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Kanada schafft WM-Qualifikation – Davies bricht zu Hause in Tränen aus

Diese Teams haben sich für die WM in Katar qualifiziert

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Costa Rica6. WM-TeilnahmeQualifiziert am: 14. Juni 2022WM-Bestresultat: Viertelfinal 2014
quelle: keystone / noushad thekkayil
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Kanada qualifiziert sich für die WM – Davies sitzt zu Hause und bricht in Tränen aus

28.03.2022, 10:5228.03.2022, 13:12

Kanada hat sich dank eines 4:0-Sieges gegen Jamaika das WM-Ticket gesichert und fährt zum zweiten Mal nach 1986 an eine Fussball-Weltmeisterschaft.

Cyle Larin brachte Kanada mit seinem bereits 13. Qualifikationstor schon nach 13 Minuten in Führung. Jamaika hatte im Schneetreiben von Toronto nicht viel entgegenzusetzen, Kanada konnte noch vor der Pause auf 2:0 erhöhen. In der Schlussphase der Partie schraubten die Nordamerikaner das Skore sogar noch auf 4:0.

In der Final-Gruppe der CONCACAF-Qualifikation stehen die Kanadier nach 13 von 14 Spielen auf Rang 1 und können nicht mehr aus den Top 3, die sich direkt für Katar qualifizieren, verdrängt werden.

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tabelle: transfermarkt.ch

Die erst zweite WM-Teilnahme für das Wintersportland Kanada hat historische Ausmasse. Bei der letzten Teilnahme 1986 war vom aktuellen kanadischen Kader bloss der 39-jährige Rekordnationalspieler Atiba Hutchinson bereits auf der Welt.

Die Leistungsträger im Team sind aber jüngere Akteure. Neben Torjäger Larin haben vor allem zwei Spieler bereits das Standing der Weltklasse-Fussballer: Jonathan David (Lille, Marktwert 50 Mio. Euro) und Alphonso Davies.

Der 21-jährige Davies startete bei Bayern voll durch, wurde bei den Münchnern Stammspieler und Champions-League-Sieger und ist momentan der wertvollste Linksverteidiger der Welt (70 Mio. Marktwert). Seine Lebensgeschichte ist umso fesselnder, da sie in einem Flüchtlingscamp in Ghana begann.

Dieser Alphonso Davies konnte Kanada in der entscheidenden Qualifikationsphase allerdings nicht helfen. Seit Januar und einer Ansteckung mit dem Corona-Virus fehlt der Aussenverteidiger wegen einer Herzmuskelentzündung.

So kommt es, dass Davies das entscheidende WM-Qualifikationsspiel zu Hause vor dem Bildschirm verfolgen musste. Bei Beginn der Partie war Davies noch im Auto, er postete jedoch seine Reaktion zur kanadischen Führung über eine Instagram-Story.

Zu unserer Unterhaltung hat er sich dazu entschieden, für die Schlussphase der Partie eine Kamera auf sich selbst zu richten und das Spektakel auf «Twitch» zu übertragen.

Davies hält sich anschliessend überhaupt nicht zurück, beim 3:0 durch Junior Hoilett in der 83. Minute springt er von seinem Stuhl, hüpft durch sein Zimmer, kickt in die Luft, schreit seine Freude raus und schickt ein kleines Stossgebet nach oben.

Als das Spiel abgepfiffen wird und Kanadas WM-Qualifikation damit Tatsache ist, kann sich Davies nicht mehr zurückhalten: Erst sinkt der Kanadier begleitet von einem «Oh my God, yes!» zu Boden, als er sich wieder aufrichtet, beginnt er vor Freude zu weinen. «Das war das erste und letzte Mal, dass ihr mich im Stream weinen gesehen habt», erklärte er später dazu.

Als er sich wieder etwas gefasst hat, schickt Davies noch eine Nachricht an seine Teamkollegen Kanada: «Ich wünschte, ich könnte heute bei euch sein. Es ist eine Ehre, ein Teil dieser Gruppe zu sein.» Zudem richtete sich Davies an die kanadischen Fans, bedankte sich für den grossartigen Support und erklärte: «Alles, was wir tun, ist für euch. Jetzt ist es Zeit für uns, an die WM zu fahren. Wir haben die Chance, unsere eigene Geschichte zu schreiben.»

Nicht nur die gelungene WM-Qualifikation dürfte bei Davies derzeit für Freudentränen sorgen. Denn besonders erfreulich sind auch die Neuigkeiten zu seinem Gesundheitszustand. In einem von den Bayern veröffentlichten Interview erklärt Davies: «Die Regeneration läuft gut bisher. Ich habe keine Probleme mit meinen Muskeln und dem Herz, aber ich bin noch nicht bei 100 Prozent – noch nicht! Ich bin einfach happy, dass ich wieder trainieren kann und bin bereit für die Arbeit.» (zap)

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Zinédine Zidane sah beim 1:0-Sieg in Izmit keine Glanzleistung seiner neuen Mannschaft. Ein Treffer von Kylian Mbappé in der 54. Minute reichte dem WM-Vierten zum Sieg. Für den kurz darauf verletzt ausgewechselten Rekordtorschützen der Franzosen war es im 107. Länderspiel der 67. Treffer. Ähnlich viel Anteil am knappen Auswärtserfolg wie Mbappé hatte Goalie Mike Maignan. Der Keeper der AC Milan verhinderte zweimal das 0:1 mit starken Paraden. Der türkische Goalie Ugurcan Cakir sah derweil in der 87. Minute für ein Handspiel ausserhalb des Strafraums die Rote Karte.
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