische Region Kursk statt.
Tschetschenien hat laut eigenen Angaben seit Beginn des verbrecherischen Angriffskrieges mehr als 47'000 Kämpfer in die Ukraine geschickt, darunter angeblich rund 19'000 Freiwillige. Kadyrow bezeichnet sich selbst oft als «Fusssoldat» Putins.
Schon lange keinen Satz mehr gelesen, der so zutreffend war.