BVB-Matchwinner Karetsas hätte wegen WC-Besuchs fast seine Einwechslung verpasst
Borussia Dortmund hat in der Champions League einen weiteren wichtigen Sieg gefeiert und auch das bis dahin ungeschlagene Betis Sevilla mit 2:1 besiegt. Zum Matchwinner wurde dabei Konstantinos Karetsas, der in der 72. Minute den Siegtreffer für den BVB erzielte. Dazu wäre es aber fast nicht gekommen.
Karetsas stand nämlich nicht in der Startelf, wurde aber bereits in der 34. Minute eingewechselt, weil Stürmer Serhou Guirassy angeschlagen nicht mehr weiterspielen konnte. Das Problem: Als BVB-Trainer Niko Kovac feststellte, dass es für Guirassy nicht mehr weitergehen würde und nach Karetsas rief, war der gerade auf der Toilette.
«Ich habe ihn gesucht», sagte Kovac nach dem Spiel am DAZN-Mikrofon. Um ein Haar hätte Karetsas also seine Einwechslung verpasst, denn sein Trainer bereitete schon eine Alternative vor: «Plötzlich war er nicht da und auf die Geschichte habe ich dann den Carney (Chukwuemeka, Anm. d. Red.) gerufen», erklärte Kovac. Genau in dem Moment sei der junge Grieche dann aber von der Toilette zurückgekehrt, oder wie es Kovac ausdrückte: «Schwupp, kam er um die Ecke».
Aufgrund der kuriosen Situation hatten Trainer und Spieler dann zwar keine Zeit mehr, sich taktisch zu besprechen, aber es klappte auch so: Karetsas zeigte eine starke Leistung und schoss den BVB zum Sieg.
Kovac war voll des Lobes: «Wir wissen, dass er ein richtig guter Fussballer ist. Er hat ja nicht nur das Tor geschossen, sondern auch ganz gute Haken geschlagen wie so ein Hase», sagte er. «Es ist schwierig, ihn zu verteidigen. Er hatte sehr viele gute Übersteiger, hat sehr viel Schwung gebracht», so Kovac weiter. Zudem habe Karetsas gut mit Offensivpartner Fabio Silva harmoniert. Sollte Guirassy länger verletzt sein, stellte der Kroate Karetsas deshalb mehr Startelfeinsätze in Aussicht. (abu/t-online.de)

