Sport
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Manchester's Leroy Sane takes his seat on the substitutes bench prior to the first leg, round of sixteen, Champions League soccer match between Schalke 04 and Manchester City at Veltins Arena in Gelsenkirchen, Germany, Wednesday Feb. 20, 2019. (AP Photo/Michael Probst)

Leroy Sané bleibt offenbar lieber bei Manchester City, statt zu den Bayern zu wechseln. Bild: AP

Analyse

Vier Gründe, warum Bayern München einfach keinen Topstar abkriegt

Die teuersten Fussballer wechseln heutzutage nach England, Spanien oder Italien – aber nicht nach Deutschland. Darunter leidet vor allem Bayern München, das fürchtet, den Anschluss an die europäische Spitze zu verlieren.



Eigentlich wollte Bayern München vor der neuen Saison richtig gross in neues Spielermaterial investieren. Doch beim Werben um die Topstars ging der deutsche Rekordmeister bislang leer aus. Zwar hat man mit Lucas Hernandez und Benjamin Pavard zwei französische Weltmeister verpflichten können, die begehrtesten Spieler meiden die Bundesliga aber wie der Teufel das Weihwasser.

Eden Hazard wechselt zu Real Madrid, Matthijs de Ligt zu Juventus Turin, Frenkie de Jong sowie Antoine Griezmann zum FC Barcelona, Jungstar Joao Felix zu Atlético Madrid und der Spanier Rodri zu Manchester City. Und selbst der deutsche Nationalspieler Leroy Sané hat sich gemäss verschiedenen Medienberichten dazu entschieden, bei den «Citizens» Ergänzungsspieler zu bleiben, statt bei den Bayern zum grossen Aushängeschild zu avancieren.

epa07717188 French striker Antoine Griezmann poses for the media during his presentation as a FC Barcelona's new player held at Camp Nou Stadium in Barcelona, Spain, 14 July 2019.  EPA/QUIQUE GARCIA

Griezmann war bei den Bayern nicht einmal ein Thema. Bild: EPA

Beim Wettbieten um die Crème de la Crème des europäischen Fussballs haben die Münchner momentan stets das Nachsehen. Das hat seine Gründe.

Attraktivität der Liga

Zwar ist die Bundesliga im Vergleich der europäischen Top-Ligen seit Jahren diejenige mit den meisten Toren pro Spiel und dem höchsten Zuschauerschnitt, dennoch gilt sie für Topspieler nicht als besonders attraktiv. Der bei 1860 München gross gewordene Watford-Profi José Holebas brachte es zuletzt in einem Interview mit Sportbuzzer auf den Punkt: «So wie ich das mitbekomme, will einfach keiner mehr nach Deutschland. Wen hast du denn da noch grossartig? Du hast in Deutschland nur vier, fünf gute Vereine, danach kommt nichts mehr», so der in Deutschland geborene griechische Nationalspieler.

Bild

José Holebas macht klar, warum keiner in die Bundesliga wechseln will. bild: epa

Der Bundesliga fehlt die Ausgeglichenheit, ausserdem hinkt sie der Konkurrenz aus Spanien, England und Italien bezüglich Taktik und Intensität derzeit etwas hinterher. Das manifestiert sich vor allem in den internationalen Wettbewerben. Dort konnte in der letzten Saison nur Eintracht Frankfurt für Furore sorgen, womit man immerhin Rang drei in der UEFA-Fünfjahreswertung absichern konnte. Eine Wiederholung des Eintracht-Märchens scheint derzeit aber nicht in Sicht. Die Garanten für den Erfolg (Luka Jovic, Sébastien Haller) sind abgewandert – zu Real Madrid in die Primera Division und zu West Ham United in die Premier League.

Frankfurt's scorer Sebastien Haller, center, Luka Jovic, left, and Mijat Gacinovic celebrate their side's second goal during the second leg, round of 32, Europa League soccer match between Eintracht Frankfurt and FC Shakhtar Donetsk, in Frankfurt, Germany, Thursday, Feb. 21, 2019. (AP Photo/Michael Probst)

Luka Jovic (l.) und Sébastien Haller (m.) sind neuen Verlockungen gefolgt. Bild: AP/AP

Löhne

Englische, spanische und italienische Klubs verfügen dank Investoren und der Zentralvermarktung der Klubs über deutlich höhere Einkünfte als die Konkurrenz aus der Bundesliga. Die TV-Gelder spülen den Vereinen aus der Premier League und den Topklubs der Primera Division ausserdem zusätzliche Einnahmen in die Kasse. Zur Veranschaulichung: Premier-League-Schlusslicht Huddersfield kassierte in der letzten Saison mit 109,3 Millionen Euro an TV-Geldern deutlich mehr als Deutschlands Serienmeister Bayern München (68 Millionen).

Bild

Die TV-Einnahmen der 20 Premier-League-Klubs in der Saison 2018/19. bild: premier League

Die zusätzlichen Einnahmen investieren die Klubs vor allem in Ablösesummen und höhere Löhne. Mit dieser Preistreiberei können die Bundesliga-Klubs nicht mithalten. Holebas dazu: «Die Vereine in der Premier League kannst du nicht mit anderen in Europa vergleichen. In der Premier League hat jeder Verein Geld – da geht ein gescheiter Spieler auch mal nicht gleich zu einem Top-Verein, um richtig Geld zu verdienen.»

abspielen

Immerhin: Goldene Steaks können sich auch die Bayern-Stars leisten. Video: YouTube/Best Vibes

Den deutschen Klubs bleibt deshalb oft nicht viel anderes übrig, als zu warten, bis in England das Transferfenster am 8. August schliesst. Dann werden die Preise für viele Spieler purzeln und jeder hofft, sein Schnäppchen machen zu können.

Historie

Die Bundesliga war noch nie der Ort, wo die internationalen Topstars hingehen. Real Madrid und Barcelona sind seit jeher die Traumdestinationen aller Fussball-Profis, in den 1990er-Jahren war die Serie A das Mass aller Dinge, mittlerweile ist die Premier League «the place to play».

Zwar spielten oder spielen in der Bundesliga immer wieder Topstars, doch hatten diese bei ihrer Verpflichtung noch einen ganz anderen Status. Arjen Robben beispielsweise war vor seinem Bayern-Wechsel 2009 bei Real Madrid nur zweite Wahl, ausserdem mussten die Königlichen den Transfer von Cristiano Ronaldo zum Teil refinanzieren.

epa07695120 (FILE) Munich's Arjen Robben poses with the trophy after winning the UEFA soccer Champions League final between Borussia Dortmund and Bayern Munich at Wembley stadium in London, England, 25 May 2013 (reissued 04 July 2019). The 35-year-old Dutch former international Robben, on 04 July 2019, announced he would end his career. Robben played 10 years for Bayern Munich.  EPA/ANDREAS GEBERT  GERMANY OUT *** Local Caption *** 50846270

Arjen Robben erwies sich für die Bayern als seltener Glücksfall: Aus dem gescheiterten Supertalent wurde doch noch ein echter Superstar. Bild: EPA

Thiago Alcantara und Xabi Alonso wurden nicht von Bayerns Strahlkraft, sondern von derjenigen von Pep Guardiola nach München gezogen. Franck Ribéry und Robert Lewandowski galten vor ihrer Verpflichtung noch mehr als aufstrebende Talente statt als gereifte Superstars.

Seriöses Wirtschaften

Die 50+1-Regel verhindert in der Bundesliga, dass Investoren die vollständige Kontrolle über einen Klub übernehmen können. Das hat aber auch zur Folge, dass allfällige Löcher in der Klubkasse nicht einfach so gestopft werden können, weshalb ein seriöses Wirtschaften in der Bundesliga unerlässlich ist. Nur was eingenommen wird, kann reinvestiert werden.

Transfers in der Höhe von 60 oder 70 Millionen Euro können in Deutschland höchstens Bayern München oder Borussia Dortmund stemmen. Für den Rest ist das unternehmerische Risiko schlicht zu gross. «Dann könnte ich nicht mehr schlafen», sagte Gladbachs Sportdirektor Max Eberl im letzten Sommer auf die Frage, ob ein Transfer in dieser Grössenkategorie möglich sei. Für den 45-Jährigen ist der Weg, den viele Bundesliga-Klubs gehen müssen, nach wie vor «alternativlos»: Talente entdecken, fördern, entwickeln und dann irgendwann gewinnbringend verkaufen, um neue Talente einzukaufen.

Bild

Dortmunds Neue Julian Brandt, Thorgan Hazard und Nico Schulz kommen aus Leverkusen, Gladbach und Hoffenheim. bild: screenshot youtube

Davon profitieren vor allem Bayern München und Borussia Dortmund. Die beiden Topvereine der Bundesliga sind es vornehmlich, die der Konkurrenz die ausgebildeten Talente abnehmen. Ein Geschäftsmodell, das sich angesichts der gesunkenen Chancen auf die Verpflichtung eines Topstars seit Jahren bewährt hat.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Seuli 24.07.2019 14:06
    Highlight Highlight 1. F
    2. C
    3. Bayern
    4. Muenchen

    Wuala, vier Gruende
  • DerRaucher 24.07.2019 04:51
    Highlight Highlight Musste lachen. Viele Argumente sind Hanebüchen. Im Endeffekt gehst genau um eines: Geld! Also großer Star Verdienst du in D am wenigsten. Und genau das ist ausschlaggebend.
  • YvesM 23.07.2019 19:31
    Highlight Highlight Könnte auch an den aktuellen Bossen des Vereins liegen. Glänzen nicht wirklich durch Sympathie und die Chancen in der Champions League sind auch beschränkt im nächsten Jahr.
  • Phippu Skriminelli 23.07.2019 19:11
    Highlight Highlight Das hat sich wohl der Phillip Reich selber ins Fleisch geschnitten, mit seinem Beitrag. Wenn man Italien als Gradmesser nimmt, hat man wohl doch keine Ahnung vom Fussball. Fussbal muss bezahlbar sein. Punkt und aus.
    MIA SAN MIA!
    • Neuromancer 23.07.2019 19:53
      Highlight Highlight Italien war für die Deutschen doch schon immer ein Gradmesser aber, viel wichtiger noch, meist auch das Heimfahrt-Ticket.
    • Shelley 23.07.2019 23:48
      Highlight Highlight Gerade eben nicht, Reich versteht was von Fussball, jedenfalls einiges mehr als PS. Es nützt nichts sich einzureden die BuLi sei toll, und dabei die Wahrheit nicht wahrhaben wollen. Genau diese Realitätsfernheit, ein toller und begehrter Club zu sein, zeichnet Bayern München und die Buli aus. Ihre besten Zeiten sind schon lange vorbei
  • eulsch 23.07.2019 17:38
    Highlight Highlight Meine Prognose:
    In den nächsten 7 Tagen wird der Sane Transfer vermeldet. (Transferfenster in PL schliesst anfangs August).
    Anschliessen beginnt das Fallen der Dominosteine (Zitat: KHR): Heisst, aus dem Pool der Kandidaten Roca, Werner, Bergwijn, Pepe, Carrasco und wie sie alle heissen, werden je nach Zu- oder Absage Sanes noch 2-3 weitere Spieler zu Bayern stossen. Man muss verstehen, dass Bayern Sane umbedingt will. Bei Sanes Position geht es natürlich um Geld. Im Stile 'du, City bietet dies, was bietet ihr...' was sein gutes Recht ist, auch wenn mich dies noch länger auf die Folter spannt..
  • ujay 23.07.2019 17:19
    Highlight Highlight Bayern München ist einfach nicht so sexy wie ManU, Liverpool, FC Barcelona oder Real und der Glamour fehlt sowieso.
    • RedWing19 23.07.2019 20:35
      Highlight Highlight ManU? Das war einmal. Aber Europa-League ist ja auch sexy😄
    • Jo Blocher 24.07.2019 06:48
      Highlight Highlight ....trotzdem fehlt den Bayern der Glam. Von sexy gar nicht zu reden!
    • RedWing19 24.07.2019 16:29
      Highlight Highlight Was willst du mit Glam?
  • Christopher Tracy 23.07.2019 16:41
    Highlight Highlight Der Autor dieses Artikels muss ein grosser Italien Fan sein. Diese Liga immer wieder im gleichen Atemzug mit England und Spanien zu nennen ist ja Verblendung pur.

    In Italien gibt es Juve sonst gar nichts (siehe Europäische Bühne). In keiner Liga ist das Gefälle grösser. Ab der Mitte hätten die Clubs sogar in der Schweiz Mühe.

    In Spanien 2 1/2 danach ist da auch Schluss.

    Und dann halt England das Mass aller Dinge!
  • Politikinteressierter 23.07.2019 16:10
    Highlight Highlight Sorry aber die Serie A ist meiner Meinung jetzt nicht besser als die Buli und von der Infrastruktur ists in Italien auch nicht so doll bestellt. Spanien und England sind klar besser, aber das liegt wie erwähnt an den TV-Geldern und arabischen Mäzenen.
    • Adam Smith 23.07.2019 16:21
      Highlight Highlight Äh doch sie ist definitiv besser. Ein CR7 beispielsweise würde niemals in die BuLi wechseln. Dazu ist in der BuLi Dirtmund und Bayern gut, in der Serie a sind Juve, Napoli, Inter, AS Roma und AC Mailand alle international konkurrenzfähig.
    • wasps 23.07.2019 17:19
      Highlight Highlight Äh, sorry. Was haben Napoli, Inter, Mailand und Roma international in den letzten Jahren gerissen? Nix.
    • Adam Smith 23.07.2019 17:56
      Highlight Highlight @wasps AS Roma hat Barcelona vorletzte Saison aus der CL gekegelt und ist relativ weit gekommen, Napoli ist letztes Jahr in der stärksten Gruppe mit Liverpool und PSG nur knapp raus geflogen, genau wie Inter znd AC Mailand ist gerade sehr aktiv am wiederaufbau. Dazu ist die Serie A historisch gesehen bei weitem erfolgreicher. Bitte vergleiche nicht eine Farmerliga, wie die BuLi mit der Serie A.
    Weitere Antworten anzeigen
  • mrgoku 23.07.2019 15:38
    Highlight Highlight Sport und vorallem Fussball ist schon seit vielen Jahren reine Wirtschaft. Da geht es nicht mehr um den Sport, sondern der Sport ist lediglich das Mittel zum Zweck...

    Das beste Beispiel ist die ständige Erhöhung der Teilnehmerzahl bei Endrunden... wieso? Wohl sicher nicht damit es spannender wird... lol

    wer darauf reinfällt ist selberschuld..
  • yeahmann 23.07.2019 15:23
    Highlight Highlight Trotzdem meine Lieblingsliga.
  • Darkside 23.07.2019 15:08
    Highlight Highlight Und dennoch bevorzuge ich die BuLi. Bier im Stadion, Stehplätze, hohe Stadionauslastung und eine Top Berichterstattung auf Sky.
    • mrgoku 23.07.2019 15:35
      Highlight Highlight Top Berichterstattung auf Sky hast du auch in England, Italien, Spanien oder gar Portugal...

      Aber ja, rein Stadiontechnisch ist die BuLi denke ich schon besser als die PL
    • maxi #sovielfürdieregiongetan 23.07.2019 16:33
      Highlight Highlight top berichterstattung unf sky in einem satz? vergleich mal eurosport und sky dann weist du was top ist... schade hat eurosport an dazn verkauft.
    • mrgoku 23.07.2019 16:54
      Highlight Highlight Eurosport berichtet über was? Fechten, Langlauf, Skispringen?

      Fussball kriegt man dort ja kaum zu sehen. Zumindest nichts was sehr relevant wäre wie CL, EL, PL, LaLiga, Serie A oder BuLi.

      Mit Glück Nations Cup aus Afrika..
    Weitere Antworten anzeigen
  • Volande 23.07.2019 14:46
    Highlight Highlight Nach der Logik würde ja in Paris niemand spielen. Spoiler: es ist die Kohle
  • geisit 23.07.2019 14:38
    Highlight Highlight So wenig ich die amerikanischen Ligen mag, muss ich sagen, dass ein Salary Cap vieles verbessern würde in Europa. Alles wäre ein bisschen ausgeglichener und fairer.
    • maxi #sovielfürdieregiongetan 23.07.2019 16:34
      Highlight Highlight nur würde so ein system nur in einer geschlossen liga funktionieren. geschweige denn auf einem kompletten Kontinent.
    • geisit 23.07.2019 17:08
      Highlight Highlight Ich denke, dass könnte die UEFA regeln. Anstatt an neuen internationalen Ligen zu feilen und die Budgetschere weiter zu öffnen, könnte sie so sogar ihre Daseinsberechtigung beweisen.
    • maxi #sovielfürdieregiongetan 23.07.2019 19:34
      Highlight Highlight natürlich werden sie ihren geldesel beschneiden... 😅


      es hilft wenn man so deppen zügs wie nationsleague em wm nicht schaut... und vorallem keine pay tv abos abschliesst.
  • Bobby Sixkiller 23.07.2019 14:36
    Highlight Highlight Geld regiert die Welt. Die Bayern Bosse sind nicht bereit mit den absurden Summen aus England und Spanien mit zu bieten. Darum wirds auch bis auf weiteres so bleiben.

    Das ist der einzige Grund!
  • dontknow 23.07.2019 14:35
    Highlight Highlight Die 50+1 Regel wird längerfristig der Bundesliga das Überleben sichern, sofern sie denn nicht fällt. Irgendwann wird die Blase im Fussball platzen und das Geld nicht mehr sprudeln wie bisher. Wie die Vereine aus England(Spanien ist ein Spezialfall wegen der Steuersituation für die beiden Topclubs...) ihre exorbitant teuren Kader dann noch bezahlen wollen will ich erstmal sehen. Eine andere Option wäre dass die UEFA beim FP endlich durchgreift...

    Das ganze erinnert stark an die "Dotcom-Blase" der 0er Jahre und das erwachen wird ebenso brutal sein. Abwarten und Tee trinken würde ich mal sagen😉
    • The Joker 23.07.2019 15:30
      Highlight Highlight Glaube ich um ehrlich zu sein, nicht
  • JoeyOnewood 23.07.2019 14:30
    Highlight Highlight Statt darüber zu diskutieren, die 50+1 Regel in Deutschland abzuschaffen, sollte man darüber diskutieren, sie überall einzuführen. Das würde dem Fussball gut tun!
  • Jong & Hässig 23.07.2019 14:05
    Highlight Highlight „Wenn ihr wüsstet wen wir schon alles auf sicher haben“

    Man, man, man. Was hat sich der gute Uli bei der Aussage verschätzt
  • Bruno Wüthrich 23.07.2019 14:03
    Highlight Highlight Die Sportler - so scheint es - haben inzwischen die gesunde Beziehung zum Sport etwas verloren und dafür eine umso engere Beziehung zum Geld aufgebaut. Früher verdienten Spitzensportler genügend Geld, um sich den Rest ihres Lebens einigermassen im Luxus abzusichern. Heute sichert er die nächsten 27 Generationen - und zwar im Super-Luxus - auch gleich noch ab.
    Doch wo soll sonst das viele Geld, das heutzutage in den Spitzensport gepulvert wird, sonst hinfliessen? Die Scheichs und Oligarchen wollen ja mit ihrem Hobby eher ein bisschen Geld loswerden, als noch welches dazu zu verdienen.
    • The Joker 23.07.2019 14:19
      Highlight Highlight die mehrheit der Fussballer verdient bei weitem nicht so viel! klar, die topstars schafen es auf 10-20 milionen (Messi & Ronaldo mal aussen vor) aber die grosse mehrheit verdient deutlich weniger, vor allem ausserhalb von England. Klar oft ist mann über 1 milion netto, aber trotzdem viel weniger als in den USA, wo es viel weniger professionelle Teams hat
    • Staedy 23.07.2019 14:41
      Highlight Highlight Das sehe ich ganz gleich. Es ist doch ein abartiger Wahnsinn, wenn Spieler einen Lohn von über 50 Mio Euro per anno beziehen. Ok jetzt kommt dann wieder einer, der dies mit Trikotverkäufen aufrechnen will.....gilt auch für die Pay-TV Blase, bis heute gibt es in Europa keinen PayTV Anbieter, der Gewinne macht. Es gäbe einfache Regelungen um sauberen Tisch zu machen: Beispiel Transfersummen müssen vom Klub sofort cash bezahlt werden, die Abtretung von zukünftigen Einnahmen wird verboten, alle Verbindlichkeiten dürfen max. einen bestimmten %-Satz (z.B. 25%) der Einnahmen ausmachen.
    • TanookiStormtrooper 23.07.2019 14:43
      Highlight Highlight Willkommen im Kapitalismus. Wenn mir jemand für die gleiche Arbeit das doppelte oder dreifache zahlt, dann gehe ich auch dahin.
      Die Scheichs wollen sich übrigens eher Ansehen und Beziehungen kaufen, klappt mit Sport immer relativ gut.
    Weitere Antworten anzeigen
  • The Joker 23.07.2019 13:51
    Highlight Highlight Ich denke ein wichtiger Punkt fehlt: bei gleichem gehalt, entscheide ich mich zwischen Deutschland, Spanien und Italien definitiv für eines der letzteren beiden! hinzu komm, dass der 2te topverein (BVB) in einer nicht wirklich schönen Gegend zuhause ist!
    Als Normalverdiener ist Deutschland unter vielen punkten wohl attraktiver, vor allem mit Familie. Aber als Milionär kann man überall gut leben und da Fällt die Wahl meistens wohl auf ein Land am Mittelmeer mit warmen Klima...Als verdienter Spieler würde ich sogar um sonst in Sardinien oder Mallorca spielen wollen...
    • Alterssturheit 23.07.2019 16:25
      Highlight Highlight Also ich lebe 15km östlich von ZH und es ist heute 35 Grad. Malle aktuell nur kühle 32, ebenso Sardinien !
  • Aniki 23.07.2019 13:46
    Highlight Highlight Schon sehr dürftige Argumente. Fakt ist, der FC Bayern ist aktuell der 3. wertvollste Fussballverein der Welt (nach Real und ManU) und wirtschaftlich absolut gesund. Zudem gibt ihnen der sportliche Erfolg in den vergangenen 10 Jahren einfach recht.
    • mrgoku 23.07.2019 15:41
      Highlight Highlight Nur wird der Verein gehasst (ausser man ist Fan bzw. Modefan)

      Da bringt dir "wirtschaftlich" soviel wie ein feuchter Furz... hast du das gefühlt dass der Welt interessiert ob der Verein grüne oder rote Zahlen schreibt? Nöö was zählt ist wer mehr polarisiert, wer die besten Spieler in den Reihen hat und somit mehr Modefans anzieht
    • RedWing19 23.07.2019 16:29
      Highlight Highlight „Nur wird der Verein gehasst“

      Der FC Bayern München ist jener Fussballclub, mit den meisten Mitgliedern. Weltweit. Aber ja natürlich, der Verein wird von allen gehasst😄
    • RedWing19 23.07.2019 17:18
      Highlight Highlight @Hayek1902

      Doch, ist fast korrekt was Aniki sagt. Bayern ist der 4. vertvollste Fussballverein (hinter Real, Barça und ManUtd) der Welt und rangiert auf Platz 17 ALLER Sportvereine. Liverpool oder ManCity schaffen es nicht mal unter die Top-20 aller Vereine.

      Nachzulesen auf Forbes.com

  • MacB 23.07.2019 13:42
    Highlight Highlight Ich hoffe, die Bundesliga zieht ihr Konzept weiter durch. Langfristig und im Bezug auf den Fussball hat es eine schönere Zukunft als das Scheich-getriebene Wirtschaften anderer Ligen. Irgendwann fällt es in sich zusammen.
  • Clank 23.07.2019 13:36
    Highlight Highlight Diese ständige Panikmache von watson um Bayerns fehlende Toptranfers nervt aber langsam sicher.
    Na und? Bayern hätte sicherlich genug Geld, wenn sie es nicht wollen. Sie haben es einfach nicht nötig. Auch mit dem Kader sind sie Topfavorit in der Buli. Auch mit Toptransfers wird die CL nicht einfacher. Dass Bayern sich nicht krass verstärkt, davon profitiert vor allem die Bundesliga. Die Liga wird spannender. Die Lücke zwischen Bayern und BVB kleiner. Deswegen schaue ich Fussball. Wegen dem Wettbewerb.
  • RedWing19 23.07.2019 13:35
    Highlight Highlight „Franck Ribéry und Robert Lewandowski galten vor ihrer Verpflichtung noch mehr als aufstrebende Talente statt als gereifte Superstars.“

    Naja, mit 25 bzw. 26 Jahren (Lewandowski) ist man kein Talent mehr. Real wollte ihn zu diesem Zeitpunkt (v.a. nachdem er sie in der CL mit 4 Toren abschoss) ja auch, nur wollte Lewandowski unbedingt zu Bayern.

    Ribéry galt bereits nach der WM 2006 als der nächste Stern der Franzosen. Allerdings war er vor seinem Wechsel tatsächlich noch nicht so ausgereift, wie Lewa.
  • das Otzelot 23.07.2019 13:28
    Highlight Highlight Bayern hatte auch jahrelang das Credo, dass die Besten Deutschen Spieler bei Bayern spielen sollen.
    Da waren die Ausländer noch nicht so wichtig. Heute ist das so nicht mehr möglich, da doch einige im Ausland spielen oder früher ins Ausland wechseln des Geldes wegen. Aus diesem Grund wechseln auch viel weniger "Talente" zu Bayern. Wenn man dann noch für ein solches Talent (z.B. Kai Harvertz) 80+ zahlen muss wird es halt schwierig mitzuhalten. Die Bundesliga muss sich halt entscheiden 50+1 zu behalten und international nicht mehr vorne zu sein oder nicht und den Wahnsinn mitzumachen.
  • fandustic 23.07.2019 13:19
    Highlight Highlight Nun gut, und wenn dann die grosse Blase mal platzt, dann wollen alle wieder in die Bundesliga. Wenn ich Transfers wie den eines Griezmann sehe (welchen ich als Barca Fan begrüsse und trotzdem hinterfrage) und Barca Kredite und Darlehn und was alles noch aufnehmen muss um den zu stemmen, da ist eigentlich bereits fünf nach 12....kann nicht ewig gut gehen und wenn der "Chlapf" mal kommt, dann aber richtig....da bin ich überzeugt.
  • Amboss 23.07.2019 13:17
    Highlight Highlight Man kann noch Punkt 5 und 6 hinzufügen:
    5. Die Clubführung: Die "Mia san Mia"-Klüngelei aus Uli und seinen Freunden an der Clubspitze, die sich zu allem und jedem äussern, das geht heute einfach nicht mehr. Und wenn es sogar Toptrainer wie Ancelotti und Guardiola nicht schaffen, in München "anzukommen", dann hält das natürlich auch Top-spieler ab.

    6. Der Trainer: Egal, was man von ihm hält oder ob die Kritik an ihm berechtigt ist: Kovac ist sicher nicht der Typ, mit dem man Top-Spieler anlocken kann.
  • Bratansauce 23.07.2019 13:06
    Highlight Highlight "Wen hast du denn da noch grossartig? Du hast in Deutschland nur vier, fünf gute Vereine, danach kommt nichts mehr", sagt Jose Holebas.
    Da musst man doch laut loslachen! Der Typ spielt bei Watford irgendwo in der Pampa, kassiert wohl aber ein Salär, als würde er bei Schalke oder Dortmund spielen. Das Problem sind doch die geldgeilen Spieler und diejenigen Ligen, die unseriös wirtschaften (Italien, Frankreich, England, Spanien, da sind alle gemeint).
  • Switch_on 23.07.2019 13:06
    Highlight Highlight Punkt 2 und Punkt 4 sprechen aus meiner Sicht eindeutig für Bayern bzw. die Bundesliga.
  • Steven86 23.07.2019 12:53
    Highlight Highlight Einfach gesagt, bei den anderen Liga fliesst viiiel mehr Geld.
  • Bruno S.1988 23.07.2019 12:46
    Highlight Highlight Kommt davon wenn Bayern München ständig den anderen Bundesliga Teams ihre Topspieler weg kaufen! Sie sind für das tiefe Niveau in der BL direkt mitverantwortlich!
    • Army Neilstrong 23.07.2019 12:50
      Highlight Highlight Ich sage das als BVB-Sympathisant ungerne, aber Dortmund hat in den letzten Jahren deutlich mehr Spieler von der Konkurrenz geholt.
    • demian 23.07.2019 12:54
      Highlight Highlight Du meinst so wie sich z.B. Dortmund bei Leverkusen, Gladbach und Hoffenheim bedient?
    • Army Neilstrong 23.07.2019 13:01
      Highlight Highlight ...Mainz, Werder, Stuttgard, Frankfurt...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Füdlifingerfritz 23.07.2019 12:41
    Highlight Highlight "Du hast in Deutschland nur vier, fünf gute Vereine, danach kommt nichts mehr» Und das soll in Spanien oder Italien grossartig anders sein?
    • Holy Crèpe 23.07.2019 12:49
      Highlight Highlight Holebas ist ein bisschen ein Laberi 😄
    • Th. Dörnbach 23.07.2019 13:05
      Highlight Highlight Nein, aber ich würde auch lieber in Sevilla als in Gelsenkirchen leben.
    • luegeLose 23.07.2019 13:11
      Highlight Highlight Dafür nimmt der letzte in der Pl mehr Geld über TV ein als der beste in der BL.
    Weitere Antworten anzeigen
  • El Chicano 23.07.2019 12:37
    Highlight Highlight Genau wegen den vollen Stadion, der Fankultur, der bezahlbaren Tickets und der tollen Reportagen bevorzuge ich die Bundesliga. Egal ob europäisch etwas gerissen wird oder nicht
    • El Mac 23.07.2019 16:45
      Highlight Highlight Hast du das Gefühl, die Stadien in London werden nicht gefüllt?
    • eulsch 23.07.2019 17:15
      Highlight Highlight doch, mit sitzenden Cüpli-Fans..
      darum schreibt El Chicano wohl Fankultur
  • Cheesebürger 23.07.2019 12:37
    Highlight Highlight 1. Geld
    2. Geld
    3. Geld
    4. Geld

Eismeister Zaugg

Jammern war gestern – Ambris geniale Marketingstrategie

Einst war das Jammern und Geldsammeln für Ambri die fünfte Jahreszeit in der Leventina. Diese Zeiten sind vorbei. Sportchef Paolo Duca ist in Sachen Marketing ein «Marc Lüthi der Berge».

Tue viel, ab und an auch Gutes und rede darüber. Nach diesem Grundsatz funktioniert gute Öffentlichkeitsarbeit. Kein anderer Sportchef befolgt diese goldene Regel in Zeiten der Virus-Krise so wie Ambris Paolo Duca.

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