So verschieden sind Ampelmännchen aus aller Welt
Ampelmännchen – ihr kennt sie: die Fussgängersignale einer Ampel, die in der Rotphase das Sinnbild eines stehenden und in der Grünphase das Sinnbild eines gehenden Fussgängers zeigen. So sehen die meisten davon in der Schweiz aus …
... was übrigens der EU-Norm entspricht.
Aber Norm hin oder her – alleine schon in der Europäischen Union hat sich ein breites Spektrum unterschiedlicher Darstellungsformen entwickelt …
… und blickt man gen Übersee, ist die Vielfalt noch grösser.
Nur schon die Bezeichnung «Ampelmann» ist oftmals falsch, denn vielerorts ist das Symbol einer weiblichen Person Standard. In Bogotá, der Hauptstadt Kolumbiens, fand eine Abstimmung statt, um der neuen Ampelfigur einen Namen zu geben. Gestatten, Prudencia:
Weltweit bekannt ist etwa der Berliner Ampelmann:
Ost-Ampelmännchen heisst er, wurde er doch 1961 in der damaligen DDR konzipiert. Dort, im Arbeiter- und Bauernparadies, trug der Ampelmann Hut, hatte einen auffällig eiligen Gang und versuchte zudem, andere am Weitergehen zu hindern, indem er seine Arme ausstreckte:
Derart beliebt ist dieses Symbol, dass es längst zum Tourismusmarketingprodukt avanciert ist.
Aber wieso nur alleine unterwegs? In Linz in Österreich gibt's Pärchen:
Einige sind gleichgeschlechtliche Paare, wie hier in Wien …
… oder wiederum in Linz:
Eine Idee übrigens, die etwa auch in Frankfurt – hier anlässlich des Christopher Street Day – umgesetzt wurde …
… oder in Madrid.
Derweil, in Utrecht in den Niederlanden, ist es Kinderbuchfigur Miffy (Nijntje im niederländischen Original), die Warten und Gehen signalisiert.
In Mainz gibt's selbstredend die Mainzelmännchen, …
… in Barcelona die Comicfiguren Mortadelo y Filemón, auch bekannt als ...
In Irapuato, Mexiko zeigen die Ampeln Erdbeeren:
In Trier, Deutschland, zeigen die Fussgängerampeln den bekanntesten Sohn der Stadt: Karl Marx.
In Odense, Dänemark, ist es Hans Christian Andersen:
Andernorts in Dänemark, in der Hafenstadt Aarhus, gibt's Wikinger:
Und in München hat man den Pumuckl:
Manche Städte wechseln ihre Ampelsymbole je nach Jahreszeit. Während der Adventszeit gibt's rund um den Weihnachtsmarkt in Hannover in Deutschland Rentiere, …
... während in Innsbruck in Österreich dem Bergsport gehuldigt wird.
In Duisburg im Ruhrgebiet sind Ampelmännchen als Bergmann mit Grubenlampe dargestellt:
In Çanakkale in der Türkei, nahe dem antiken Troja, gibt das Trojanische Pferd die Verkehrssignale.
In Hamburg derweil, nahe den Hamburger NDR-Standorten, bekamen die Fussgängerampeln einen «Sesamstrasse»-Makeover:
Dort gilt: Bei Bert bleibst du stehen, bei Ernie kannst du gehen.

