Cristiano Ronaldo gibt Nati-Rücktritt bekannt
Das Hin und Her rund um Superstar Cristiano Ronaldo in der portugiesischen Nationalmannschaft ist endgültig vorbei. Dies hat der 41-Jährige in einem Post auf seinen Social-Media-Kanälen verkündet. Superstar Cristiano Ronaldo beendet seine Karriere in der portugiesischen Nationalmannschaft. Sein letztes Länderspiel bestritt Ronaldo am 24. September gegen Wales. Daraufhin kam es zum Zerwürfnis mit Nationaltrainer Jorge Jesus.
Nachdem er im Länderspiel gegen Norwegen 90 Minuten auf der Bank gesessen hatte, war er eigenständig aus dem Teamcamp in Dänemark abgereist. Nationaltrainer Jesus hatte zuvor auf einer Pressekonferenz verkündet, dass Ronaldo erneut nur auf der Bank sitzen werde. Sein Vertreter Gonçalo Ramos erzielte in beiden Spielen ein Tor.
«Heute geht meine Reise mit der Nationalmannschaft zu Ende», sagte Ronaldo in einem Video auf Instagram, untermalt von Musik und Bildern aus seiner langen Laufbahn. Der Tag sei für ihn gekommen, das Trikot mit der Nummer 7 zurückzugeben. «23 Jahre lang hatte ich das Privileg und die Verantwortung, es zu tragen, es zu verteidigen und es in die Stadien der ganzen Welt zu bringen.»
Busse von 255 Euro
Der portugiesische Fussballverband hat Cristiano im Oktober für seine nicht genehmigte Abreise von der portugiesischen Nationalmannschaft während der vergangenen Länderspielpause mit einer Sperre von 30 Tagen und einer Geldstrafe von 255 Euro belegt.
Der portugiesische Verband wie auch Trainer Jorge Jesus liessen die Tür für eine Rückkehr von CR7 aber offen. Nun hat der Angreifer von Al-Nassr dem aber selbst einen Riegel vorgeschoben.
Zahlreiche Rekorde
In 234 Länderspielen für Portugal erzielte er 146 Tore. Das sind nur zwei Rekordmarken in seiner mehr als 20-jährigen Nationalmannschaftskarriere. Damit endet die nächste internationale Karriere eines Superstars, der den Weltfussball über zwei Jahrzehnte geprägt hat. Ende August hatte sein Antipode Lionel Messi den Abschied aus der argentinischen Nationalmannschaft bekannt gegeben.
Die Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko war Ronaldos sechste. Auch das ist ein Rekord, den er sich mit Messi und dem Mexikaner Guillermo Ochoa teilt. Elfmal traf Ronaldo in 27 WM-Spielen, zum Gewinn des goldenen Pokals reichte es nie. Der EM-Titel 2016 und die beiden Nations-League-Triumphe 2019 und 2025 waren seine grössten Erfolge mit der Nationalmannschaft.
Kritik bei WM 2022
Bei der WM 2022 schien Ronaldos Zeit in der Seleção das Quinas bereits beendet zu sein. Nach schwachen Leistungen in der Gruppenphase und einer Niederlage gegen Südkorea wurde der Starstürmer aus der Startelf genommen. Sowohl beim 6:1 im Achtelfinal gegen die Schweiz, bei dem der für Ronaldo spielende Gonçalo Ramos drei Tore erzielte, als auch beim 0:1 gegen Marokko im Viertelfinal wurde der frühere Profi von Real Madrid und Manchester United nur eingewechselt.
Doch Ronaldo gab nicht auf, kam in der Qualifikation zur EM 2024 zu seinem 197. Länderspieleinsatz und stellte damit einen Rekord auf. Zudem erzielte er in neun Qualifikationsspielen zehn Tore und wurde trotz seines Wechsels nach Saudi-Arabien zu Al-Nassr wieder zur festen Grösse in der Mannschaft.
Die Diskussionen über seinen Status und ob er diesem Team auch mit über 40 noch helfen kann, gingen dennoch weiter. Die WM 2026 endete mit dem Ausscheiden in den Achtelfinals gegen Nachbarn Spanien. Zu häufig blieben die Portugiesen mit Ronaldo bei grossen Turnieren unter ihren Möglichkeiten. (abu/hkl/sda/dpa)
