Vogt erhält Morddrohung – Heidenheim zieht gegen eigenen Fan Konsequenzen
Nach dem 1:1 gegen Energie Cottbus vor knapp zwei Wochen äusserte ein Anhänger des 1. FC Heidenheim seinen Frust in einem TikTok-Video. Darin beschimpfte er die Mannschaft und ging besonders auf den 21-jährigen Alessandro Vogt los, den er mit dem Tod bedrohte. Das Video wurde inzwischen gelöscht.
Der Klub hat Konsequenzen gezogen. Wie die Heidenheimer Zeitung berichtet, wurde der Zweitligist durch einen internen Hinweis auf das Video aufmerksam, meldete es umgehend bei TikTok und leitete ein Stadionverbotsverfahren gegen den Fan ein. Zudem schalteten die Heidenheimer das Unternehmen Sportradar ein, das auf die Aufklärung digitaler Hassrede spezialisiert ist. Ob auch eine Strafanzeige folgt, ist noch offen. Man werde gemeinsam mit dem Spieler über rechtliche Schritte entscheiden, sobald alle Informationen vorhanden sind, teilte der Klub mit.
Für Vogt sei es gemäss dem Verein die erste Erfahrung dieser Art – er habe aber die volle Rückendeckung des Klubs. Auch sein Coach Frank Schmidt äusserte sich empört: «Da bin ich bereit für jeden Kampf für meine Spieler.»
Sportlich gab es für Vogt zuletzt immerhin ein Erfolgserlebnis. Gegen den Karlsruher SC erzielte er nach seiner Einwechslung zur Pause den Treffer zum 1:2-Endstand, sein erstes Tor im siebten Spiel für Heidenheim. Der Stürmer war im Sommer vom FC St.Gallen zu Hoffenheim gewechselt und wurde noch vor Saisonbeginn an den Zweitligisten ausgeliehen. (car)
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