Sport
Eishockey

IOC bestätigt: Spiele in Peking werden wie geplant über die Bühne gehen

A worker labors to assemble the Olympic Rings onto of a tower on the outskirts of Beijing, China, Wednesday, Jan. 5, 2022. Beijing will host the Winter Olympics in a month's time, making it the w ...
In Peking laufen die letzten Vorbereitungen für die Winterspiele.Bild: keystone

IOC bestätigt: Die Spiele in Peking werden wie geplant über die Bühne gehen

05.01.2022, 16:0605.01.2022, 17:21

Die Olympischen Winterspiele in Peking gehen wie vorgesehen vom 4. bis 20. Februar 2022 über die Bühne. Dies bekräftigte das IOC am Mittwoch in einer Videokonferenz gegenüber den Nationalen Olympischen Komitees, wie Swiss Olympic mitteilte.

Der Dachverband des Schweizer Sports ist in erster Linie froh, Gewissheit zu haben. Eine Verschiebung steht nicht mehr zur Diskussion. In rund einem Monat wird die Eröffnungsfeier stattfinden. «Wir können uns nun darauf konzentrieren, die bestmöglichen Voraussetzungen für die Schweizer Delegation zu schaffen», liess sich Ralph Stöckli, der Chef de Mission von Swiss Olympic, per Communiqué zitieren.

Swiss Olympic Chef de Mission Ralph Stoeckli speaks at the final media conference at the 2020 Tokyo Summer Olympics in Tokyo, Japan, on Sunday, August 08, 2021. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)
Ralph Stöckli ist erleichtert, dass die Schweizer Athleten Planungssicherheit haben.Bild: keystone

Diese Aufgabe wird angesichts der hohen Zahl von Ansteckungen mit dem Coronavirus anspruchsvoll sein. So streicht Swiss Olympic den Punkt der Fairness im Qualifikationsprozedere oder bei der Reise nach Peking hervor. Dies betreffe unter anderem die Frist, welche die Teilnehmenden nach der Genesung von einer Corona-Erkrankung einhalten müssten, bevor ihnen die Einreise nach China erlaubt werde. Aktuell liegt diese Frist bei bis zu zwölf Tagen.

Gemäss Swiss Olympic hätten in diesem Punkt die Organisatoren und das IOC am Mittwoch informiert, dass dies flexibler gehandhabt werden soll. Eine internationale Expertengruppe werde die einzelnen Fälle spezifisch beurteilen. «Das ist ein positives Zeichen. Ansonsten hätten wir bei den hohen Ansteckungszahlen davon ausgehen müssen, dass zahlreiche Athletinnen und Athleten, von denen keine Infektionsgefahr mehr ausgeht, um ihren Traum einer Olympiateilnahme gebracht werden», betonte Stöckli.

Trotz dieser Zusage fordert Swiss Olympic die Athletinnen, Athleten und das Betreuungspersonal auf, bis zur Abreise nach China das umzusetzen, was zum Schutz vor einer Coronainfektion in der eigenen Hand liegt. Will heissen: die Schutz- und Hygienemassnahmen noch stärker als bisher zu beachten, sich allenfalls noch regelmässiger testen zu lassen, die Auffrischungsimpfung zu machen und unnötige Kontakte zu vermeiden.

Der Chef de Mission ist sich aber bewusst, dass es coronabedingt Enttäuschungen geben dürfte. «Von unserer Seite her werden wir jedoch alles dafür tun, dass die Olympischen Spiele in Peking für die Schweizerinnen und Schweizer unter bestmöglichen Bedingungen stattfinden können», betonte der ehemalige Weltklasse-Curler. (abu/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Die Austragungsstätte der Olympischen Spiele 2022 in Peking
1 / 28
Die Austragungsstätten der Olympischen Spiele 2022 in Peking
Nationalstadion, Peking – Eröffnungs- und Schlussfeier (Kapazität: 80'000).
quelle: keystone / roman pilipey
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Kim Jong-un schickt seine Cheerleader zu Olympia
Video: srf
Das könnte dich auch noch interessieren:
Tempo, Talent und Taktik – die verlorene Romantik der ZSC Lions
Die ZSC Lions haben vollbracht, was in Bern noch kaum je einem Gast gelungen ist: Der SCB ist bei der 1:4-Niederlage in Ehrfurcht erstarrt. Die Zürcher zelebrierten erneut die emotionslose Leichtigkeit des Siegens und Yannick Weber, einer ihrer zahlreichen Leitwölfe, wird bald seinen Vertrag verlängern.
Mit dem Namenswechsel von Zürcher SC zu ZSC Lions durch die Fusion mit GC ist 1997 das Chaos im Stadtzürcher Hockey geordnet worden. Mit dem Umzug vom Hallenstadion in die Swiss Life Arena vor vier Jahren ist die Hockey-Kultur der Stadt zwar definitiv in der Moderne angekommen. Aber ein bisschen Romantik und Dramatik ist in die neue Zeit hinübergerettet worden. Das Kapitel, das beispielsweise Meistertrainer und Champions League-Sieger Marco Bayer 2025 geschrieben hat, endete für ihn mit dem berühmten Satz aus einem Schiller-Drama: «Der Mohr hat seine Schuldigkeit getan, der Mohr kann gehen.»
Zur Story