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26.01.2019, Nordrhein-Westfalen, Dortmund: Fußball: Bundesliga, Borussia Dortmund - Hannover 96, 19. Spieltag im Signal Iduna Park. Dortmunds Trainer Lucien Favre kommt vor dem Spiel auf den Platz und grüßt. (KEYSTONE/DPA/Guido Kirchner)

Darf zufrieden lächeln: Favre ist mit dem BVB auf Meisterkurs. Bild: DPA

Analyse

Lucien Favres Erfolgsrezept ist geknackt

Auch nach zwei Spielen der Rückrunde führt Dortmund die Bundesliga-Tabelle an. Weil der BVB genau das macht, was Lucien Favres Teams seit Jahren auszeichnen.



Dass Lucien Favre ein überdurchschnittlich begabter Fussballtrainer ist, weiss jeder Schweizer Fan. Egal, wo er ist: Der Romand macht jedes Team, bei dem er anheuert, besser. Der Autor Christoph Biermann entschlüsselte im vergangenen Jahr einen Teil seiner Erfolgs-DNA: Favre weist seine Spieler an, einen Angriff erst dann abzuschliessen, wenn die Aussicht auf ein Tor gut ist.

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Dortmunds 1:0 gegen Hannover am Samstag: Achraf Hakimi hat nur noch einen Verteidiger zwischen sich und Tor, also erlaubt er sich, von der Strafraumgrenze zu schiessen.  Video: streamable

Das klingt banal, aber sehr logisch, doch die Umsetzung des Vorhabens ist nicht immer einfach. Jüngste Zahlen, vom Fussball-Institut CIES in Neuenburg und InStat erhoben, belegen schwarz auf weiss: Favres Dortmund beherrscht, was der Trainer fordert. Der BVB ist die klar effizienteste Mannschaft der Bundesliga, er benötigt für ein Tor im Durchschnitt 4,80 Schüsse.

Auf den nächsten Plätzen folgen mit Eintracht Frankfurt (5,49 Schüsse/Tor) und Borussia Mönchengladbach (5,95) zwei weitere Spitzenteams. Dortmunds erster Verfolger Bayern München, in der Tabelle sechs Punkte zurück, ist wesentlich weniger effizient. 6,80 Schüsse benötigt die Equipe von Niko Kovac, um einen Treffer zu erzielen. Auch RB Leipzig hinkt mit einem Wert von 6,0 ein wenig hinterher.

Torschüsse pro Tor / Klubs:

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Qualität statt Quantität

Dortmund schoss mit 50 Toren mit Abstand die meisten Treffer aller Teams, sieben mehr als Bayern. Dabei gaben die Gelb-Schwarzen nur 241 Schüsse ab, was in dieser Statistik lediglich Rang 10 bedeutet. Es ist exakt das, was Lucien Favre von seinen Teams verlangt: Erst dann zu schiessen, wenn die Position günstig ist. Qualität statt Quantität.

Wer das besonders begriffen hat, ist Paco Alcacer: Dem Spanier gelangen aus 25 Torschüssen zwölf Treffer (2,08 Schüsse/Tor). Auch die Werte der nächstbesten Dortmunder Torschützen sind bärenstark. Captain Marco Reus bringt es auf eine Quote von 4,08 (49 Torschüsse, 12 Tore), Shootingstar Jadon Sancho auf 2,83 (17 Schüsse, 6 Tore). Qualität statt Quantität.

29.09.2018, Nordrhein-Westfalen, Leverkusen: Fussball: Bundesliga, Bayer Leverkusen - Borussia Dortmund, 6. Spieltag am 29.09.2018 in der BayArena. Dortmunds Trainer Lucien Favre (M) umarmt seinen Spieler Paco Alcacer (r) nach dem 2:4 Auswaertssieg. (KEYSTONE/DPA/Federico Gambarini) - WICHTIGER HINWEIS: Gemaess den Vorgaben der DFL Deutsche Fussball Liga bzw. des DFB Deutscher Fussball-Bund ist es untersagt, in dem Stadion und/oder vom Spiel angefertigte Fotoaufnahmen in Form von Sequenzbildern und/oder videoaehnlichen Fotostrecken zu verwerten bzw. verwerten zu lassen.

Favre umarmt Super-Joker Alcacer, der im Schnitt alle 45 Minuten trifft.  Bild: dpa

Zum Vergleich die drei Bundesliga-Spieler mit den meisten Torschüssen in dieser Saison: Timo Werner kommt auf eine Quote von 6,09 (67 Schüsse, 11 Tore), Robert Lewandowski auf 5,41 (65 Schüsse, 12 Tore) und Max Kruse auf 13,75 (55 Schüsse, 4 Tore). Torschützenleader Luca Jovic bringt's auf 3,69 (48 Schüsse, 13 Tore), dessen Frankfurter Klubkollege Sébastien Haller auf 3,73 (41 Schüsse, 11 Tore).

Torschüsse pro Tor / Spieler:

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Lucien Favre sei ein Trainer mit einem Alleinstellungsmerkmal, schlussfolgerte Autor Biermann, weil er Mannschaften durch seine Spielweise schlichtweg besser mache. «Im Grunde ist es erstaunlich, dass er bis heute noch keine internationale Spitzenmannschaft trainiert hat, denn höchstwahrscheinlich würde er auch eine solche besser machen.»

Die aktuelle Saison mit Borussia Dortmund scheint diese Einschätzung zu bestätigen. Ob sie am Ende mit dem Gewinn des Meistertitels gekrönt wird?

Die Tabelle

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tabelle: srf

Sie waren «Golden Boys»: Zum besten Talent der Welt gekürt

Emotionale Tempolimit-Debatte in Deutschland

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Video: srf

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13Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • rudolf_k 29.01.2019 07:34
    Highlight Highlight Dortmund ist schwarz-gelb, nicht gelb-schwarz.
  • Naraffer 29.01.2019 07:20
    Highlight Highlight Favres Stärke ist Ordnung und Aufbau einer Mannschaft, dies hält in der Regel 2 Jahre, danach verpufft die Wirkung seines starren Blicks und die Mannschaft zerfällt. Er konnte noch kein Team über Jahre an der Spitze halten. Ein klassischer 2 Jahres-Coach.
  • Bläsnkufo 28.01.2019 22:12
    Highlight Highlight Es dauert sicher nicht mehr lange, bis noch grössere Clubs anklopfen. Ich habe gehört, dass es bei den Königlichen momentan nicht so super läuft..
  • Freilos 28.01.2019 18:15
    Highlight Highlight Ich glaube jeder Trainer will das seine Mannschaft aus aussichtsreichen Positionen aufs Tor schiesst und im Abwehrverhalten den Gegner nicht gefährlich aufs Tor kommen lassen will. Ich denke da steckt noch einiges mehr hinter Favres Erfolgsgeheimnis. Aber Top ist er, ohne jeden Zweifel.
  • zellweger_fussballgott 28.01.2019 17:53
    Highlight Highlight Eine richtige Analyse seines Erfolg müssste viel komplizierter und umfassender sein. Es ist nicht allein die "Schusseffizienz". Vielmehr sind es viele verschiedene Faktoren, mitunter zugebenermassen auch ein wenig Glück, welche die Dortmunder so stark machen. Sei es Transferpolitk im Sommer, Einwechslungen, taktische Verbesserungen während des Spieles, Stabilität in der Defensive und und...
  • malina2 28.01.2019 17:05
    Highlight Highlight Dortmund war diesbezüglich schon immer eines der besten Teams. In der Saison 2015/16 bspw. mit 4,6 Schüsse pro Tor an der Spitze dieser tollen Rangliste, und trotzdem wurden die Bayern Meister (mit 5,8 S/T).
  • demian 28.01.2019 16:54
    Highlight Highlight Dasselbe System lässt Favre in der Defensive spielen. Man lässt den Gegner möglichst nur aus ungefährlichen Positionen schiessen.

    Darüber gab es mal bei Spiegel einen detaillierten Bericht. Vielleicht könnt ihr den hier nochmals veröffentlichen.
  • Joe Smith 28.01.2019 15:55
    Highlight Highlight Das habe ich schon im Schulturnen konsequent so gemacht: Ich kam nie in eine aussichtsreiche Position und habe darum auch nie geschossen. Aber obwohl ich mich konsequent an das Favresche Erfolgsrezept gehalten habe, habe ich meistens verloren. Irgendwas kann da also nicht stimmen.
    • TodosSomosSecondos 28.01.2019 17:42
      Highlight Highlight Made my day
  • Joe Smith 28.01.2019 15:32
    Highlight Highlight Wenn das so einfach ist: Warum ist dann Bayern und nicht Frankfurt auf Platz 2?
    • ponebone 28.01.2019 22:05
      Highlight Highlight Ist doch klar ➡Schiedsrichterbonus
    • gege 29.01.2019 05:48
      Highlight Highlight Weil sie viel öfter aufs Tor geschossen haben.
  • dave1771 28.01.2019 15:13
    Highlight Highlight Spanned, aber mit Analyse hat das noch nicht viel zu tun.

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