Eishockey-Profi Joshua Fahrni (23) beendet seine Karriere per sofort
Erst zu dieser Saison hin wechselte Joshua Fahrni von den SCL Tigers in die Organisation der ZSC Lions, nun beendet der 23-jährige Eishockey-Profi seine Karriere. Dies teilten die Zürcher am Montagvormittag mit. So habe der Center aus privaten Gründen um die Auflösung des Vertrags gebeten.
«Nach reiflicher Überlegung habe ich mich dazu entschieden, meine Eishockeykarriere per sofort zu beenden», wird Fahrni zitiert. Die Entscheidung sei ihm alles andere als leichtgefallen, sei aber das «Ergebnis absoluter Ehrlichkeit mir selbst gegenüber. Um auf diesem Niveau erfolgreich zu sein, braucht es jeden Tag die volle Überzeugung und Motivation. Deshalb habe ich für mich entschieden, einen neuen Weg einzuschlagen.»
Fahrni wurde beim SC Bern ausgebildet und gab dort in der Saison 2020/21 sein Debüt in der National League. In seiner ersten kompletten Saison glänzte er mit 13 Skorerpunkten in 49 Spielen – es blieb aber auch in der Folge sein Bestwert. 2024 wechselte Fahrni dann zu den SCL Tigers, wo er in seiner zweiten Saison aber nur zu 20 Einsätzen gekommen ist.
Dies lag unter anderem an Rückenproblemen, die ihn zwei Monate ausser Gefecht setzten. «Am Morgen nach einem Training konnte ich kaum aufstehen und die Socken anziehen», berichtete Fahrni gegenüber der Berner Zeitung über die Situation im Herbst 2025. Durch Physiotherapie, spezifisches Training für den Rumpf und eine Umstellung der Ernährung habe er diese aber in den Griff bekommen. Durch die Verletzung habe er gelernt, auf seinen Körper zu hören. «Ich hoffe, dass mir das noch einige schöne Jahre im Eishockey bringen wird», sagte er im Januar diesen Jahres.
Doch auch danach konnte er sich bei den SCL Tigers nicht durchsetzen, fungierte oftmals nur als 13. Stürmer oder gehörte gar nicht zum Aufgebot. Im Sommer unterschrieb er nun in der Organisation der ZSC Lions, wobei er lediglich bei den GCK Lions in der Swiss League zu fünf Einsätzen kam. Zu weiteren wird es nicht mehr kommen.
ZSC-Sportchef Sven Leuenberger kommentiert Fahrnis Rücktritt mit den Worten: «Ich bedaure den Entscheid von Joshua, respektiere aber seine genannten Gründe. Für die Zukunft wünsche ich ihm alles Gute!» (nih)
